Kurzsichtigkeit: Diagnose, Ursachen und Formen

06.04.2022 | News, Rund ums Auge

Kurzsichtigkeit (Myopie)

Kurzsichtige Menschen haben meist ein zu langes Auge. Die Folge: Sie sehen in der Ferne unscharf. Kurzsichtigkeit kann jedoch auch dauerhaft mit dem Augenlasern, anstatt mit einer Brille oder mit Kontaktlinsen korrigiert werden.

Diagnose Myopie: Kurz­sichtig­keit mittels Sehtest fest­ge­stellen

Kurz­sichtig­keit wird schnell und unkomp­liziert bei einem Augen­arzt oder Augen­optiker bei einer regelmäßigen Kontrolluntersuchung fest­ge­stellt. Durch einen Sehtest wird unter­sucht, wie gut die Augen in die Weite (Fern­visus) und in die Nähe (Nah­visus) sehen können.
Dabei müssen unter­schied­lich große Buch­staben oder Zahlen auf der soge­nannten Visus­tafel erkannt werden. Bei dem Sehtest werden beide Augen nacheinander abgedeckt. Im Anschluss wird die Sehstärke ohne und mit korri­gier­endem Glas geprüft. Mit dieser soge­nannten Refrak­tions­messung kann der zur Korrektur der Seh­schwäche benöt­igte Diop­trien-Wert ermittelt werden.

  • Je nach Tages­zeit, Licht, Ihrer Ausge­ruht­heit und Ihrem Wohl­be­finden können die Ergeb­nisse des Sehtests unter­schied­lich aus­fallen. Even­tuell kann es hilfreich sein Ihre Werte mehr­mals zu kon­trol­lieren.
  • Die Dioptrie ist die Maß­einheit für den Brech­wert. Ein normal­­sich­tiges Auge hat eine Gesamt­­brech­­kraft von maximal ca. 63 Dioptrien. Eine Fehl­sichtig­keit wird als Ab­weich­ung in Diop­trien von diesen idealen Werten gemessen.

Damit Ihre Brille oder Kontakt­linsen für Sie indivi­duell perfekt ange­fertigt werden können, ist eine pro­fes­sio­nelle Messung bei einem Experten notwendig.

Kurzsichtigkeit: unscharfe Sicht in der Ferne und scharfe Sicht in der Nähe
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Ursachen und Formen der Myopie

Was ist Kurz­sichtig­keit (Myopie)? Welche Ursachen hat Kurz­sichtig­keit?

Grund­sätz­lich ist Kurz­sichtig­keit (Myopie) keine Erkrank­ung der Augen. Es handelt sich um eine meist natürliche Unregel­mäßig­keit in der Augen­form oder Brech­kraft. Kurz­sichtig­keit kann zwei ver­schie­dene Ursachen haben:

  • Der Augapfel zu lang (Achsen­myopie). Dies ist am Häuf­igsten der Fall.
  • Die Brechkraft der licht­brechen­den Medien (Hornhaut, Linse, Glaskörper, Vor­der­kammer) ist im Verhält­nis zur normalen Länge des Auges zu groß (Brech­ungs­myopie).

In manchen Fällen ist auch eine Kombi­nation aus beidem möglich. Die Aus­wirk­ungen auf das Sehen sind jedoch gleich: Ihr Auge kann sich nicht richtig scharf stellen, da aus der Ferne kom­menden Licht­strahlen sich nicht auf der Netz­haut, sondern davor zu einem scharfen Bild ver­einigen. Die Folge: Sie sehen unscharf in der Ferne.

Kurzsichtigkeit: Anatomische Ursachen der Myopie
Wie entsteht Kurz­sichtig­keit?
Kurz­sichtig­keit durch das Smart­phone?

Oft wird Kurz­sichtig­keit auch von den Eltern vererbt. Sind beide Eltern kurz­sichtig, ist die Wahr­schein­lich­keit, dass auch das Kind kurz­sichtig sein wird bei 60 Prozent. Jedoch haben auch Lebens­beding­ungen und Ernährung und VItamine Einfluss auf die Augen und das scharfe Sehen. So begünstigt bei­spiels­weise über­mäßige Arbeit (z.B. Lesen, aber auch die Nutz­ung von Smart­phone und Tablet) in der Nähe die Ent­wicklung einer Kurz­sichtig­keit (Myopie). Auch aus­reich­end Tages­licht hat einen Einfluss auf das Sehen. Es setzt vermehrt Dopamin auf der Netz­haut frei. Aus diesem Grund werden Kinder Studien zu Folge umso weniger kurz­sichtig, je länger sie sich am Tag im Freien auf­halten.

Kurzsichtigkeit: Frau mit Kurzsichtigkeit schaut auf ihr Smartphone, was eine häufige Ursache für Myopie ist.
Welche Formen der Kurz­sichtig­keit gibt es?
1. Einfache Myopie – häufigste Form der Kurz­sichtig­keit

Die Einfache Myopie entwickelt sich meist zwischen dem 8. und 15. Lebens­jahr. Die meisten Kinder sind zur Ein­schul­ung noch normal­sichtig oder leicht weit­sichtig. Auch wenn der Schul­besuch erwie­sener­maßen keinen Einfluss auf die Seh­kraft hat spricht man bei dieser Form auch von „Schul­myopie“. Diese entwickelt sich mit dem Alter.

In der Regel gilt: Je früher die Kurz­sichtig­keit bei Kindern beginnt, desto höher sind die Werte, die erreicht werden. Vor­her­seh­bar oder zu ver­hin­dern ist dies nicht. Die Wahr­schein­lich­keit sinkt jedoch, wenn das Kind sich mög­lichst viel im Freien bei Tages­licht aufhält.

Ab 20 Jahren nimmt eine Kurz­sichtig­keit dann in der Regel deutlich lang­samer zu. Ab dem 30. Lebens­jahr sind die Augen „ausge­wachsen“ – eine Kurz­sichtig­keit ver­ändert sich meist nicht mehr. Ist dies der Fall kann Ihre Kurz­sichtig­keit auch gelasert werden, sodass Sie lang­fristig ohne Sehhilfe scharf sehen können.

 

2. Maligne Myopie – Augen­erkrank­ung

Diese Form der Kurz­sichtig­keit entsteht durch eine Deh­nung des Aug­apfels, die jedoch unab­hängig von äußeren Ein­flüssen ist. Dadurch können die Netz­haut und die Ader­haut dünner werden. Das Gewebe beginnt zu schwinden. Typisch für die Erkrank­ung ist die Ver­änder­ung des gelben Flecks (Makula). Bei einer malignen Kurz­sichtig­keit nimmt die Seh­stärke stark ab. Darüber hinaus besteht auch das erhöhte Risiko einer Netz­haut­ablösung (Ablatio retinae).

Das Sie kurz­sichtig sind bedeutet jedoch nicht auto­matisch, dass bei Ihnen eine Maligne Myopie vorliegt. Als Augen-Experten der ganz­heit­lichen Augen­heil­kunde stehen wir Ihnen jedoch auch in diesem Fall mit modernster Diag­nostik und jahre­langer Be­hand­lungs-Erfahr­ung zur Seite.

Behandlung: Wie lässt sich Kurzsichtigkeit korrigieren?

Brille & Kontaktlinsen oder Augenlasern

Her­kömm­licher Weise wird Kurz­sichtig­keit (Myopie) durch eine Seh­hilfe, also eine Brille oder Kontakt­linsen korrigiert. Dabei kommen Zer­streu­ungs­linsen mit einem negativen Brech­wert – gemessen in Diop­trien (kurz dpt.) – zum Einsatz: Das Minus­glas.

Die Linsen der Brille oder Kontakt­linsen ver­schieben den Punkt des scharfen Sehens im Auge wieder weiter nach hinten, sodass das ein­fallende Licht auf der Netz­haut ge­bün­delt ankommt. Diese soge­nann­ten Minus­gläser sind konkav: Sie sind in der Mitte etwas dünner als am Rand und können sehr dünn ge­schliffen werden.

Die moderne Lös­ungen zu Seh­hilfen wie der Brille oder Kontakt­linse sind das Augen­lasern oder Pre­mium­linsen. Durch eine kurze und schmerz­freie Be­hand­lung können Sie lang­fristig auf Ihre Seh­hilfe ver­zichten. Augen­ärzte em­pfeh­len das Augen lasern beson­ders Menschen, die auf­grund Ihrer Brille oder der Kontakt­linsen Kopf­schmerzen, Augen­schmerzen oder -ent­zün­dungen bekom­men, da diese in den meisten Fällen von den Seh­hilfen hervor­ge­rufen werden.

Wir beraten Sie hierzu gerne in einem per­sön­­lichen Beratungsgespräch. Kosten­­frei und un­ver­­bind­­lich.

Unterschied zu Weitsichtigkeit

Was ist der Unter­schied zwischen Kurz- und Weit­sichtig­keit?

Während Kurz­sich­tige in der Nähe gut und in der Distanz unscharf sehen, können Weit­sich­tige in der Ferne gut und in der kurzen Distanz unscharf sehen. Weit­sich­tige müssen dafür jedoch die inneren Augen­mus­keln stark bean­spruchen, weshalb Weit­sichtig­keit oft als anstreng­ender wahr­ge­nommen wird. Bei sehr starker Weit­sichtig­keit ist das scharfe Sehen in der Nähe und teil­weise auch in anderen Distanzen nicht mehr möglich.

Alters­weit­sichtig­keit und Kurz­sichtig­keit

Kurz­sichtige haben gegen­über Weit­sichtigen einen Vorteil: Durch einen natür­lichen Prozess im Laufe des Lebens verliert die Linse im Auge zuneh­mend an Flexi­bilität. Es ent­wickelt sich eine soge­nannte Alters­weit­sichtig­keit (Pres­byopie). Manch­mal wird diese Verän­derung bei Kurz­sicht­igen zum Teil aus­ge­glichen. Die Folge: Kurz­sichtige benöt­igen im Alter seltener eine Lese­brille als Weit­sichtige.

Risiken von Kurzsichtigkeit

Gibt es Risiken bei Kurz­sichtig­keit? Myopie & Glaukom

Kurz­sichtig­keit sollte bei Kindern so früh wie möglich mit einer Brille korrigiert werden. Beim Lesen und Schreiben sollte auf gute Belich­tung ge­achtet werden.

Prinzi­piell ist Kurz­sichtig­keit (Myopie) keine gefähr­liche Er­krank­ung der Augen. Dennoch erhöht beson­ders starke Kurz­sichtig­keit (ab -5 Dioptrien) das Risiko für Erkrank­ungen des Auges. Dazu gehören unter anderem die Alters­be­dingte Makula­dege­neration (AMD), Grauen Star (Katarakt) und Grünen Star (Glaukom). Aus diesem Grund sollten sie ab dem 35. Lebens­jahr regel­mäßige Vor­sorge­unter­such­ungen wahr­nehmen.

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