Was ist Alterssichtigkeit?

07.06.2022 | News, Rund ums Auge

Alterssichtigkeit auch Presbyopie

Alters­sichtig­keit ist ein natür­licher Alter­ungs­prozess des Auges, bei dem die Augen­linse zunehmend unflex­ibler wird. Die Folge: Sie sehen in der Nähe unscharf. Alters­sichtig­keit kann jedoch auch dauerhaft mit dem Augen­lasern oder einem Linsen­tausch, anstatt einer Lese­brille korrigiert werden.

Alterssichtigkeit / Presbyopie

Alters­sichti­gkeit – auch Alters­weit­sichtig­keit oder Pres­byopie (alt­griech­isch für „Altes Auge“) – ist keine Augen­er­krank­ung, sondern ein natürlicher Alter­ungs­prozess der Augen­linse, der bei jedem Menschen meist ab dem 40. Lebens­jahr einsetzt. Mit dem Alter wird die Augen­linse zuneh­mend härter und somit unflex­ibler. Die Folge: Das Auge kann im Nah­bereich nicht mehr so gut „scharf stellen“, der Bereich für scharfe Sicht verschiebt sich immer weiter in die Ferne – besonders das Lesen fällt immer schwerer. Viele alters­sich­tige Menschen halten daher ein Buch, das Smart­phone oder Preis­schilder instinktiv weiter von sich weg, um diese besser lesen zu können.

Ebenso wie bei einer Weit­sichtig­keit verschiebt sich der Brenn­punkt für scharfes Sehen auch bei der Alters­sichtig­keit hinter die Netz­haut. Jedoch handelt es sich nicht um eine Fehl­sichtig­keit, die auf einen Brech­ungs­fehler des Auges, sondern um den fort­schreit­enden, alters­be­dingten Verlust der Nah­an­passungs­fähig­keit des Auges mittels Akkom­modation (Anpas­sung der Brech­kraft des Auges).

Neben der Lese­brille oder Gleit­sicht­brille kann Alters­weit­sichtig­keit / Presbyopie auch lang­fristig durch eine Augen­laser-Behand­lung oder einem Linsen­tausch mit einer Multi­fokal­linse in unseren Standorten in Berlin und Hamburg korrigiert werden.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Alters­sichtig­keit ist keine Er­krank­ung, sondern eine natürliche Verän­derung des Auges im Laufe des Lebens.
  • Presbyopie: Alters­sichtige sehen in der Ferne scharf und in der Nähe unscharf.
  • Ursache: Die Augen­linse wird zuneh­mend unflex­ibler, sodass sie nicht mehr korrekt auf die Nähe einge­stellt werden kann (Akkom­modation).
  • Bei Kurz­sich­tigen kann sich Alters­sichtig­keit unter Umständen ausgleichen.
  • Wird in plus Dioptrien (z.B. +3 dpt.) ange­geben.
  • Die modernen Lös­ungen bei Alters­sichtig­keit sind Multi­fokal­linsen und Augen­lasern

Symptome Alterssichtigkeit / Presbyopie

Welche Symp­tome haben Alters­sichtige?

In der Regel zeigen sich erste Symp­tome der Alters­weit­sichtig­keit (Pres­byopie) erst ab dem 40. bis 45. Lebens­jahr. Da sich Alters­sichtig­keit langsam und fort­schreitend entwickelt, fallen Symp­tome zunächst nicht sehr stark und eher bei Däm­merung und Müdig­keit auf.

Anzeichen für Alters­sichtig­keit können sein:

  • Anstren­gung beim Lesen
  • Ver­schwom­mene Sicht
  • Kopf- und Augen­schmerzen, sowie dumpfes Druck­gefühl

Bei bereits Weit­sichtigen macht sich der Prozess der Alters­weit­sichtig­keit früher bemerk­bar als bei Normal­sich­tigen (im Alter zwischen 35. und 45. Lebens­jahren).

Mit fort­schreit­ender Ver­härt­ung der Linse wird das scharfe Sehen in der Nähe immer schwieriger – Texte und Konturen ver­schwim­men zuneh­mend. Betroffene halten zu lesende Text immer weiter von sich weg. Jedoch reicht die Arm­länge irgend­wann nicht mehr aus, sodass das Lesen ohne Lese­brille unmög­lich wird.

Älterer Mann hat Schwierigkeiten beim Lesen aufgrund der Alterssichtigkeit

Wie lässt sich Alters­weit­sichtig­keit korri­gieren?

Lese­brille, Gleit­sicht­brille oder Augenlasern

Üblicher Weise wird Alters­sichtig­keit (Pres­byopie) durch eine Lese­brille korrigiert. Dabei kommen Sammel­linsen mit einem posi­tiven Brech­wert – gemessen in Diop­trien (kurz dpt.) – zu Einsatz: Das Plusglas. Auf dem Brillen­pass wird die Alters­sichtig­keit als Addition (add) ange­geben. Die Plus­gläser sind konvex: Sie sind in der Mitte dicker als am Rand und ver­schieben den zu weit hinten liegen­den Brenn­punkt für scharfes Sehen wieder nach vorne: Das einfal­lende Licht wird wieder so gebrochen, dass es z.B. beim Lesen direkt auf der Netzhaut ankommt.

Die benötigte Diop­trien­zahl zur Korrektur mit der Lese­brille nimmt mit den Lebens­jahren immer weiter zu, da Alters­weit­sichtig­keit eine fort­schreit­ende Ver­ände­rung der Augen­linse ist – in der Regel etwa um +0,75 Dioptrien alle fünf Jahre (hierbei handelt es sich um einen Orien­tierungs­wert).
Bei bereits Weit­sichtigen wird die Diop­trien­zahl der Alters­sichtig­keit mit den Diop­trien der besteh­enden Weit­sichtig­keit addiert (z.B. +2 dpt. + 1,5 dpt = +3,5 dpt.). Bei Kurz­sich­tigen können sich die besteh­ende Kurzsichtigkeit und die Alters­weit­sichti­gkeit aus­gleichen (z.B. -3 dpt. +3 dpt. = 0 dpt.), sodass sich eine Lese­brille unter Um­ständen erübrigen kann.

Die meisten Menschen ab 45. benöt­igen jedoch sowohl eine Brille für die Ferne als auch eine Lese­brille für die Nähe. Da das ständige Auf und Ab zum Wechsel der Brille oft als nervig empfunden wird, kann auch eine Bifokal-Brille oder Gleit­sicht­brille eine Lösung sein.

Lese­brille, Bifokal-Brille oder Gleit­sicht­brille

Die klassische Lesebrille, wird wie der Name bereits sagt aus­schließ­lich beim Lesen getragen. Da die meisten alters­sich­tigen Menschen auch in der Ferne unscharf sehen, muss die Brille im Alltag somit oft gewechselt werden.

In einer Bifokal-Brille werden sozu­sagen beide Brillen vereint, indem der obere Glas­bereich für die Ferne und der untere Bereich für die Nähe einge­stellt wird. Jedoch ist im Glas eine sicht­bare Kante zu erkennen, dessen abrupter Über­gang oft als störend empfun­den wird.

Bei einer Gleit­sicht­brille sind diese beiden ver­schie­denen Glas­bereiche immer noch vor­han­den, jedoch wird das Brillen­glas so geschliffen, dass die beiden Bereiche inein­ander über­gehen. Somit können Alters­sichtige mit dieser Brille auch in mittleren Bereichen noch scharf sehen – z.B. bei der Com­puter-Arbeit. Aller­dings bedarf eine Gleit­sicht­brille einige Zeit an Einge­wöh­nung, bis das „neue Sehen“ alltäglich wird. Viele Gleit­sicht­brillen­träger klagen in dieser Zeit über Schwindel und Kopf­schmerzen oder haben das Gefühl, dass sich der Boden zum Rand des Gesichts­felds zu wölben scheint. Auch das Treppen­steigen oder Auto­fahren kann mit der neuen Brille zunächst verun­sichern.

Augen­lasern oder Linsen­tausch

Die moderne Lös­ungen zu Seh­hilfen wie der Brille oder Kontakt­linse sind das Augen­lasern oder Pre­mium­linsen. Durch eine kurze und schmerz­freie Be­hand­lung können Sie lang­fristig auf Ihre Seh­hilfe ver­zichten. Augen­ärzte em­pfeh­len das Augen lasern beson­ders Menschen, die auf­grund Ihrer Brille oder der Kontakt­linsen Kopf­schmerzen, Augen­schmerzen oder -ent­zün­dungen bekom­men, da diese in den meisten Fällen von den Seh­hilfen hervor­ge­rufen werden.

Gerne beraten unsere Augenlaser-Experten Sie hierzu in einem per­sön­­lichen Gespräch. Kosten­­frei und un­ver­­bind­­lich.

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