Mit Kontaktlinsen schwimmen: Was Sie wissen sollten

Aug. 12, 2025

Kontaktlinsen im Wasser tragen klingt praktisch, birgt aber Risiken für die Augengesundheit. Wir erklären, warum Wasser und Kontaktlinsen keine gute Kombination sind, und was Sie stattdessen tun können.


Frau schwimmt mit Hund unter Wasser – Hinweise zum Schwimmen mit Kontaktlinsen.

Kurz zusammengefasst: Kontaktlinsen im Wasser sind nicht empfehlenswert

Kontaktlinsen sollten beim Schwimmen in der Regel nicht getragen werden. Pool-, See- und Meerwasser enthält Keime, Chlor und Schwebstoffe, die sich unter der Linse ablagern und Reizungen, Infektionen oder Hornhautschäden auslösen können. Wer auf Sehhilfe beim Schwimmen nicht verzichten möchte, wählt am besten eine dicht schließende Schwimmbrille mit Sehstärke.

Warum Wasser und Kontaktlinsen problematisch sind

Kontaktlinsen halten das Auge feucht und sorgen für klares Sehen, das stimmt. Im Wasser kehrt sich dieser Vorteil jedoch um: Die Linse liegt noch enger auf der Hornhaut auf, Partikel lagern sich leichter ab, und die natürliche Schutzbarriere des Tränenfilms wird gestört. Es gibt vier wesentliche Risiken:

  • Anlagerung von Schmutz und Partikeln: In Pools, Seen und im Meer schwimmen winzige Partikel, zum Beispiel Algenreste, Sand oder Schlamm. Diese setzen sich leicht zwischen Hornhaut und Linse fest. Besonders weiche Linsen bieten eine große Oberfläche für solche Ablagerungen, was zu Reizungen oder kleinen Verletzungen führen kann.
  • Erhöhtes Infektionsrisiko: Wasser bietet Bakterien, Pilzen und Amöben wie Acanthamoeba ideale Wachstumsbedingungen. Kontaktlinsen stören die schützende Barriere des Tränenfilms, wodurch sich Keime ungehindert an der Hornhaut festsetzen können. In seltenen Fällen kann daraus eine Acanthamoeba-Keratitis entstehen.
  • Veränderung der Linsenstruktur: Chlor im Schwimmbad greift weiche Kontaktlinsen an, bildet winzige Poren und Risse im Linsenmaterial und verringert die Sauerstoffdurchlässigkeit. Die Folge sind gerötete, brennende Augen und ein Fremdkörpergefühl.
  • Störung der Sauerstoffzufuhr: Im Wasser liegt die Linse enger auf dem Auge, und Ablagerungen verringern die Sauerstoffdurchlässigkeit zusätzlich. Die Hornhaut wird schlechter versorgt, was zu Schwellungen und einer vorübergehenden Sehverschlechterung führen kann.

Hinweis zum Mythos: Dass Kontaktlinsen im Wasser einfach herausgespült werden oder verloren gehen, stimmt nicht. Weiche Linsen haften fest auf der Hornhaut. Formstabile Linsen können jedoch durch Wasserdruck oder Blinzeln verrutschen und unter dem Lid zu liegen kommen.

Infektionsrisiko durch Keime im Wasser

Das gravierendste Risiko beim Schwimmen mit Kontaktlinsen ist eine Augeninfektion. Besonders gefürchtet ist die Amöbe Acanthamoeba: Gelangt sie über die Linse in die Hornhaut, kann dies zu dauerhaftem Sehverlust führen. Augenärzte weisen darauf hin, dass Kontaktlinsenträger ein erhöhtes Risiko für eine Acanthamoeba-Infektion tragen, und Schwimmen dieses Risiko zusätzlich steigert.

Viele gehen davon aus, dass gechlortes Poolwasser alle Keime abtötet. Das ist ein Irrtum: Selbst in Chlorwasser können gefährliche Bakterien und Parasiten überleben. Gelangen sie unter die Linse, können sie sich dort ungestört vermehren. Acanthamoeba-Keratitis ist zwar selten, aber hartnäckig und schwer zu behandeln.

Praktische Tipps: So schützen Sie Ihre Augen beim Schwimmen

Wer auf eine Sehhilfe im Wasser nicht verzichten möchte, hat mehrere Möglichkeiten. Die beste Schutzmaßnahme ist, Kontaktlinsen beim Schwimmen ganz zu meiden.

  • Schwimmbrille statt Kontaktlinsen: Eine dicht schließende Schwimmbrille, bei Bedarf mit individueller Sehstärke, schützt die Augen zuverlässig und ermöglicht klares Sehen unter Wasser.
  • Tageslinsen als Notlösung: Wenn Kontaktlinsen im Wasser unvermeidbar sind, empfehlen sich Einmallinsen. Diese erst kurz vor dem Schwimmen einsetzen und direkt danach entsorgen.
  • Linsen direkt nach dem Schwimmen entfernen: Nehmen Sie Ihre Linsen unmittelbar nach dem Schwimmen heraus und spülen Sie die Augen mit steriler Kochsalzlösung oder Augentropfen aus. Setzen Sie erst danach ein frisches, sauberes Linsenpaar ein.

Die dauerhafte Alternative: Schwimmen ohne Kontaktlinsen dank Augenlasern

Schwimmbrille, Tageslinsen, Nachspülen mit Kochsalzlösung: Alle genannten Tipps sind Kompromisse. Augenlasern beseitigt die Ursache: Nach der Behandlung schwimmen Sie ohne Kontaktlinsen und ohne Sehhilfe scharf. Bewährte Verfahren wie Femto-LASIK, ReLEx SMILE PRO oder PRK korrigieren die Fehlsichtigkeit dauerhaft.

Warum gelaserte Augen beim Schwimmen im Vorteil sind

Das Infektionsrisiko beim Schwimmen mit Kontaktlinsen entsteht durch die Linse selbst: Sie bietet Keimen eine Haftfläche und stört die Barriere des Tränenfilms. Nach einer Augenlaserbehandlung liegt kein Fremdkörper mehr auf dem Auge. Das bedeutet:

  • Kein linsenbedingtes Keimrisiko: Bakterien und Amöben wie Acanthamoeba fehlt die Haftfläche.
  • Intakter Tränenfilm: Die natürliche Schutzbarriere des Auges bleibt ungestört.
  • Keine Ablagerungen: Sand und Schwebstoffe setzen sich nicht mehr unter einer Linse fest.

Wie dauerhaft ist das Ergebnis?

Kontaktlinsen korrigieren die Fehlsichtigkeit nur, solange sie getragen werden; eine Augenlaser-OP korrigiert sie dauerhaft. Langzeitstudien zeigen, dass mehr als 90 % der Patienten nach einer Augenlaser-OP ihre volle Sehschärfe langfristig behalten.

Wichtig: Schonfrist nach der Behandlung

In den ersten Wochen nach der Augenlaser-OP sollten Sie auf Schwimmbad und Sauna verzichten, damit die Hornhaut ungestört heilt. Danach schwimmen Sie dauerhaft ohne Sehhilfe, ohne Linsenroutine und ohne linsenbedingtes Infektionsrisiko.

Persönliche Beratung bei Lasermed

Sie möchten beim Schwimmen nie wieder an Ihre Kontaktlinsen denken? Vereinbaren Sie eine unverbindliche Beratung bei Lasermed in Berlin, Hamburg oder Leipzig. Unsere Augenärzte prüfen, ob Ihre Augen für eine Laserbehandlung geeignet sind, und empfehlen das Verfahren, das zu Ihren Augen und Ihrem Alltag passt.

Häufige Fragen

Kann man mit Kontaktlinsen schwimmen gehen?

Kontaktlinsen beim Schwimmen zu tragen wird in der Regel nicht empfohlen. Pool-, See- und Meerwasser enthält Keime und Partikel, die sich unter der Linse ablagern und Infektionen oder Reizungen auslösen können.

Was passiert, wenn Chlorwasser unter die Kontaktlinse gelangt?

Chlor greift weiche Kontaktlinsen an und bildet winzige Poren und Risse im Linsenmaterial. Das verringert die Sauerstoffdurchlässigkeit und kann zu geröteten, brennenden Augen und einem Fremdkörpergefühl führen.

Können Kontaktlinsen beim Schwimmen verloren gehen?

Dass Linsen einfach herausgespült werden, ist ein Mythos. Weiche Linsen haften fest auf der Hornhaut. Formstabile Linsen können jedoch durch Wasserdruck verrutschen und unter dem Lid zu liegen kommen.

Wie gefährlich ist Acanthamoeba für Kontaktlinsenträger?

Acanthamoeba ist eine Amöbe, die in natürlichen und Poolwässern vorkommt. Gelangt sie über Kontaktlinsen in die Hornhaut, kann dies in seltenen Fällen zu einer hartnäckigen Hornhautentzündung und dauerhaftem Sehverlust führen. Augenärzte stufen Schwimmen mit Kontaktlinsen als zusätzlichen Risikofaktor ein.

Welche Kontaktlinsen sind am besten geeignet, wenn man nicht darauf verzichten kann?

Wenn Kontaktlinsen im Wasser unvermeidbar sind, empfehlen sich Einmallinsen (Tageslinsen). Diese kurz vor dem Schwimmen einsetzen und direkt danach entsorgen, um das Risiko so gering wie möglich zu halten.

Was ist die sicherste Alternative zu Kontaktlinsen beim Schwimmen?

Die sicherste Alternative ist eine dicht schließende Schwimmbrille, die es auch mit individueller Sehstärke gibt. So sehen Sie klar, ohne Ihre Augen Keimen und Chlor auszusetzen.