Augenlasern für Brillenträger mit hoher Dioptrien

Zuletzt aktualisiert: 5.01.2026

Präzise Möglichkeiten & medizinische Grenzen

Viele Menschen mit starker Fehlsichtigkeit wünschen sich ein Leben ohne Brille oder Kontaktlinsen. Die wichtigste Frage lautet daher: Ist Augenlasern für Brillenträger mit hoher Dioptrien möglich? Diese Frage lässt sich klar beantworten: Ja, es ist möglich – aber nur unter bestimmten medizinischen Voraussetzungen. Die Dioptrienzahl allein ist niemals ausschlaggebend. Entscheidend sind Hornhautdicke, Stabilität der Fehlsichtigkeit und der allgemeine Zustand des Auges. Erst wenn alle Kriterien erfüllt sind, ist eine Laserbehandlung sinnvoll.

Im Folgenden erhalten Sie eine präzise Übersicht über die maximal möglichen Dioptrienwerte, medizinische Grenzen, passende Laser-Verfahren und effektive Alternativen wie ICL oder Linsentausch.

Lasermed Augenlasern - Die Nr 1 für Ihre Augen in Berlin

Was gilt als hohe Dioptrien und warum ist das wichtig?

Hohe Dioptrienwerte spielen eine zentrale Rolle bei der Beurteilung, ob Augenlasern für Brillenträger mit hoher Dioptrien wirklich infrage kommt. Die Klassifikation dieser Werte hilft Augenärzten dabei, Risiken für Hornhaut und Sehschärfe realistisch einzuschätzen und die passende Behandlungsmethode auszuwählen.

Als hohe Fehlsichtigkeit gelten:

  • Kurzsichtigkeit ab -6 dpt
  • Weitsichtigkeit ab +4 dpt

In diesen Bereichen ist eine besonders sorgfältige Diagnostik notwendig. Die Laserenergie trägt Hornhautgewebe ab, weshalb ein stabiler Restbestand erhalten bleiben muss. Viele Patienten gehen davon aus, dass die Dioptrienzahl das wichtigste Kriterium ist – tatsächlich ist aber die Hornhautdicke oft der ausschlaggebende Faktor.

Medizinische Korrekturgrenzen bei Lasermed

Damit Sie nachvollziehen können, welches Verfahren welche Stärke korrigieren kann, finden Sie hier die präzisen Grenzen der gängigen Methoden. Diese Werte werden bei jeder Voruntersuchung individuell geprüft.

Methode

Kurzsichtigkeit

Weitsichtigkeit

Hornhautverkrümmung

ReLEx SMILE PRO

bis -7 dpt

bis +2 dpt

bis 2 dpt

Femto LASIK

bis -7 dpt

bis +4 dpt

bis 4 dpt

PRK

bis -4 dpt

bis +2 dpt

bis 2 dpt

Diese Grenzen haben einen medizinischen Hintergrund: Ein zu hoher Gewebeabtrag könnte die Hornhaut instabil machen. Deshalb ist eine Laserbehandlung oberhalb dieser Werte meist nicht sinnvoll.

Rechtliche Grundlage: Wann besteht Anspruch auf Sehhilfen?

Damit Patienten einschätzen können, wann Brillen oder Kontaktlinsen bezuschusst werden, lohnt sich ein Blick auf die gesetzlichen Regelungen. Diese Einordnung hilft auch zu verstehen, warum Laserbehandlungen nicht als medizinische Basisversorgung gelten.

Nach § 33 SGB V besteht ein Anspruch auf Kostenübernahme für Sehhilfen:

  • Ab 6 dpt Kurz- oder Weitsichtigkeit
  • Ab 4 dpt Hornhautverkrümmung

Die Versorgung mit Brillen oder Kontaktlinsen wird damit als medizinisch notwendig definiert. Refraktive Laserbehandlungen gehören jedoch nicht zu den erstattungsfähigen Leistungen. Sie werden als freiwillige Korrekturoperationen eingestuft, weshalb gesetzliche Krankenkassen sie üblicherweise nicht übernehmen.

Ihre Behandlungsmöglichkeiten bei Lasermed – im Überblick

Um Augenlasern für Brillenträger mit hoher Dioptrien so sicher und präzise wie möglich umzusetzen, bietet Lasermed unterschiedliche Verfahren an. Jede Methode deckt ein bestimmtes Korrekturspektrum ab und eignet sich für verschiedene anatomische Voraussetzungen. Ein einleitendes Beratungsgespräch klärt, welche Option im individuellen Fall ideal ist.

1. ReLEx SMILE PRO: Minimal-invasiv & besonders schonend

Diese Methode eignet sich besonders für Patienten, die eine sanfte Behandlung mit schneller Erholung wünschen. Durch die winzige Inzision bleibt die Hornhaut sehr stabil.

  • Bis -7 dpt Kurzsichtigkeit
  • Bis 2 dpt Hornhautverkrümmung
  • Sehr kurze Ausfallzeit und hohe Präzision

2. Femto-LASIK: Größtes Korrekturspektrum

Femto-LASIK ist die klassische Laserbehandlung mit den breitesten Anwendungsmöglichkeiten. Sie eignet sich für viele Patienten mit stabilen Werten und normaler Hornhautdicke.

  • Bis -7 dpt Kurzsichtigkeit
  • Bis +4 dpt Weitsichtigkeit
  • Bis 4 dpt Hornhautverkrümmung

3. PRK: Optimal bei dünner Hornhaut

Die PRK wird bevorzugt eingesetzt, wenn die Hornhaut dünn ist oder spezielle anatomische Bedingungen vorliegen. Da kein Flap entsteht, bleibt die Hornhaut strukturell stabil.

  • Bis -4 dpt Kurzsichtigkeit
  • Bis +2 dpt Weitsichtigkeit
  • Bis 2 dpt Hornhautverkrümmung

Alle drei Verfahren werden im Rahmen einer umfassenden Voruntersuchung verglichen. So entsteht eine maßgeschneiderte Empfehlung, die Risiken minimiert und das bestmögliche Ergebnis erzielt.

Ausschlusskriterien für eine Augenlaserbehandlung

Damit die Behandlung sicher ist, werden vor jedem Eingriff strenge Kriterien geprüft. Einige seltene Faktoren schließen eine Laserbehandlung sofort aus, andere erfordern lediglich eine zeitliche Verschiebung.

Zu den wichtigsten Ausschlusskriterien gehören:

  • Keratokonus – eine strukturelle Schwächung der Hornhaut
  • Deutlich zu dünne Hornhaut – unzureichender Rest nach dem Eingriff
  • Hornhautnarben oder ausgeprägte Vernarbungen
  • Aktive Entzündungen oder instabile Sehstärke

Wenn sich die Fehlsichtigkeit in den letzten 12–24 Monaten verändert hat, sollte die Behandlung verschoben werden, damit das Ergebnis dauerhaft stabil bleibt.

Alternativen bei sehr hoher Fehlsichtigkeit

Wenn die Dioptrienwerte über den Lasergrenzen liegen, stehen zwei besonders wirkungsvolle und bewährte Alternativen zur Verfügung. Beide Methoden eignen sich sehr gut für Patienten, die hohe Unabhängigkeit von Brillen erreichen möchten.

1. ICL – implantierbare Kontaktlinsen

Die ICL ist eine künstliche Linse, die zusätzlich zur natürlichen Linse eingesetzt wird. Da kein Hornhautgewebe abgetragen wird, ist sie besonders schonend – und vollständig reversibel.

  • Kurzsichtigkeit bis -20 dpt
  • Weitsichtigkeit bis +10 dpt
  • Hornhautverkrümmung bis 6 dpt
  • Ideal bei dünner Hornhaut oder sehr hohen Dioptrien

2. Refraktiver Linsentausch (RLE)

Beim refraktiven Linsentausch wird die natürliche Linse durch eine Kunstlinse ersetzt. Diese Methode ähnelt dem Eingriff beim Grauen Star – mit dem Vorteil, dass später kein Grauer Star mehr entstehen kann.

  • Optimal bei zusätzlich bestehender Alterssichtigkeit
  • Sehr große Korrekturmöglichkeiten
  • Dauerhafte Lösung ohne zukünftige Linsentrübung

Lasermed prüft im Rahmen einer individuellen Beratung alle Optionen und erstellt einen klaren, verständlichen Behandlungsvorschlag.

FAQ – Häufige Fragen zu Augenlasern hohe Dioptrien

Ist Augenlasern bei hoher Dioptrien möglich?

Augenlasern ist bei hoher Dioptrien möglich, wenn Hornhautdicke und Augengesundheit alle Sicherheitskriterien erfüllen.

Welche Alternativen gibt es bei sehr hoher Dioptrien?

Bei sehr hoher Dioptrien eignen sich ICL-Linsen oder ein refraktiver Linsentausch als sichere Alternativen.

Bis wie viel Dioptrien kann Femto-LASIK korrigieren?

Femto-LASIK korrigiert Kurzsichtigkeit bis -7 dpt, Weitsichtigkeit bis +4 dpt und Hornhautverkrümmung bis 4 dpt.

Wir bieten unseren Augen-Laser Service in Berlin, Hamburg und Leipzig für Sie an.