Beim Augenlasern kommt keine Vollnarkose zum Einsatz, sondern eine lokale Betäubung mit Augentropfen. Was diese bewirkt, was Sie während des Eingriffs spüren können und wann eine Sedierung infrage kommt, erklärt dieser Ratgeber.

Augen lasern ohne Vollnarkose: Welche Betäubung tatsächlich eingesetzt wird
Beim Augenlasern kommt in der Regel keine Vollnarkose zum Einsatz. Stattdessen betäubt der Augenarzt das Auge lokal mit speziellen Augentropfen. Diese Lokalanästhesie reicht für Eingriffe wie LASIK, LASEK oder SMILE vollständig aus und ermöglicht eine deutlich schnellere Erholung als eine allgemeine Anästhesie.
Die Betäubungstropfen machen die Hornhautoberfläche unempfindlich, ohne das Bewusstsein zu beeinflussen. Sie bleiben während der gesamten Augenlaserbehandlung wach und kooperationsfähig, was für einen sicheren Ablauf wichtig ist.
Lokalanästhesie beim Augenlasern: So wirken Betäubungstropfen
Betäubungstropfen für refraktive Eingriffe enthalten Wirkstoffe wie Oxybuprocain oder Proxymetacain. Beide blockieren die Schmerzrezeptoren der Hornhaut, indem sie die Natriumkanäle der Nervenzellen hemmen. Die Wirkung setzt innerhalb weniger Minuten ein.
Die topische Anästhesie mit diesen Wirkstoffen ist ein etabliertes Verfahren in der Augenheilkunde. Sie wirkt lokal an der Hornhautoberfläche, ohne das zentrale Nervensystem zu beeinflussen. Das bedeutet: keine Bewusstseinsveränderung, keine Nachwirkungen wie Übelkeit und kein verlängerter Krankenhausaufenthalt.
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Betäubungstropfen einträufeln
Der Arzt träufelt Oxybuprocain oder Proxymetacain ins Auge, die Wirkung setzt innerhalb weniger Minuten ein.
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Auge fixieren
Der Patient fixiert einen Lichtpunkt, ein Lidsperrer hält das Auge offen.
- 03
Laserschritt
Der Excimerlaser oder Femtosekundenlaser trägt gezielt Hornhautgewebe ab, der Schritt dauert pro Auge weniger als 60 Sekunden.
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Abschluss und Kontrolle
Der Arzt prüft das Auge direkt nach dem Eingriff und gibt Verhaltenshinweise für die Erholungsphase.
Ablauf des Eingriffs: Was Patienten unter Betäubung spüren können
Unter der Betäubung empfinden die meisten Patienten keinen Schmerz. Möglich sind jedoch ein leichtes Druckgefühl und ein kurzes Fremdkörpergefühl, wenn der Augenarzt das Auge mit einem Lidsperrer offen hält. Diese Empfindungen sind in der Regel gut tolerierbar.
Der eigentliche Laserschritt dauert pro Auge in der Regel weniger als 60 Sekunden. Beim Femtosekundenlaser für den Flap-Schnitt bei der Femto-LASIK kommen noch einige Sekunden hinzu. Die Behandlung beider Augen ist im Gesamten häufig in unter 15 Minuten abgeschlossen.
Während der Laserbehandlung fixieren Sie einen Lichtpunkt. Der Excimerlaser oder Femtosekundenlaser korrigiert dabei den Sehfehler, indem er gezielt Hornhautgewebe abträgt. Ein kurzes Flackern des Lichts oder ein leichter Geruch sind möglich und gelten als normale Wahrnehmungen während des Eingriffs.
Vollnarkose beim Augenlasern: Wann sie ausnahmsweise sinnvoll sein kann
Eine Vollnarkose ist bei Standardeingriffen wie LASIK oder LASEK medizinisch nicht notwendig und wird in der Regel nicht empfohlen. Eine allgemeine Anästhesie birgt eigene Risiken, darunter Kreislaufreaktionen, Übelkeit und ein verlängertes Monitoring nach dem Eingriff.
In Ausnahmefällen kann ein Arzt eine leichte Sedierung erwägen, beispielsweise bei ausgeprägter Angst vor dem Eingriff oder bei bestimmten Vorerkrankungen. Die Entscheidung trifft immer der behandelnde Facharzt für Augenheilkunde in Absprache mit dem Patienten. Eine echte Vollnarkose bleibt speziellen medizinischen Situationen vorbehalten und ist bei Augenlaserbehandlungen ein seltener Ausnahmefall.
Femto-LASIK
Betäubung
Augentropfen (lokal)
Dauer Laserschritt
unter 60 Sekunden/Auge
Erholungszeit
kurz, meist ab Tag 1
LASEK / PRK
Betäubung
Augentropfen (lokal)
Dauer Laserschritt
unter 60 Sekunden/Auge
Erholungszeit
mehrere Tage bis Wochen
SMILE
Betäubung
Augentropfen (lokal)
Dauer Laserschritt
unter 60 Sekunden/Auge
Erholungszeit
kurz, vergleichbar Femto-LASIK
LASIK, LASEK und SMILE im Vergleich: Unterschiede bei Betäubung und Erholung
LASIK, LASEK und SMILE setzen alle auf lokale Betäubung durch Augentropfen. Die Anästhesiemethode ist bei allen drei Verfahren identisch. Die Unterschiede liegen im Gewebeabtrag und der anschließenden Erholungszeit:
- Femto-LASIK: Ein Femtosekundenlaser erzeugt einen dünnen Hornhautflap, darunter trägt der Excimerlaser Gewebe ab. Die Sehschärfe verbessert sich in der Regel bereits am nächsten Tag. Die Erholungszeit ist kurz.
- LASEK und PRK: Bei diesen Oberflächenbehandlungen wird kein Flap gebildet. Stattdessen wird das Hornhautepithel abgetragen. Die Heilungsphase dauert länger, meist mehrere Tage bis Wochen, und erfordert eine intensivere Nachsorge mit Augentropfen und einer Schutzlinse.
- SMILE: Beim SMILE-Verfahren entnimmt der Femtosekundenlaser eine linsenförmige Gewebescheibe über einen kleinen Schnitt. Es entsteht kein Flap. Die Erholung verläuft in der Regel schnell, vergleichbar mit der Femto-LASIK.
Bei allen drei Methoden gilt: Die Betäubung mit Oxybuprocain oder Proxymetacain macht den Eingriff für den Patienten angenehm. Die Wahl des geeigneten Verfahrens hängt von der Hornhautdicke, dem Sehfehler und individuellen Voraussetzungen ab, nicht von der Betäubungsform.
Verhalten nach der Laserbehandlung: Praktische Hinweise für die Erholungsphase
Nach dem Eingriff klingt die Betäubungswirkung der Augentropfen ab. Ein leichtes Brennen, Tränen oder ein Lichtempfindlichkeitsgefühl sind in den ersten Stunden möglich und in der Regel normal. Beachten Sie diese Verhaltensregeln nach der Augenlaserbehandlung:
- Steuern Sie in den ersten Stunden nach dem Eingriff kein Fahrzeug. Organisieren Sie eine Begleitung für den Heimweg.
- Reiben Sie das Auge nicht. Mechanischer Druck kann den Heilungsprozess beeinträchtigen.
- Verwenden Sie die verordneten Augentropfen konsequent nach dem Zeitplan des Arztes. Antibiotische und entzündungshemmende Tropfen schützen das Auge in der Heilungsphase.
- Tragen Sie nach LASEK oder PRK die verordnete Verbandslinse, bis der Arzt sie abnimmt.
- Meiden Sie in den ersten Tagen Schwimmbäder, Saunen und staubige Umgebungen.
Sehvermögen und Empfindlichkeit verbessern sich nach der Behandlung schrittweise. Bei anhaltenden Schmerzen, starker Rötung oder einer deutlichen Sehverschlechterung wenden Sie sich umgehend an Ihre behandelnde Klinik.
Medizinische Standards und Sicherheit: Was Leitlinien zur Betäubung beim Augenlasern belegen
Laut aktuellen ophthalmologischen Leitlinien gilt die topische Anästhesie mit Augentropfen als etabliertes und gut verträgliches Verfahren für refraktive Eingriffe. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) hat Standards für die Durchführung refraktiver Laserbehandlungen definiert, die unter anderem die Qualifikation der Operateure und die Voruntersuchung der Patienten regeln.
Bei Lasermed erfolgen alle Eingriffe nach dem aktuellen Standard der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). Die Behandlungen werden von erfahrenen Fachärzten für Augenheilkunde durchgeführt. Die topische Anästhesie mit Betäubungstropfen ist dabei seit Jahrzehnten in der refraktiven Chirurgie bewährt und wird weltweit bei Millionen von LASIK- und LASEK-Eingriffen eingesetzt.
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Ob ein Augenlaser-Eingriff für Sie geeignet ist und welche Betäubungsform infrage kommt, klärt ein individuelles Beratungsgespräch mit einem Facharzt. Lasermed bietet eine umfassende Voruntersuchung, in der Hornhautdicke, Sehfehler und gesundheitliche Voraussetzungen geprüft werden. Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus lassen sich in vielen Fällen korrigieren, wenn die Eignung gegeben ist.
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Häufige Fragen
Bekomme ich beim Augenlasern eine Vollnarkose?
Beim Augenlasern wird in der Regel keine Vollnarkose eingesetzt. Die Betäubung erfolgt lokal mit Augentropfen, die die Hornhaut innerhalb weniger Minuten unempfindlich machen. Sie bleiben während des Eingriffs vollständig wach.
Tut das Augenlasern weh?
Unter der Wirkung der Betäubungstropfen empfinden die meisten Patienten keinen Schmerz. Ein leichtes Druckgefühl oder kurzes Fremdkörpergefühl kann auftreten, ist aber in der Regel gut tolerierbar.
Welche Wirkstoffe enthalten die Betäubungstropfen beim Augenlasern?
Betäubungstropfen für refraktive Eingriffe enthalten häufig Oxybuprocain oder Proxymetacain. Beide Wirkstoffe blockieren die Schmerzrezeptoren der Hornhaut und setzen innerhalb weniger Minuten ein.
Wie lange dauert die Laserbehandlung pro Auge?
Der eigentliche Laserschritt dauert pro Auge in der Regel weniger als 60 Sekunden. Die gesamte Behandlung beider Augen ist häufig in unter 15 Minuten abgeschlossen.
Kann ich nach dem Augenlasern sofort Auto fahren?
Nein, in den ersten Stunden nach dem Eingriff sollten Sie kein Fahrzeug steuern. Organisieren Sie eine Begleitung für den Heimweg, da das Sehvermögen direkt nach der Behandlung noch eingeschränkt sein kann.
Unterscheidet sich die Betäubung bei LASIK, LASEK und SMILE?
Nein, alle drei Verfahren verwenden dieselbe lokale Betäubung mit Augentropfen. Die Unterschiede liegen im Operationsverfahren und der Erholungszeit, nicht in der Anästhesiemethode.
Wann kann eine Sedierung beim Augenlasern sinnvoll sein?
In Ausnahmefällen, etwa bei ausgeprägter Angst vor dem Eingriff, kann ein Arzt eine leichte Sedierung erwägen. Die Entscheidung trifft der behandelnde Facharzt individuell; eine echte Vollnarkose ist beim Augenlasern sehr selten notwendig.
