Augen lasern lassen: Welche Voraussetzungen müssen Sie erfüllen?

Mai 13, 2025

Augenlasern ist die Korrektur einer Fehlsichtigkeit per Laser an der Hornhaut. Wer seine Augen lasern lassen möchte, muss 5 Voraussetzungen erfüllen. Das Mindestalter liegt bei 18 Jahren. Die Sehstärke muss stabil sein, mit einer Schwankung von höchstens ± 0,5 Dioptrien im letzten Jahr. Die Augen müssen frei von relevanten Erkrankungen sein. Die Hornhautdicke muss für ReLEx SMILE Pro und Femto-LASIK mindestens 500 Mikrometer betragen. Und die Fehlsichtigkeit muss im Behandlungsbereich des gewählten Verfahrens liegen. Ob Sie für das Augenlasern geeignet sind, entscheiden messbare Werte. Den fachlichen Rahmen setzt die Kommission für Refraktive Chirurgie (KRC) mit ihrer Empfehlung von Mai 2024, die Grenzwerte bei Lasermed liegen teils enger. Erfüllen Sie die 5 Voraussetzungen, kommen moderne Verfahren für Sie infrage: ReLEx SMILE Pro (Small Incision Lenticule Extraction), Femto-LASIK (Laser-in-situ-Keratomileusis), PRK (Photorefraktive Keratektomie) oder PRESBYOND. Die endgültige Eignung klärt die augenärztliche Voruntersuchung mit der Vermessung Ihrer Augen.

Lasermed Augenlasern - Die Nr 1 für Ihre Augen in Berlin

Die 5 Grundvoraussetzungen für das Augenlasern

Die Eignung fürs Augenlasern prüfen wir anhand von 5 Kriterien. Mindestalter und die Augenerkrankungen, die einen Eingriff ausschließen, folgen den Empfehlungen der KRC, Stand Mai 2024. Die Behandlungsbereiche liegen innerhalb des KRC-Rahmens. Bei der Hornhautdicke gilt ein engerer Lasermed-Hausstandard, für die Stabilität der Sehstärke nennt die KRC keinen Wert. Die KRC ist die gemeinsame Kommission von Deutscher Ophthalmologischer Gesellschaft (DOG) und Berufsverband der Augenärzte (BVA) und setzt in Deutschland den fachlichen Maßstab. Jeden Punkt vermessen wir bei Lasermed in der Voruntersuchung einzeln:

1. Mindestalter und ausgereiftes Auge. Augenlasern ist ab 18 Jahren möglich, Behandlungen unter 18 sind laut KRC kontraindiziert. Entscheidend ist ein ausgereiftes Auge mit stabiler Sehstärke, erfahrungsgemäß ab etwa 25 Jahren. Eine Altersobergrenze für das Augenlasern gibt es nicht. Mit der Alterssichtigkeit ab etwa 45 Jahren wählen wir ein Verfahren, das auch die Nähe korrigiert: PRESBYOND oder einen Linsentausch.

2. Stabile Sehstärke. Ihre Fehlsichtigkeit darf sich im letzten Jahr um höchstens ± 0,5 Dioptrien verändert haben. Das Jahr als Prüfzeitraum entspricht der Vorgabe der amerikanischen Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration (FDA). Die FDA stuft eine Änderung der Brillen- oder Kontaktlinsenwerte im vergangenen Jahr als refraktive Instabilität ein. Der Wert ± 0,5 Dioptrien ist der Lasermed-Hausstandard, die KRC nennt keinen Zahlenwert. Bei fortschreitender Fehlsichtigkeit raten wir zum Warten, weil sonst eine Nachkorrektur wahrscheinlich wird.

3. Gesunde Augen. Erkrankungen wie Grauer Star (Katarakt), Grüner Star (Glaukom) oder Keratokonus (eine kegelförmige Vorwölbung der Hornhaut) müssen vor einem Eingriff ausgeschlossen sein. Eine aktive Entzündung am Auge verschiebt den Eingriff bis zur Ausheilung. Dauerhaft trockene Augen und Wundheilungsstörungen wägen wir im Einzelfall ab, wie es auch die FDA vorsieht.

4. Ausreichende Hornhautdicke. Für ReLEx SMILE Pro und Femto-LASIK fordern wir bei Lasermed eine Hornhautdicke von mindestens 500 Mikrometern (µm). Die KRC setzt die Grenze bei Femtosekundenlaser-Verfahren bei 480 Mikrometern und verlangt unabhängig davon ein Reststroma von mindestens 250 Mikrometern nach dem Abtrag. Die Hornhautdicke messen wir bei der Voruntersuchung per Pachymetrie. Bei dünnerer Hornhaut kommen die PRK oder eine ICL-Linse (implantierbare Kontaktlinse) infrage. Details erklärt der Beitrag zur Hornhautdicke beim Augenlasern.

5. Fehlsichtigkeit im Behandlungsbereich. Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung müssen im Korrekturbereich des Verfahrens liegen. Die genauen Dioptrien-Grenzen je Verfahren stehen in der Tabelle im Abschnitt Dioptrien-Grenzen.

Lasermed-Standard im Vergleich zu KRC und AAO

Lasermed fordert 500 statt 480 Mikrometer Hornhautdicke. Die Obergrenze für Kurzsichtigkeit liegt bei Femto-LASIK und ReLEx SMILE Pro auf −7 statt −8 Dioptrien, also enger, als die Leitlinien vorgeben. Bei der Kontaktlinsenpause gilt mit 14 Tagen das obere Ende der AAO-Spanne als Minimum. Engere Werte bedeuten mehr Sicherheitsreserve an der Hornhaut und stabilere Messwerte. Der Vergleich zeigt, wo Hausstandard und Empfehlung auseinanderliegen. Maßstab sind die KRC-Empfehlung (Mai 2024) und die Leitlinie zur refraktiven Chirurgie der American Academy of Ophthalmology (AAO, 2022, aktualisiert 2024):

KriteriumLeitlinieLasermed-Standard
MindestalterKRC: 18 Jahre18 Jahre, stabile Werte meist ab 25
Hornhautdicke vor dem Eingriff (Femtosekundenlaser)KRC: mindestens 480 µmmindestens 500 µm
Reststroma nach dem AbtragKRC: mindestens 250 µmmindestens 250 µm
Kurzsichtigkeit Femto-LASIKKRC: Anwendungsbereich bis −8 dpt, Grenzbereich bis −10 dptbis −7 dpt
Kurzsichtigkeit ReLEx SMILEKRC: Anwendungsbereich −1 bis −8 dpt, Grenzbereich bis −10 dptbis −7 dpt
Kontaktlinsenpause weiche sphärische LinsenAAO: 3 Tage bis 2 Wochen14 Tage
Kontaktlinsenpause formstabile LinsenAAO: deutlich länger als bei weichen sphärischen Linsen28 Tage

Welche Fehlsichtigkeiten lassen sich lasern?

Lasern lassen sich die 4 häufigen Fehlsichtigkeiten: Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung und Alterssichtigkeit. Umgangssprachlich heißen sie Sehschwäche. Ob der Laser oder eine Linse die bessere Behandlung ist, hängt von Ihren Dioptrienwerten und Ihrer Hornhaut ab. Das entscheiden unsere Augenchirurgen nach der Voruntersuchung. Die Dioptrie beschreibt die Brechkraft des Auges, Kurzsichtigkeit trägt ein negatives Vorzeichen, Weitsichtigkeit ein positives.

Kurzsichtigkeit (Myopie). Kurzsichtigkeit ist der häufigste Sehfehler, Kurzsichtige sehen in der Ferne unscharf. Augen lasern bei Kurzsichtigkeit beherrschen alle 3 Standard-Laserverfahren: ReLEx SMILE Pro und Femto-LASIK bis −7 Dioptrien, die PRK bis −4 Dioptrien. Mehr dazu im Beitrag Kurzsichtigkeit lasern.

Weitsichtigkeit (Hyperopie). Augen lasern bei Weitsichtigkeit korrigieren wir mit der Femto-LASIK bis +4 Dioptrien und mit der PRK bis +2 Dioptrien. Weitsichtige sehen in der Nähe unscharf, weil der Brennpunkt hinter der Netzhaut liegt. ReLEx SMILE Pro bleibt Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung vorbehalten. Ausschlaggebend ist bei Weitsichtigkeit die Hornhautdicke. Details im Beitrag Weitsichtigkeit lasern.

Hornhautverkrümmung (Astigmatismus). Augenlasern bei Hornhautverkrümmung ist mit allen 3 Standard-Laserverfahren möglich, ReLEx SMILE Pro und PRK bis −2 Dioptrien, die Femto-LASIK auch bei höheren Werten. Die unregelmäßig gekrümmte Hornhaut bricht das Licht verzerrt, und die Verkrümmung tritt oft zusammen mit Kurz- oder Weitsichtigkeit auf. Details im Beitrag Hornhautverkrümmung lasern.

Alterssichtigkeit (Presbyopie). Ab etwa 45 Jahren verliert die Augenlinse ihre Elastizität, das Lesen von Kleingedrucktem wird anstrengend. Alterssichtigkeit korrigieren wir mit dem Laserverfahren PRESBYOND oder mit einem Linsentausch mit Multifokallinse. Welches Verfahren passt, erklärt der Beitrag Altersweitsichtigkeit lasern.

Eine Übersicht aller 4 Sehfehler und ihrer Behandlung gibt die Seite Fehlsichtigkeit lasern.

Dioptrien-Grenzen je Verfahren im Überblick

Beim Augen lasern sind die Dioptrien das erste Kriterium für die Verfahrenswahl, denn jedes Verfahren hat einen festen Behandlungsbereich. Bei Lasermed reichen die Behandlungsbereiche der 3 Standard-Laserverfahren von −7 Dioptrien Kurzsichtigkeit bis +4 Dioptrien Weitsichtigkeit. PRESBYOND korrigiert im Rahmen der Alterssichtigkeit Kurzsichtigkeit bis −8 Dioptrien. Die folgende Tabelle zeigt die Behandlungsbereiche, mit denen wir bei Lasermed arbeiten:

VerfahrenKurzsichtigkeitWeitsichtigkeitHornhautverkrümmung
ReLEx SMILE Probis −7 dptnicht geeignetbis −2 dpt
Femto-LASIKbis −7 dptbis +4 dptmöglich, Grenze nach Voruntersuchung
PRKbis −4 dptbis +2 dptbis −2 dpt
PRESBYONDbis −8 dpt (im Rahmen der Alterssichtigkeit)bis +2 dptbis −2 dpt

Die KRC-Empfehlungen nennen als Anwendungsbereich für LASIK-Verfahren Kurzsichtigkeit bis −8 Dioptrien, Weitsichtigkeit bis +3 und Hornhautverkrümmung bis 5 Dioptrien. Für die Laser-Lentikel-Extraktion (SMILE) liegt der Anwendungsbereich bei −1 bis −8 Dioptrien. Werte darüber gelten als Grenzbereich und erfordern eine intensivere Aufklärung. Unsere Lasermed-Werte liegen bewusst konservativ innerhalb der KRC-Rahmenwerte, weil Sicherheit bei der Verfahrenswahl vorgeht. Höhere Fehlsichtigkeiten behandeln wir mit Alternativen wie der ICL-Linse.

Die Hintergründe zu Dioptrien und was Ihr Wert konkret bedeutet, erklärt der Beitrag Dioptrien fürs Augenlasern. Bei sehr hohen Werten lesen Sie weiter im Beitrag zum Augenlasern bei hohen Dioptrien. Was hinter dem Kürzel dpt steckt: Dioptrie ist die Maßeinheit der Brechkraft, ein Wert von −4 dpt bedeutet eine mittlere Kurzsichtigkeit.

Welches Verfahren passt zu welchen Voraussetzungen?

Die Verfahrenswahl folgt aus 3 Faktoren: Ihrer Fehlsichtigkeit, Ihrer Hornhautdicke und Ihrem Alltag. Bei Lasermed setzen wir 3 Standard-Laserverfahren ein und mit PRESBYOND eine Femto-LASIK-Variante für die Alterssichtigkeit, jede dieser Methoden mit einem eigenen Eignungsprofil:

VerfahrenGeeignet beiBesonderheit
ReLEx SMILE ProKurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung, Hornhautdicke ab 500 µmZugang von 2 bis 3 mm ohne Hornhaut-Flap, schont die Hornhautnerven und senkt das Risiko trockener Augen
Femto-LASIKKurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung, Hornhautdicke ab 500 µmFemtosekundenlaser erzeugt einen Flap, Excimer-Laser korrigiert darunter; breitester Behandlungsbereich
PRKGeringe bis mittlere Fehlsichtigkeit, dünne Hornhaut, Kontaktsport und EinsatzberufeOberflächenbehandlung ohne Flap, der Excimer-Laser arbeitet direkt unter der obersten Zellschicht
PRESBYONDAlterssichtigkeit ab etwa 45 Jahren, Mindestalter über 40Laser Blended Vision von Zeiss, Flap wie bei der Femto-LASIK, korrigiert Nähe und Ferne

ReLEx SMILE Pro ist die Weiterentwicklung der Femto-LASIK. Der Femtosekundenlaser formt im Inneren der Hornhaut ein kleines Gewebestück (Lentikel), das der Chirurg über einen Zugang von 2 bis 3 Millimetern entfernt. Der Zugang über den Flap der Femto-LASIK ist dagegen mit etwa 20 Millimetern deutlich größer. Die Augen erholen sich nach der ReLEx SMILE Pro deshalb meist schneller, und die Nervenstrukturen der Hornhaut bleiben weitgehend erhalten. Bei Weitsichtigkeit und bei starker Fehlsichtigkeit liefert die Femto-LASIK die besseren Ergebnisse. Wie beide Verfahren ablaufen, zeigen die Seiten zur ReLEx SMILE Pro und zur Femto-LASIK.

Die PRK verzichtet auf den Flap. Der Excimer-Laser modelliert die Hornhaut direkt unter der obersten Zellschicht. Damit ist die PRK die Wahl bei dünner Hornhaut. Sie passt auch für Menschen, bei denen ein Flap sich verschieben könnte, etwa beim Kontaktsport oder in Einsatzberufen bei Polizei, Feuerwehr und Bundeswehr. PRESBYOND verbindet die Femto-LASIK mit der Laser Blended Vision, einer Aufteilung der Sehbereiche zwischen beiden Augen. PRESBYOND richtet sich an Patienten mit beginnender Alterssichtigkeit ab etwa 45 Jahren.

Welche Erkrankungen und Lebensphasen das Augenlasern ausschließen

Gegen eine Augenlaserbehandlung sprechen 4 absolute Ausschlusskriterien, 3 zeitlich begrenzte Gründe und 5 Situationen mit individueller Abwägung. Die absoluten Ausschlusskriterien stammen aus der KRC-Liste:

  • Keratokonus und andere Hornhauterkrankungen, auch die Vorstufe (forme fruste Keratokonus), weil der Eingriff die Hornhaut zusätzlich schwächen würde
  • Visuell relevanter Grauer Star (Katarakt), hier ist der Linsentausch das richtige Verfahren statt des Lasers
  • Grüner Star (Glaukom) mit ausgeprägten Gesichtsfeldschäden
  • Feuchte (exsudative) Makuladegeneration, eine Erkrankung der Netzhautmitte

Zeitlich begrenzte Ausschlussgründe sind ein Alter unter 18 Jahren, eine instabile Sehstärke und eine aktive Entzündung am Auge. Alle 3 verschieben die Behandlung nur, bis das Mindestalter erreicht ist, die Werte stabil sind oder die Entzündung ausgeheilt ist.

Relative Ausschlusskriterien bedeuten eine individuelle Abwägung in der Voruntersuchung:

  • Schwangerschaft und Stillzeit, weil hormonelle Schwankungen die Sehwerte verändern und die Messwerte verfälschen können. Wir empfehlen, die Behandlung nach der Stillzeit zu planen. Details im Beitrag zum Augenlasern bei Schwangerschaft.
  • Diabetes mellitus, gut eingestellt meist behandelbar, schlecht eingestellt ein Risiko für die Wundheilung.
  • Autoimmunerkrankungen wie Rheuma, weil sie die Heilung beeinflussen können.
  • Bestimmte Medikamente wie Isotretinoin (Akne-Medikament), hier entscheidet der Arzt im Einzelfall.
  • Dauerhaft trockene Augen, weil das Lasern die Beschwerden verstärken kann, hier entscheidet der Tränenfilm-Befund der Voruntersuchung.

Voruntersuchung: So prüfen wir Ihre Eignung

Die Voruntersuchung ist die verbindliche Eignungsprüfung vor jeder Augenlaser-Operation. Bei Lasermed vermessen wir dabei 6 Parameter:

  • die Fehlsichtigkeit in Dioptrien
  • die Hornhautdicke (Pachymetrie)
  • die Hornhautform (Topographie)
  • den Tränenfilm
  • die Pupillengröße
  • den Augeninnendruck

Erst die Vermessung der 6 Parameter zeigt, welches Verfahren für Ihre Augen infrage kommt. Ob ein Ausschlusskriterium vorliegt, klären die Netzhautkontrolle und die Beurteilung durch den Augenarzt. Die Eignungsprüfung bei Lasermed läuft in 4 Schritten ab:

  1. Termin vereinbaren. Das Beratungsgespräch ist kostenfrei, die Voruntersuchung findet in Berlin, Hamburg und Leipzig statt.
  2. Kontaktlinsenpause einhalten. Weiche Linsen 14 Tage, formstabile Linsen 28 Tage vor dem Termin absetzen.
  3. Messungen in einer Sitzung. Die 6 Parameter und eine Netzhautkontrolle nach Pupillenerweiterung dauern zusammen 2 bis 3 Stunden. Planen Sie eine Begleitperson ein, weil die pupillenerweiternden Tropfen das Sehen vorübergehend trüben.
  4. Ergebnisbesprechung. Der Augenarzt legt fest, ob das Augenlasern möglich ist, welches Verfahren passt und was die Behandlung kostet.

Den Ablauf im Detail erklärt der Beitrag zu den Augenlaser-Voruntersuchungen.

Vor dem Augen lasern ist die Kontaktlinsenpause Pflicht, weil Kontaktlinsen die Hornhaut vorübergehend verformen und das Messergebnis verfälschen. Unsere Vorgabe bei Lasermed: Setzen Sie weiche Kontaktlinsen mindestens 2 Wochen vor der Voruntersuchung ab. Formstabile (harte) Linsen setzen Sie mindestens 4 Wochen vorher ab. Die American Academy of Ophthalmology (AAO) nennt in ihrer Leitlinie zur refraktiven Chirurgie (2022, aktualisiert 2024) eigene Fristen. Bei weichen sphärischen Linsen empfiehlt die AAO eine Pause von 3 Tagen bis 2 Wochen. Bei torischen und formstabilen Linsen fordert die AAO eine deutlich längere Pause, weil sie die Hornhaut stärker verformen.

Alternativen, wenn das Augenlasern nicht möglich ist

Für Patienten außerhalb der Laser-Voraussetzungen gibt es 2 bewährte Alternativen zu Brille und Kontaktlinsen. Wir greifen auf eine Linse im Auge zurück, wenn Augenlasern nicht möglich ist:

EVO ICL (implantierbare Kontaktlinse). Der Chirurg setzt die ICL-Linse zwischen Regenbogenhaut (Iris) und körpereigener Linse ein. Sie bleibt dauerhaft im Auge, von außen unsichtbar. Die Hornhaut bleibt unverändert, deshalb eignet sich das Verfahren auch bei dünner Hornhaut und bei hoher Fehlsichtigkeit. Die amerikanische Zulassung (FDA) umfasst Kurzsichtigkeit von −3 bis −20 Dioptrien. Seit Februar 2026 gilt sie für Patienten von 21 bis 60 Jahren, vorher lag die Altersgrenze bei 45 Jahren. Die europäische CE-Kennzeichnung, CE steht für Conformité Européenne, umfasst einen Bereich von −0,5 bis −20 Dioptrien. Voraussetzung ist eine ausreichende Vorderkammertiefe, laut KRC mindestens 2,8 Millimeter bei Kurzsichtigkeit. Ob die Vorderkammer tief genug ist, klärt die anatomische Augenuntersuchung vor einer ICL-Implantation. Wie die Implantation abläuft, zeigt die Seite zu ICL-Linsen.

Refraktiver Linsentausch. Beim refraktiven Linsentausch (RLA) ersetzt eine Kunstlinse die körpereigene Linse, ähnlich wie bei einer Operation des Grauen Stars. Multifokallinsen ermöglichen dabei scharfes Sehen in allen Entfernungen. EDOF steht für Extended Depth of Focus: EDOF-Linsen bieten eine erweiterte Tiefenschärfe im Fern- und Zwischenbereich. Das Verfahren eignet sich besonders für Patienten ab etwa 45 Jahren, bei denen die Alterssichtigkeit beginnt. An der Kunstlinse kann später kein Grauer Star mehr entstehen. Welche Linsen dabei infrage kommen, erklärt die Seite zum refraktiven Linsentausch.

Ob und welche Alternative infrage kommt, klärt die Voruntersuchung. Eine Absage zum Lasern ist bei uns immer eine ehrliche Empfehlung.

Ihr nächster Schritt: die Voruntersuchung bei Lasermed

Ob Sie die 5 Voraussetzungen für das Augenlasern erfüllen, beantwortet verbindlich nur die Voruntersuchung. Bei Lasermed in Berlin, Hamburg und Leipzig prüfen unsere Spezialisten Ihre Augen mit moderner Diagnostik. Sie erhalten eine ehrliche Empfehlung, auch dann, wenn wir von einem Eingriff abraten. Vereinbaren Sie Ihren kostenlosen Beratungstermin bei Lasermed.

Häufige Fragen zu den Voraussetzungen fürs Augenlasern

Bin ich für das Augenlasern geeignet?

Für das Augenlasern geeignet sind Sie, wenn Sie 5 Voraussetzungen erfüllen. Sie sind mindestens 18 Jahre alt. Ihre Sehstärke ist seit einem Jahr stabil, mit höchstens ± 0,5 Dioptrien Schwankung. Ihre Augen sind gesund, also frei von Grauem Star, Grünem Star und Keratokonus. Ihre Hornhaut ist dick genug für das gewählte Verfahren, bei ReLEx SMILE Pro und Femto-LASIK mindestens 500 Mikrometer. Und Ihre Fehlsichtigkeit liegt im Behandlungsbereich des Verfahrens. Ob alle 5 Punkte zutreffen, zeigt die Voruntersuchung bei Lasermed mit 6 Messwerten.

Ab wann kann man die Augen lasern lassen?

Das Mindestalter für das Augenlasern liegt bei 18 Jahren. Behandlungen darunter sind laut KRC kontraindiziert. Entscheidender als das Lebensalter ist die stabile Sehstärke: Sie darf sich im letzten Jahr um höchstens ± 0,5 Dioptrien verändert haben. Das ist erfahrungsgemäß ab etwa 25 Jahren der Fall. Ab etwa 45 Jahren kommt die Alterssichtigkeit hinzu, dann sind PRESBYOND oder ein Linsentausch die passenden Verfahren. Wie das Alter die Verfahrenswahl beeinflusst, erklärt der Beitrag Augenlasern ab welchem Alter.

Bis zu wie vielen Dioptrien kann man die Augen lasern?

Die Dioptrien-Grenzen hängen vom Verfahren ab. Bei Lasermed korrigiert die Femto-LASIK Kurzsichtigkeit bis −7 dpt und Weitsichtigkeit bis +4 dpt. ReLEx SMILE Pro korrigiert Kurzsichtigkeit bis −7 dpt, die PRK bis −4 dpt. PRESBYOND korrigiert im Rahmen der Alterssichtigkeit Kurzsichtigkeit bis −8 dpt. Bei höheren Werten kommen ICL-Linsen infrage. Details erklärt der Beitrag Dioptrien fürs Augenlasern.

Ab wie vielen Dioptrien lohnt sich das Augenlasern?

Eine feste Untergrenze in Dioptrien gibt es beim Augenlasern nicht. Die KRC nennt nur für die Laser-Lentikel-Extraktion (ReLEx SMILE) einen Anwendungsbereich ab −1 Dioptrie, für LASIK und PRK keine Untergrenze. Ob sich eine geringere Fehlsichtigkeit behandeln lässt, entscheidet die Voruntersuchung im Einzelfall. Maßgeblich sind stabile Werte und die Einschränkung im Alltag, etwa wenn Sie Kontaktlinsen schlecht vertragen oder die Brille im Beruf stört.

Kann man eine Hornhautverkrümmung lasern, und bis zu wie vielen Dioptrien?

Eine Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) lässt sich mit allen 3 Standard-Laserverfahren korrigieren. Bei Lasermed behandeln ReLEx SMILE Pro und PRK eine Hornhautverkrümmung bis −2 dpt, die Femto-LASIK auch höhere Werte im KRC-Rahmen. Die KRC-Empfehlungen nennen als Anwendungsbereich für LASIK-Verfahren bis zu 5 dpt Astigmatismus. Welche Korrektur bei Ihrer Verkrümmung möglich ist, zeigt die Vermessung bei der Voruntersuchung.

Geht Augenlasern auch bei dünner Hornhaut?

Eine dünne Hornhaut lässt das Lasern mit der PRK zu. Für ReLEx SMILE Pro und Femto-LASIK fordern wir bei Lasermed mindestens 500 Mikrometer Hornhautdicke. Liegen Sie darunter, kommen die PRK als schonendere Oberflächenbehandlung oder die ICL-Linse infrage, bei der die Hornhaut unverändert bleibt. Welche Option passt, erklärt der Beitrag zum Augenlasern bei dünner Hornhaut.

Kann ich mich mit Diabetes lasern lassen?

Ein gut eingestellter Diabetes mellitus ist meist kein Ausschlusskriterium. Entscheidend sind stabile Blutzuckerwerte und der Ausschluss diabetesbedingter Augenveränderungen bei der Voruntersuchung. Ein schlecht eingestellter Diabetes erhöht das Risiko für Heilungsprobleme und spricht gegen einen Eingriff.

Wie lange muss ich vor der Voruntersuchung auf Kontaktlinsen verzichten?

Die Kontaktlinsenpause vor der Voruntersuchung beträgt bei weichen Kontaktlinsen mindestens 2 Wochen und bei formstabilen (harten) Linsen mindestens 4 Wochen. Nur so behält die Hornhaut ihre natürliche Form, und die Vermessung liefert präzise Werte.

Was kostet das Augenlasern, und zahlt die Krankenkasse?

Der Preis hängt vom Verfahren und von Ihren Messwerten ab, etwa Dioptrien, Hornhautdicke und Pupillengröße. Die verbindliche Kostenaufstellung erhalten Sie in der Ergebnisbesprechung nach der Voruntersuchung, eine Finanzierung in Raten ist über unsere Zahlungsdienstleister möglich. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für das Augenlasern in der Regel nicht, weil es als elektiver Eingriff gilt, private Versicherungen erstatten je nach Tarif. Preise je Verfahren zeigt die Seite Augen lasern Kosten. Die Einzelheiten zur Kostenübernahme und zur steuerlichen Absetzbarkeit erklärt der Beitrag zur Krankenkasse und den Voraussetzungen beim Augenlasern.