Ist eine Augenlaserbehandlung bei trockenen Augen geeignet?

Aug. 20, 2025

Viele Patienten, die unter trockenen Augen leiden, fragen sich: Ist eine Augenlaserbehandlung bei trockenen Augen überhaupt möglich? Die gute Nachricht: In vielen Fällen kann eine Augenlaser-OP auch bei trockenen Augen durchgeführt werden – vorausgesetzt, es erfolgt vorher eine gründliche augenärztliche Untersuchung und optimale Vorbereitung des Auges. Im Folgenden erfahren Sie, warum ein stabiler Tränenfilm für Heilung und klare Sehschärfe nach dem Augenlasern so wichtig ist, welche Risiken bei trockenen Augen bestehen und welche Laser-Behandlungsmethoden je nach Schweregrad geeignet sind.

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Warum ist das Thema trockene Augen beim Augenlasern relevant?

Ein stabiler Tränenfilm ist entscheidend für die Heilung und ein klares Sehergebnis nach einer Augenlaser-OP. Er versorgt die Hornhaut mit Nährstoffen, schützt vor Infektionen und bildet eine gleichmäßige optische Oberfläche für scharfes Sehen. Bei einer Augenlaserbehandlung (z.B.  LASIK, SMILE oder PRK) werden jedoch feine Hornhautnerven durchtrennt. Das kann die natürliche Tränenproduktion vorübergehend verringern und die Stabilität des Tränenfilms beeinträchtigen.

Bereits vorhandene trockene Augen vor dem Eingriff erhöhen das Risiko für postoperative Symptome des trockenen Auges – zum Beispiel Fremdkörpergefühl, Brennen oder verstärkte Lichtempfindlichkeit. Auch die Wundheilung kann verzögert sein, wodurch sich die Qualität der Sehkorrektur verschlechtern kann. Besonders gefährdet sind Menschen, die viel am Bildschirm arbeiten oder Kontaktlinsen tragen; diese Faktoren gehören zu den häufigen Ursachen dafür, dass der Tränenfilm instabil wird und die Augen trocken werden. Solche Patienten haben ein höheres Risiko für trockene Augen nach dem Lasern. Um Komplikationen zu vermeiden, ist daher eine sorgfältige augenärztliche Untersuchung vor dem Augenlasern unverzichtbar. Gegebenenfalls wird vorab eine gezielte Therapie eingeleitet, um die Symptome zu lindern und optimale Voraussetzungen für ein gutes Behandlungsergebnis zu schaffen.

Was vor dem Augenlasern bei trockenen Augen zu beachten ist

Bei trockenen Augen ist vor einer Laserbehandlung eine umfassende Diagnostik wichtig. Mit einer gründlichen Voruntersuchung (wie der Schirmer-Test oder die Beurteilung der Lidranddrüsen) wird sichergestellt, dass die Trockenheit der Augen erkannt und gezielt behandelt werden kann, bevor eine Augenlaser-OP erfolgt. So wird das Auge optimal auf den Eingriff vorbereitet.

Erst wenn das Auge ausreichend befeuchtet und reizfrei ist, kann eine Laser-Korrektur sicher durchgeführt werden. In der Vorbereitungsphase kommen verschiedene therapeutische Maßnahmen zum Einsatz, um die Augenoberfläche zu verbessern und den Tränenfilm zu stabilisieren:

  • Regelmäßige Anwendung von konservierungsmittelfreien Tränenersatzmitteln (künstliche Tränen) zur Befeuchtung der Augen
  • Entzündungshemmende Augentropfen (z.B. mit Cyclosporin A) zur Beruhigung der Augenoberfläche
  • Einnahme von Omega-3-Fettsäuren (Nahrungsergänzung) zur Unterstützung der Tränenfilmqualität
  • Tägliche Lidrandpflege (warme Kompressen und sanfte Lidrand-Massagen), um verstopfte Drüsen am Augenlid zu öffnen und die Lipidschicht des Tränenfilms zu verbessern
  • In einigen Fällen: Setzen von Punctum Plugs (winzige Stöpsel im Tränenkanal), damit der natürliche Tränenfilm länger auf der Augenoberfläche bleibt

Welche Maßnahmen im Einzelnen sinnvoll sind, hängt von Ihrer individuellen Augensituation ab. Ihr behandelnder Arzt wird einen passenden Therapieplan zusammenstellen, damit Ihre Augen für die Laserbehandlung bestmöglich vorbereitet sind.

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Welche Verfahren bei trockenen Augen geeignet sind

Je nach Ausprägung der Augentrockenheit kommen verschiedene Augenlaser-Verfahren infrage. Im Hinblick auf trockene Augen haben sich insbesondere folgende Methoden bewährt:

  • ReLEx SMILE PRO: Dieses minimal-invasive Verfahren kommt ohne Hornhaut-Flap aus und ist daher besonders geeignet für Patienten mit bereits trockenen Augen oder erhöhtem Risiko für Trockenheit nach dem Eingriff. Durch lediglich einen ca. 2 mm kleinen Schnitt bleiben die Hornhautnerven nahezu unversehrt, sodass die natürliche Tränenproduktion erhalten bleibt.
  • Femto-LASIK: Bei dieser klassischen Laser-Operation wird ein dünner Hornhautdeckel (Flap) präpariert. Das Durchtrennen und Anheben dieses Flaps beeinträchtigt zwar kurzzeitig die Hornhautnerven und reduziert die Tränenproduktion, jedoch ist eine Femto-LASIK nach entsprechender Vorbehandlung auch bei leicht bis mittelgradig trockenen Augen gut durchführbar.
  • PRK: Bei der PRK (Photorefraktive Keratektomie) wird nur die oberste Epithelschicht der Hornhaut abgetragen, ohne einen Schnitt in tieferes Gewebe. Dadurch bleiben die Hornhautnerven intakt, was das Risiko trockener Augen langfristig senkt. Die PRK eignet sich zudem bei sehr dünner Hornhaut oder bestimmten anatomischen Besonderheiten – insbesondere, wenn ReLEx SMILE PRO oder LASIK nicht empfohlen werden.
  • PRESBYOND: Dieses Verfahren ist eine spezialisierte Variante der Femto-LASIK zur Korrektur von Alterssichtigkeit (Presbyopie). PRESBYOND kann nach ärztlicher Einschätzung auch bei milden Formen trockener Augen angewendet werden, sofern der Tränenfilm vorab gut stabilisiert wurde.

Alternative Methoden bei starker Trockenheit

Wenn eine Augenlaserbehandlung (z.B. eine LASIK-OP) wegen ausgeprägter Trockenheit nicht infrage kommt, gibt es alternative Verfahren, bei denen die Hornhaut unberührt bleibt. Diese ermöglichen ebenfalls die Korrektur der Fehlsichtigkeit und schonen den Tränenfilm:

  • Implantierbare Kontaktlinsen (ICL Linsen): Zur Korrektur der Fehlsichtigkeit wird eine dünne Speziallinse zusätzlich zur körpereigenen Linse ins Auge eingesetzt – ohne die Hornhaut zu verändern. Der Tränenfilm bleibt stabil, was ICL besonders bei chronisch trockenen Augen, sehr dünner Hornhaut oder hoher Fehlsichtigkeit zu einer geeigneten Alternative macht.
  • Refraktiver Linsentausch: Dabei wird zur Korrektur der Fehlsichtigkeit die körpereigene Linse entfernt und durch eine Kunstlinse (z.B. Multifokal- oder EDOF-Linse) ersetzt. Dieser Eingriff lässt die Hornhaut unberührt und bietet eine zuverlässige Lösung, wenn eine Laserbehandlung nicht möglich ist.

Unabhängig vom gewählten Verfahren empfiehlt sich immer ein persönliches Beratungsgespräch. Wir bei Lasermed prüfen individuell, welche Behandlungsmethode für Sie infrage kommt, und finden den besten Weg zu Ihrer Brillenfreiheit.

Neu bei Lasermed: Sicca-Behandlung vor dem Augenlasern

Eine spezialisierte Sicca-Therapie vor der eigentlichen Augenlaser-Operation hilft, die Augenoberfläche zu verbessern. Innovative Methoden (wie z.B. die E-Eye-Lichtimpulstherapie) können die Meibom-Drüsen stimulieren, den Tränenfilm stabilisieren und so trockene Augen gezielt behandeln, bevor gelasert wird.

Um Patienten mit trockenen Augen noch besser zu versorgen, bietet Lasermed bald ein neues Premium-Paket an: eine Sicca-Behandlung vor dem Augenlasern. Dieses Vorsorgepaket zielt darauf ab, trockene-Augen-Beschwerden (Sicca-Syndrom) schon vor der Laser-OP gezielt zu behandeln. Durch eine solche spezialisierte Vorbehandlung lassen sich Symptome lindern und die Stabilität des Tränenfilms deutlich verbessern. Ihre Augen werden also bereits vor der eigentlichen Augenoperation optimal versorgt – das senkt das Risiko von Beschwerden nach dem Lasereingriff und fördert eine schnellere Heilung sowie klare Sehqualität von Anfang an.

Gern beraten wir Sie ausführlich zu den Vorteilen einer Sicca-Vorbehandlung. Sprechen Sie uns jederzeit gezielt darauf an – oder freuen Sie sich schon bald auf weitere Informationen zu unserem neuen Premium-Angebot bei Lasermed. Mit einem individuell angepassten Trockene-Augen-Paket vor der Augenlaserbehandlung stellen wir sicher, dass Sie Ihren Traum von scharfer Sicht ohne Brille oder Kontaktlinsen komfortabel und sicher verwirklichen können.

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