Hornhautdicke beim Augenlasern

Zuletzt aktualisiert: 13.02.2026

Grenzwerte, Risiken und sichere Alternativen im Überblick

Die klare Antwort lautet: Die Hornhautdicke ist eines der entscheidenden Sicherheitskriterien beim Augenlasern. Neben der Höhe der Fehlsichtigkeit bestimmt sie maßgeblich, ob und welches Laserverfahren infrage kommt.

Warum ist das so? Beim Augenlasern wird Hornhautgewebe gezielt modelliert oder abgetragen. Die verbleibende Resthornhaut muss ausreichend dick sein, damit die biomechanische Stabilität des Auges langfristig erhalten bleibt. Genau hier setzt die Bewertung der Hornhautdicke für das Augenlasern an.

In diesem Artikel erfahren Sie zuerst die wichtigsten Grenzwerte und Risiken. Anschließend erklären wir verständlich, wie Fehlsichtigkeit entsteht und welche Rolle die Hornhaut dabei spielt.

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Warum die Hornhautdicke für das Augenlasern so entscheidend ist

Die Hornhautdicke schützt vor struktureller Instabilität der Hornhaut nach dem Eingriff.

Wird zu viel Gewebe entfernt oder ist die Hornhaut von Natur aus sehr dünn, kann sie sich nach außen vorwölben. Diese seltene, aber relevante Komplikation nennt sich Hornhautektasie. Sie führt zu einer deutlichen Sehverschlechterung und kann eine weitere Behandlung erforderlich machen.

Die wichtigsten Gründe für die hohe Bedeutung der Hornhautdicke, priorisiert:

  1. Biomechanische Stabilität sichern – ausreichende Restdicke verhindert Vorwölbungen.
  2. Individuelle Lasertiefe berechnen – je nach Dioptrienzahl wird unterschiedlich viel Gewebe abgetragen.
  3. Verfahrenswahl festlegen – nicht jede Methode eignet sich bei jeder Ausgangsdicke.
  4. Langzeitsicherheit gewährleisten – Ziel ist ein stabiles Ergebnis über Jahrzehnte.

Damit wird klar: Die Hornhautdicke ist kein Nebenkriterium, sondern ein zentrales Sicherheitsmerkmal beim Augenlasern.

Was ist eine ausreichende Hornhautdicke für das Augenlasern?

Die durchschnittliche Hornhautdicke beträgt etwa 550 µm (Mikrometer). Eine etwas dünnere Hornhaut kann vollkommen normal sein. Entscheidend ist die Kombination aus Ausgangsdicke, geplanter Abtragung und verbleibender Restdicke.

Typische Richtwerte nach Verfahren

Verfahren

Empfohlene Ausgangsdicke

Besonderheit

ReLEx SMILE PRO

ca. 500 µm

Minimalinvasiver Lentikel-Schnitt

Femto LASIK

ca. 500 µm

Flap-Technik

PRK

unter 500 µm möglich

Kein Flap

Je höher die Fehlsichtigkeit, desto mehr Hornhautgewebe wird abgetragen. Eine Kurzsichtigkeit von −8 Dioptrien erfordert deutlich mehr Gewebeabtrag als −2 Dioptrien. Dadurch steigt die erforderliche Mindestdicke.

Neben der reinen Dicke spielen weitere Faktoren eine Rolle:

  • Struktur und Festigkeit der Hornhaut
  • Topographie (regelmäßige Form)
  • Keine aktive Entzündung
  • Keine schwere Augentrockenheit
  • Ausschluss von Keratokonus

Bei Erkrankungen wie Keratokonus, einer krankhaften Ausdünnung und Vorwölbung der Hornhaut, ist Augenlasern in der Regel nicht geeignet.

Wie Augenlasern die Hornhaut modelliert

Die Antwort vorweg: Der Laser verändert gezielt die Form der Hornhaut, damit das Licht wieder exakt auf der Netzhaut fokussiert wird.

Das Grundprinzip ist bei allen Methoden identisch, auch wenn sich die Technik unterscheidet:

  • Kurzsichtigkeit (Myopie): Die Hornhaut wird abgeflacht.
  • Weitsichtigkeit (Hyperopie): Im Randbereich wird Gewebe abgetragen, die Mitte wird relativ steiler.
  • Hornhautverkrümmung (Astigmatismus): Unregelmäßigkeiten werden ausgeglichen.

Die Hornhaut fungiert als wichtigste Brechungsstruktur des Auges. Bereits minimale Veränderungen im Mikrometerbereich beeinflussen die optische Wirkung erheblich.

Wie Fehlsichtigkeit entsteht – optische Ursachen verständlich erklärt

Fehlsichtigkeiten entstehen durch ein Missverhältnis zwischen Augenlänge und Brechkraft.

Kurzsichtigkeit (Myopie): Fokus vor der Netzhaut

Das Auge ist im Verhältnis zur Brechkraft zu lang. Lichtstrahlen bündeln sich vor der Netzhaut.
Ergebnis: Nähe scharf, Ferne unscharf.

Weitsichtigkeit (Hyperopie): Fokus hinter der Netzhaut

Das Auge ist zu kurz. Der Brennpunkt liegt hinter der Netzhaut.
Ergebnis: Ferne meist scharf, Nähe unscharf.

Hornhautverkrümmung (Astigmatismus): Kein einzelner Brennpunkt

Die Hornhaut ist ungleichmäßig geformt. Licht wird je nach Achse unterschiedlich gebrochen.
Ergebnis: Verzerrtes oder unscharfes Sehen in mehreren Entfernungen.

Hier wird deutlich, warum die Hornhaut beim Augenlasern im Zentrum steht: Sie ist die wichtigste Stellschraube für die Lichtbrechung.

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Wenn die Hornhautdicke für das Augenlasern nicht ausreicht

Ist die Hornhautdicke zu gering, gibt es sichere Alternativen ohne Gewebeabtrag.

Im Rahmen einer umfassenden Voruntersuchung prüfen wir:

  • Hornhautdicke (Pachymetrie)
  • Hornhautform (Topographie)
  • Dioptrienwerte
  • Augengesundheit

Sollte sich zeigen, dass eine Laserbehandlung nicht ratsam ist, beraten wir Sie transparent zu Alternativen.

ICL – Implantierbare Kontaktlinsen

ICL-Linsen werden zwischen Iris und körpereigener Linse eingesetzt.
Vorteil: Kein Abtragen von Hornhautgewebe.
Diese Methode eignet sich besonders bei geringer Hornhautdicke oder sehr hoher Fehlsichtigkeit.

Refraktiver Linsentausch (CLE)

Hier wird die körpereigene Linse durch eine Intraokularlinse (IOL) ersetzt.
Zusatzvorteil: Nach Entfernung der natürlichen Linse kann kein Grauer Star (Katarakt) mehr entstehen.
Diese Option ist besonders im fortgeschrittenen Alter sinnvoll.

Fazit: Wie wichtig ist die Hornhautdicke für das Augenlasern?

Die Hornhautdicke ist ein zentrales Sicherheitskriterium und entscheidet maßgeblich über Machbarkeit und Methode des Augenlaserns.

Eine durchschnittliche Dicke von 550 µm bietet häufig gute Voraussetzungen. Verfahren wie PRK ermöglichen Behandlungen auch unter 500 µm. Moderne Alternativen wie ICL oder Linsentausch bieten Lösungen, wenn ein Lasereingriff nicht geeignet ist.

Lassen Sie Ihre individuelle Situation in einer spezialisierten Voruntersuchung prüfen. So erhalten Sie eine sichere und langfristig stabile Lösung für Ihre Sehkorrektur.

FAQ – Häufige Fragen zur Hornhautdicke für das Augenlasern

Wie dick muss die Hornhaut für das Augenlasern sein?

Wie dick die Hornhaut sein muss, hängt vom Verfahren und der Höhe der Fehlsichtigkeit ab.

Ist Augenlasern auch mit dünner Hornhaut möglich?

In vielen Fällen ist Augenlasern auch mit dünner Hornhaut möglich. Dabei eignet sich vor allem die PRK, während andere Verfahren oft höhere Anforderungen stellen.

Welche Alternativen gibt es, wenn Augenlasern nicht geeignet ist?

Implantierbare Collamer Linsen (ICL) oder ein refraktiver Linsentausch (CLE) können passende Alternativen sein. Beide Verfahren korrigieren die Fehlsichtigkeit, ohne Hornhautgewebe abzutragen.

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