Die ICL-Implantation korrigiert starke Fehlsichtigkeiten ohne Abtragung von Hornhautgewebe. Erfahren Sie, Schritt für Schritt alles Wissenswertes über den ICL-OP Ablauf, für wen er geeignet ist und was Sie bei Lasermed erwartet.

Was ist eine ICL-Implantation?
Die ICL-Implantation (Implantable Collamer Lens) ist ein minimalinvasives Verfahren zur Korrektur starker Fehlsichtigkeiten. Im Gegensatz zum Augenlasern wird dabei kein Hornhautgewebe entfernt: Eine hauchdünne Linse aus biokompatiblem Collamer-Material wird zwischen der Regenbogenhaut (Iris) und der natürlichen Linse platziert. Die Linse verbleibt dauerhaft im Auge, lässt sich bei Bedarf aber auch wieder entfernen oder austauschen. Die natürliche Hornhautstruktur bleibt vollständig erhalten.
Besonders geeignet ist die ICL für Patienten mit dünner Hornhaut oder sehr hohen Dioptrienwerten, bei denen eine Laserbehandlung nicht infrage kommt.
- 01
Vorbereitung
Der Patient erhält ein Beruhigungsmittel in Tablettenform; das Auge wird mit Betäubungsgel behandelt.
- 02
Einschnitt
Der Augenchirurg setzt mikrofeine Einschnitte am Hornhautrand; der operative Zugang misst etwa 2,2 mm.
- 03
Linsenimplantation
Die EVO Visian ICL wird über den Einschnitt eingeführt und entfaltet sich selbstständig zwischen Iris und körpereigener Linse.
- 04
Lagekontrolle
Der Operateur überprüft den Sitz der Linse und stellt die optimale Positionierung sicher.
ICL-OP Ablauf: Schritt für Schritt
Der Ablauf einer ICL-Implantation bei Lasermed gliedert sich in vier klar definierte Schritte:
- Schritt 1: Vorbereitung. Sie erhalten vor dem Eingriff ein leichtes Beruhigungsmittel in Tablettenform. Das Auge wird anschließend mit einem Betäubungsgel behandelt, sodass der Eingriff in der Regel ohne Schmerzen verläuft.
- Schritt 2: Einschnitt. Der Augenchirurg setzt mikrofeine Einschnitte am Rand der Hornhaut. Der operative Zugang misst etwa 2,2 Millimeter.
- Schritt 3: Linsenimplantation. Über den Einschnitt wird die EVO Visian ICL mithilfe eines speziellen Instruments eingesetzt. Die Kunstlinse entfaltet sich selbstständig zwischen Iris und körpereigener Linse.
- Schritt 4: Lagekontrolle. Der Operateur überprüft sorgfältig den Sitz der Linse und stellt die optimale Positionierung sicher.
Der Eingriff dauert pro Auge etwa 7 bis 10 Minuten.
Eingriffsdauer
Maximale Operationsdauer pro Auge bei der ICL-Implantation
Vorteile der ICL-Linse im Überblick
Die EVO Visian ICL bietet gegenüber anderen Korrekturverfahren fünf wesentliche Vorteile:
- Gewebeschonendes Verfahren: Kein Hornhautgewebe wird abgetragen. Das Collamer-Material wird vom Körper gut vertragen.
- Breites Korrekturspektrum: ICL korrigiert Kurzsichtigkeit bis -20 dpt, Weitsichtigkeit bis +10 dpt und Hornhautverkrümmung bis 6 dpt.
- Rascher Sehgewinn: Viele Patienten berichten bereits direkt nach dem Eingriff von deutlich verbesserter Sehschärfe. Das Seherlebnis wird häufig als klar und kontrastreich wahrgenommen.
- Integrierter UV-Schutz: Das Linsenmaterial filtert schädliche UV-Strahlung, ohne die Lichtdurchlässigkeit zu beeinträchtigen.
- Vollständige Reversibilität: Die Linse lässt sich jederzeit entfernen oder austauschen, zum Beispiel im Rahmen einer späteren Katarakt-Operation.
Die ICL-Linse ist weltweit millionenfach implantiert worden. Sie erfordert weder Pflege noch einen routinemäßigen Austausch.
Wer ist für eine ICL-OP geeignet?
Die ICL-Implantation kommt für Patienten infrage, die folgende Voraussetzungen erfüllen:
- Mindestalter von 18 Jahren
- Stabile Sehstärke: Veränderung in den letzten zwei Jahren maximal 0,5 Dioptrien
- Ausreichende Vorderkammertiefe für die korrekte Positionierung der Linse
- Guter allgemeiner Gesundheitszustand und gesunde Augen
Erkrankungen wie Keratokonus oder aktive Entzündungen am Auge gelten häufig als Ausschlusskriterien. Während Schwangerschaft oder Stillzeit wird von einer Behandlung in der Regel abgeraten.
Ob Sie für eine ICL-OP geeignet sind, lässt sich nur durch eine individuelle Voruntersuchung feststellen. Bei Lasermed messen wir dabei unter anderem Sehstärke, Hornhautdicke und Vorderkammertiefe.
ICL-Implantation
Hornhauteingriff
Nein
Korrekturbereich
-20 bis +10 dpt
Reversibilität
Vollständig reversibel
Augenlasern
Hornhauteingriff
Ja
Korrekturbereich
Begrenzt durch Hornhautdicke
Reversibilität
Nicht reversibel
ICL vs. Augenlasern: Ein direkter Vergleich
ICL vs. Augenlasern: Der entscheidende Unterschied liegt im Eingriff selbst. Beim Augenlasern wird Hornhautgewebe abgetragen; bei der ICL-Implantation bleibt die Hornhaut vollständig erhalten. Die ICL erweitert dadurch das Behandlungsspektrum auf Patienten mit dünner Hornhaut oder sehr hohen Dioptrienwerten, die für eine Laserbehandlung nicht geeignet sind. Beide Verfahren zielen auf eine dauerhafte Reduktion oder Elimination der Fehlsichtigkeit ab.
Praktische Hinweise nach der ICL-OP
Nach der ICL-Implantation verbessert sich die Sehschärfe bei vielen Patienten bereits am Operationstag. Die weitere Stabilisierung erfolgt in den darauffolgenden Tagen. Ihr behandelndes Team bei Lasermed begleitet Sie mit Nachsorgeterminen und gibt Ihnen konkrete Verhaltensempfehlungen für den Alltag nach dem Eingriff.
ICL bei Lasermed: Voruntersuchung und Beratung
Bei Lasermed untersuchen wir Ihre Augen vor der ICL-Implantation sorgfältig. Wir messen Sehstärke, Hornhautdicke, Vorderkammertiefe und weitere relevante Parameter. Auf Basis dieser Daten entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen, ob die ICL das passende Verfahren für Ihre Situation ist.
Vereinbaren Sie jetzt Ihre unverbindliche Voruntersuchung bei Lasermed. Unsere Spezialisten beraten Sie persönlich und ohne Verpflichtung.
Häufige Fragen
Wie lange dauert eine ICL-OP?
Der Eingriff dauert pro Auge etwa 7 bis 10 Minuten. Inklusive Vorbereitung und Nachkontrolle sollten Sie für den gesamten Klinikaufenthalt mehr Zeit einplanen.
Ist die ICL-OP schmerzhaft?
Das Auge wird vor dem Eingriff mit einem Betäubungsgel behandelt, sodass die ICL-Implantation in der Regel ohne Schmerzen verläuft. Zusätzlich erhalten Patienten ein leichtes Beruhigungsmittel in Tablettenform.
Für wen ist eine ICL-Implantation geeignet?
Die ICL eignet sich besonders für Patienten ab 18 Jahren mit stabiler Fehlsichtigkeit, dünner Hornhaut oder hohen Dioptrienwerten, bei denen Augenlasern nicht infrage kommt. Eine individuelle Voruntersuchung entscheidet über die Eignung.
Welche Fehlsichtigkeiten kann die ICL korrigieren?
Die ICL korrigiert Kurzsichtigkeit bis -20 dpt, Weitsichtigkeit bis +10 dpt und Hornhautverkrümmung bis 6 dpt.
Kann die ICL wieder entfernt werden?
Ja, die ICL-Linse ist vollständig reversibel. Sie kann jederzeit entfernt oder ausgetauscht werden, zum Beispiel bei einer späteren Katarakt-Operation.
Wie schnell verbessert sich die Sehkraft nach der ICL-OP?
Viele Patienten berichten bereits direkt nach dem Eingriff von einer deutlich verbesserten Sehschärfe. Die weitere Stabilisierung erfolgt in den darauffolgenden Tagen.
Wann ist eine ICL-OP nicht möglich?
Erkrankungen wie Keratokonus oder aktive Entzündungen am Auge gelten häufig als Ausschlusskriterien. Auch während Schwangerschaft oder Stillzeit wird von einer Behandlung in der Regel abgeraten.
