Was hilft wirklich gegen trockene Augen nach einer Augenlaser-OP?

Sep. 23, 2025

Trockene Augen nach Augenlaser-OP gehören zu den hĂ€ufigsten Begleiterscheinungen. Viele Patienten berichten in den ersten Tagen und Wochen nach dem Eingriff ĂŒber FremdkörpergefĂŒhl, Brennen oder schwankende SehschĂ€rfe. Grund dafĂŒr ist meist eine vorĂŒbergehend reduzierte TrĂ€nenproduktion sowie eine Störung des TrĂ€nenfilms, ausgelöst durch VerĂ€nderungen an der Hornhaut. Die wichtigste Frage lautet: Was hilft wirklich gegen trockene Augen nach einer Augenlaser-OP? In den meisten FĂ€llen sind befeuchtende Augentropfen die effektivste Lösung. Die Symptome bessern sich damit schrittweise und verschwinden in der Regel innerhalb von wenigen Wochen bis Monaten.

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Ursachen fĂŒr trockene Augen nach dem Augenlasern

Warum entstehen trockene Augen nach LASIK, PRK oder SMILE?
Der entscheidende Grund ist die BeeintrĂ€chtigung der Hornhautnerven wĂ€hrend des Eingriffs. Diese Nerven steuern die TrĂ€nenproduktion. Werden sie durchtrennt, produziert das Auge weniger TrĂ€nenflĂŒssigkeit.

Weitere Faktoren:

  • Instabiler TrĂ€nenfilm durch Laserbehandlung → fĂŒhrt zu Trockenheit und Brennen.
  • Individuelle Risiken: Kontaktlinsentragen ĂŒber viele Jahre, hormonelle VerĂ€nderungen oder bereits bestehendes Sicca-Syndrom.
  • Operationsverfahren: Je nach Methode wird die Hornhaut unterschiedlich stark belastet.

Unterschiede zwischen den Verfahren

Femto-LASIK

  • Höhere Wahrscheinlichkeit fĂŒr trockene Augen nach dem Eingriff.
  • Ursache: Beim Anlegen des Flaps werden feine Nerven durchtrennt → TrĂ€nenproduktion sinkt.
  • Symptome: FremdkörpergefĂŒhl, Jucken, Brennen.
  • Gut zu wissen: Beschwerden verschwinden bei den meisten Patienten nach 2–3 Monaten.

ReLEx SMILE PRO

  • Flap-Schnitt entfĂ€llt → deutlich weniger Nerven betroffen.
  • Risiko fĂŒr trockene Augen reduziert.
  • Studien zeigen: Beschwerden sind milder und kĂŒrzer als bei LASIK.
  • Besonders schonend, Heilungsverlauf meist schneller.

PRK

  • Anfangs stĂ€rkere Beschwerden: FremdkörpergefĂŒhl, Trockenheit.
  • Grund: HornhautoberflĂ€che muss vollstĂ€ndig abheilen.
  • Vorteil: Keine Flaps → Nerven erholen sich langfristig vollstĂ€ndig.
  • Nach 6–12 Monaten geringeres Risiko fĂŒr chronische Trockenheit als bei LASIK.

PRESBYOND

  • Technisch auf Femto-LASIK basierend → vergleichbare Symptome.
  • Betroffen ist hĂ€ufig eine Ă€ltere Patientengruppe.
  • Da hier oft bereits Sicca-Syndrome bestehen, wird besonders auf Voruntersuchung, Nachsorge und TrĂ€nenersatzmittel geachtet.

PrĂ€ventive Maßnahmen vor der OP

Damit trockene Augen gar nicht erst stark auftreten, sind vorbereitende Maßnahmen sinnvoll:

  1. Voruntersuchung beim Augenarzt → Kontrolle des TrĂ€nenfilms, Behandlung von EntzĂŒndungen.
  2. Kontaktlinsenpause:
    1. Weiche Linsen: mindestens 2 Wochen.
    2. Formstabile Linsen: mindestens 4 Wochen.
    3. Grund: VerfÀlschung der Hornhautmessung vermeiden.
  3. TrĂ€nenersatzmittel ohne Konservierungsmittel → stabilisieren die AugenoberflĂ€che.
  4. Lidrandpflege mit WĂ€rme → verbessert die Funktion der MeibomdrĂŒsen.
  5. ErnÀhrung & Lebensstil:
    1. 2–3 Liter Wasser pro Tag.
    2. Omega-3-FettsÀuren (z. B. aus Fisch oder Leinsamen) verbessern die TrÀnenqualitÀt.

Maßnahmen nach der Augenlaser-OP

Nach der OP ist konsequente Nachsorge entscheidend:

  • Verschriebene antibiotische Augentropfen → Infektionsschutz.
  • Konservierungsmittelfreie TrĂ€nenersatzmittel → stabilisieren den TrĂ€nenfilm.
  • Schonverhalten im Alltag:
    • Kein Reiben der Augen.
    • Bewusstes Blinzeln, besonders am Bildschirm.
    • 20-20-20-Regel: Alle 20 Minuten 20 Sekunden lang 20 Fuß (6 Meter) in die Ferne schauen.
  • Schutz vor UmwelteinflĂŒssen:
    • Sonnenbrille gegen Wind & UV-Strahlung.
    • Luftbefeuchter gegen trockene Heizungsluft.
    • RegelmĂ€ĂŸige Lidpflege.

Wenn Symptome lĂ€nger als 3–6 Monate anhalten, können spezielle Therapien nötig sein (z. B. punctum plugs oder medikamentöse Behandlungen). Dies sollte jedoch stets mit dem behandelnden Augenarzt abgestimmt werden.

Besondere Patientengruppen mit höherem Risiko

  1. Sicca-Syndrom-Patienten:
    1. Schon vor der OP spezielle TrÀnenersatzmittel und Lidpflege notwendig.
    2. Ziel: Stabiler TrĂ€nenfilm fĂŒr eine sichere OP.
  2. Ältere Patienten (z. B. PRESBYOND):
    1. HĂ€ufig schon bestehende Augenerkrankungen.
    2. GrĂŒndliche Voruntersuchung und engmaschige Nachsorge zwingend erforderlich.
  3. Patienten mit hoher Fehlsichtigkeit:
    1. GrĂ¶ĂŸere Eingriffe an der Hornhaut → mehr Nerven werden durchtrennt.
    2. Risiko fĂŒr trockene Augen steigt proportional mit der KorrekturstĂ€rke.

Fazit

Trockene Augen nach einer Augenlaser-OP sind meist vorĂŒbergehend und gut behandelbar. Mit prĂ€ziser Vorbereitung, richtiger Nachsorge und individuellen Schutzmaßnahmen lassen sich Beschwerden deutlich reduzieren.

👉 Wenn Sie selbst betroffen sind oder sich auf eine Behandlung vorbereiten möchten, wenden Sie sich an unsere erfahrenen Spezialisten. Gemeinsam finden wir die passende Lösung fĂŒr Ihre Augen.

FAQ – HĂ€ufige Fragen

Wie lange dauern trockene Augen nach einer Augenlaser-OP?

Trockene Augen nach einer Augenlaser-OP dauern in den meisten FĂ€llen 2–3 Monate, manchmal auch bis zu 6 Monate.

Was hilft am besten gegen trockene Augen nach einer Augenlaser-OP?

Am besten helfen befeuchtende Augentropfen ohne Konservierungsmittel, ergÀnzt durch Lidpflege und Schonverhalten.

Kann man trockene Augen nach einer Augenlaser-OP dauerhaft behalten?

Dauerhafte Beschwerden sind sehr selten. Meist normalisiert sich die TrÀnenproduktion nach einigen Monaten.

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