SMILE Pro vs. ReLEx SMILE: Die Unterschiede im Überblick

Aug. 3, 2026

SMILE Pro und ReLEx SMILE basieren auf demselben flapfreien Prinzip der Lentikel-Entnahme. Der entscheidende Unterschied liegt in der Technik: kürzere Laserzeit und automatische Ausrichtung machen SMILE Pro zur neueren Generation.


Vergleichsgrafik von ReLEx SMILE und SMILE Pro mit zwei blauen Irisdarstellungen und markierten minimalinvasiven Hornhautschnitten.

Das gemeinsame Prinzip beider Verfahren

SMILE Pro und ReLEx SMILE stehen beide für Small Incision Lenticule Extraction. Ein Femtosekundenlaser formt im Inneren der Hornhaut eine dünne Gewebescheibe, den sogenannten Lentikel, der anschließend über einen sehr kleinen Schnitt entfernt wird. Weil dabei kein großer Hornhaut-Flap wie bei der LASIK entsteht, gelten beide Verfahren als besonders gewebeschonend. Geeignet sind sie vor allem bei Kurzsichtigkeit, häufig in Kombination mit einer Hornhautverkrümmung (Astigmatismus).

ReLEx SMILE

Grundprinzip

Lentikel-Entnahme, flapfrei

Laserzeit

Spürbar länger

Zentrierung

Manuell unterstützt

Augenrotation

Nicht ausgeglichen

SMILE Pro

Grundprinzip

Lentikel-Entnahme, flapfrei

Laserzeit

Nur wenige Sekunden

Zentrierung

Automatisch

Augenrotation

Wird berücksichtigt

SMILE Pro vs. ReLEx SMILE: Unterschiede auf einen Blick

Der wichtigste Unterschied zwischen SMILE Pro und ReLEx SMILE liegt in Geschwindigkeit und Präzision. SMILE Pro ist die neuere Generation mit deutlich kürzerer Laserzeit und automatischer Ausrichtung. Das flapfreie Grundprinzip bleibt bei beiden identisch.

  • Laserzeit: ReLEx SMILE benötigt je Auge spürbar mehr Zeit; SMILE Pro reduziert diesen Schritt auf nur wenige Sekunden.
  • Zentrierung: ReLEx SMILE setzt auf manuell unterstützte Ausrichtung; SMILE Pro unterstützt die Zentrierung auf die optische Achse automatisch.
  • Augenrotation: ReLEx SMILE gleicht eine leichte Verkippung des Auges nicht aus; SMILE Pro berücksichtigt die Augenrotation, was besonders bei Hornhautverkrümmung relevant ist.
  • Eignung: Beide Verfahren richten sich an Personen mit Kurzsichtigkeit, teils in Kombination mit Astigmatismus.

Was SMILE Pro technisch neu macht

SMILE Pro baut auf ReLEx SMILE auf und ergänzt das bewährte Verfahren um drei wesentliche technische Neuerungen:

  • Kürzere Laserzeit: Der Lentikel wird in wenigen Sekunden je Auge angelegt, was den Behandlungskomfort erhöhen kann.
  • Automatische Zentrierung: Die Ausrichtung auf die optische Achse wird technisch unterstützt und muss nicht allein manuell erfolgen.
  • Ausgleich der Augenrotation: Eine leichte Verkippung des Auges wird erkannt und berücksichtigt, was gerade bei Hornhautverkrümmung für eine präzisere Korrektur sorgen kann.

SMILE Pro ist damit keine grundlegend neue Behandlung, sondern eine optimierte Weiterentwicklung eines bewährten Prinzips.

  1. 01

    Betäubung

    Das Auge wird mit betäubenden Augentropfen vorbereitet.

  2. 02

    Lentikel-Anlage

    Der Femtosekundenlaser formt in wenigen Sekunden den Lentikel im Inneren der Hornhaut.

  3. 03

    Lentikel-Entnahme

    Der Operateur entnimmt die Gewebescheibe über einen kleinen Schnitt.

  4. 04

    Abschlusskontrolle

    Nach einer kurzen Kontrolle verlassen Sie die Praxis in Begleitung.

Ablauf einer SMILE-Pro-Behandlung

Der Eingriff erfolgt ambulant unter betäubenden Augentropfen und dauert pro Auge nur wenige Minuten. Der Ablauf umfasst vier Schritte:

  • Schritt 1 - Betäubung: Das Auge wird mit Augentropfen betäubt.
  • Schritt 2 - Lentikel-Anlage: Der Femtosekundenlaser formt in wenigen Sekunden den Lentikel im Inneren der Hornhaut.
  • Schritt 3 - Lentikel-Entnahme: Der Operateur entnimmt die Gewebescheibe über einen kleinen Schnitt.
  • Schritt 4 - Abschlusskontrolle: Nach einer kurzen Kontrolle können Sie die Praxis in Begleitung verlassen; am Behandlungstag sollten Sie kein Auto fahren.

Viele Patientinnen und Patienten bemerken bereits in den ersten Stunden eine Verbesserung der Sehschärfe; diese stabilisiert sich in den folgenden Tagen weiter. In den ersten Tagen sollten Sie das Reiben der Augen sowie den Besuch von Schwimmbad und Sauna meiden.

Was der Unterschied für Sie als Patientin oder Patient bedeutet

Für Patientinnen und Patienten bringt SMILE Pro vor allem mehr Komfort durch die kürzere Laserzeit sowie eine präzisere Ausrichtung dank automatischer Zentrierung. Die Grundvoraussetzungen für eine Eignung bleiben bei beiden Verfahren identisch: eine gesunde und ausreichend dicke Hornhaut, eine stabile Sehstärke sowie das Fehlen bestimmter Augenerkrankungen. Ob SMILE Pro oder ReLEx SMILE für Sie in Frage kommt, lässt sich erst nach einer gründlichen Voruntersuchung beurteilen.

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Häufige Fragen

Was ist der Hauptunterschied zwischen SMILE Pro und ReLEx SMILE?

SMILE Pro ist die neuere Generation mit deutlich kürzerer Laserzeit und automatischer, präziserer Ausrichtung auf die optische Achse. Das flapfreie Grundprinzip der Lentikel-Entnahme ist bei beiden Verfahren identisch.

Ist SMILE Pro besser als ReLEx SMILE?

SMILE Pro bietet als technische Weiterentwicklung eine kürzere Laserzeit und zusätzliche Assistenzfunktionen wie automatische Zentrierung und Ausgleich der Augenrotation. Welches Verfahren im Einzelfall geeignet ist, klärt die Voruntersuchung.

Für wen eignet sich SMILE Pro?

SMILE Pro richtet sich wie ReLEx SMILE vor allem an Personen mit Kurzsichtigkeit, teils in Kombination mit Hornhautverkrümmung. Die genaue Eignung hängt von individuellen Augenwerten ab und wird in der Voruntersuchung festgestellt.

Tut die SMILE-Pro-Behandlung weh?

Der Eingriff erfolgt unter betäubenden Augentropfen. Die meisten Patientinnen und Patienten empfinden ihn als gut erträglich; die kurze Laserzeit kann zusätzlich zum Komfort beitragen.

Wie lange dauert die SMILE-Pro-Behandlung pro Auge?

Der eigentliche Laserschritt dauert bei SMILE Pro nur wenige Sekunden pro Auge. Der gesamte Eingriff inklusive Vorbereitung und Abschlusskontrolle nimmt insgesamt wenige Minuten in Anspruch.

Kann ich nach SMILE Pro sofort Auto fahren?

Am Behandlungstag sollten Sie kein Auto fahren und die Praxis in Begleitung verlassen. Wann Sie wieder selbst fahren dürfen, bespricht Ihre Augenärztin oder Ihr Augenarzt mit Ihnen.