Kann man mit Kontaktlinsen schlafen?

Mai 23, 2025



Kontaktlinsen sind eine Sehhilfe, die direkt auf der Hornhaut liegt, und sie gehören nicht in das schlafende Auge. Wer mit Kontaktlinsen schläft, unterbricht die Sauerstoffversorgung der Hornhaut für Stunden. Das Risiko einer Hornhautentzündung (Keratitis) steigt dadurch um das 6- bis 8-Fache. Das zeigen Daten der amerikanischen Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) und der American Academy of Ophthalmology (AAO). Ein einmaliges versehentliches Einnicken ist in der Regel harmlos. Regelmäßiges Schlafen mit Kontaktlinsen kann das Sehvermögen dauerhaft schädigen.


Dieser Ratgeber erklärt die Vorgänge im Auge beim nächtlichen Tragen, die zwei zugelassenen Ausnahmen, die richtigen Schritte nach einem versehentlichen Einschlafen und die dauerhaften Alternativen zu Brille und Linsen.




Junge Frau setzt sich eine Kontaktlinse in das Auge ein



Was passiert im Auge, wenn Sie mit Kontaktlinsen schlafen?


Beim Schlafen mit Kontaktlinsen sinkt die Sauerstoffzufuhr zur Hornhaut auf ein kritisches Minimum. Die Hornhaut ist die durchsichtige Vorderwand des Auges und besitzt keine eigenen Blutgefäße. Tagsüber versorgt der Tränenfilm sie mit Sauerstoff aus der Umgebungsluft. Tränenfilm bezeichnet die dünne Flüssigkeitsschicht, die die Hornhaut bedeckt. Der Lidschlag erneuert diesen Film und transportiert Sauerstoff unter die Linse.


Nachts fallen beide Mechanismen weg. Das geschlossene Lid reduziert die Sauerstoffmenge an der Hornhautoberfläche deutlich, und die Kontaktlinse bildet eine zusätzliche mechanische Barriere. Die Hornhaut reagiert auf den Sauerstoffmangel mit einer Schwellung, dem sogenannten Hornhautödem. Hornhautödem bezeichnet eine Flüssigkeitseinlagerung in der Hornhaut, die das Sehen vorübergehend trübt. Zugleich wird die Hornhaut anfälliger für Keime.


Dk/t ist der Messwert für die Sauerstoffdurchlässigkeit eines Linsenmaterials. Als Faustregel der Kontaktologie gilt das Holden-Mertz-Kriterium. Ein Dk/t von 24 genügt für das Tragen am Tag. Für die Nacht sind mindestens 87 erforderlich, damit die Hornhaut nicht messbar anschwillt. Herkömmliche weiche Linsen aus Hydrogel erreichen den Wert 87 nicht. Entscheidend für die Nacht ist jedoch die Zulassung, nicht allein der Messwert: Keine Tageslinse besitzt eine Zulassung für das Tragen im Schlaf, auch wenn moderne Materialien hohe Dk/t-Werte erreichen.


Kurz gesagt: Schlafen mit Kontaktlinsen bedeutet für die Hornhaut mehrere Stunden Sauerstoffnot unter einer geschlossenen Abdeckung. Genau dieses Milieu begünstigt Entzündungen.


Diese vier Risiken entstehen beim Schlafen mit Kontaktlinsen


Das Hauptrisiko beim Schlafen mit Kontaktlinsen ist die mikrobielle Keratitis, eine infektiöse Hornhautentzündung. 4 Risiken bauen dabei aufeinander auf:


1. Sauerstoffmangel (Hypoxie). Hypoxie bezeichnet einen Sauerstoffmangel im Gewebe. Die unterversorgte Hornhaut schwillt an und ihre Schutzschicht aus Epithelzellen wird durchlässiger. Reizungen, Brennen und ein Fremdkörpergefühl am Morgen sind typische Frühsignale.


2. Mikroverletzungen. Mikroläsionen sind die kleinsten Verletzungen der Hornhautoberfläche. Im Schlaf reibt die Linse stärker auf der Hornhaut, weil der schützende Tränenfilm nicht erneuert wird. Diese Mikroläsionen dienen Keimen als Eintrittspforte.


3. Mikrobielle Keratitis. Keratitis ist der Fachbegriff für die Entzündung der Hornhaut. Bakterien, Pilze oder Amöben vermehren sich unter der Linse bei Wärme und Sauerstoffarmut besonders leicht. Studiendaten zeigen das Ausmaß dieses Risikos. Die klassische Studie von Poggio und Kollegen (New England Journal of Medicine, 1989) ermittelte 4,1 Keratitis-Fälle pro 10.000 Träger und Jahr bei reinem Tagestragen. Bei nächtlichem Tragen waren es 20,9 Fälle pro 10.000. Das entspricht einem rund 5-fachen Risiko. CDC und AAO fassen neuere Daten auf den Faktor 6 bis 8 zusammen. Eine unbehandelte Keratitis kann ein Hornhautgeschwür (Ulcus corneae) bilden, das Narben hinterlässt.


4. Bleibende Hornhautschäden. Hornhautnarben sind die Folge wiederholter Entzündungen und tieferer Verletzungen. Solche Narben trüben die Sicht dauerhaft und lassen sich mit Brille oder Linsen nicht mehr korrigieren.


Kurz gesagt: Die Risiko-Kette lautet Sauerstoffmangel, Mikroverletzung, Infektion, im ungünstigsten Fall Narbe. Jedes Glied dieser Kette ist vermeidbar, indem die Linse vor dem Schlafen herausgenommen wird.


Eine bestehende Bindehautentzündung verschärft die Risiken zusätzlich. Was hinter dieser Erkrankung steckt und wie sie behandelt wird, erklärt unser Ratgeber zur Bindehautentzündung bei Kontaktlinsenträgern.


Was tun, wenn Sie versehentlich mit Kontaktlinsen eingeschlafen sind?


Nach einem versehentlichen Einschlafen mit Kontaktlinsen gilt: Ruhe bewahren, die Linse nicht mit Gewalt entfernen und das Auge beobachten. Ein einmaliges Einnicken führt selten zu Schäden, die Linse kann jedoch auf der Hornhaut festsitzen.


Gehen Sie in 5 Schritten vor:


  1. Hände waschen. Keimfreie Hände sind bei jeder Linsen-Manipulation Pflicht.

  2. Befeuchten. Geben Sie sterile Kochsalzlösung oder benetzende Augentropfen ins Auge und blinzeln Sie mehrfach. Warten Sie 5 bis 10 Minuten, bis sich die Linse wieder frei bewegt.

  3. Behutsam entfernen. Löst sich die Linse nicht, erneut befeuchten statt ziehen. Ziehen Sie die Linse niemals trocken von der Hornhaut.

  4. Linsenpause. Tragen Sie am restlichen Tag eine Brille und gönnen Sie dem Auge Ruhe.

  5. Warnzeichen prüfen. Anhaltende Rötung, Schmerzen beim Blinzeln, Lichtempfindlichkeit, verschwommenes oder verzerrtes Sehen und ein Fremdkörpergefühl, das nicht abklingt, sind Gründe für einen zeitnahen Augenarztbesuch. Löst sich die Linse gar nicht, suchen Sie umgehend einen Augenarzt auf.


Eine Kontaktlinse kann nicht hinter das Auge rutschen. Bindehaut und Lidrand bilden eine geschlossene Tasche, hinter den Augapfel gelangt nichts. Die Linse kann sich aber unter das Oberlid schieben und dort ein Druckgefühl auslösen. Blinzeln oder vorsichtiges Massieren des geschlossenen Lids bringt sie meist zurück an ihren Platz.


Welche Kontaktlinsen sind für die Nacht zugelassen?


Für das Tragen im Schlaf sind ausschließlich 2 Linsentypen zugelassen: zertifizierte Langzeitlinsen (Extended Wear) und Nachtlinsen zur Orthokeratologie. Alle anderen Typen, insbesondere Tageslinsen und gewöhnliche Monatslinsen, gehören vor dem Schlafen heraus.


Abgesehen von den Nachtlinsen der Orthokeratologie sind Langzeitlinsen aus Silikon-Hydrogel die einzige Linsengruppe mit Zulassung für das Tragen über Nacht. Silikon-Hydrogel ist das Material der meisten modernen Kontaktlinsen. Extended Wear bezeichnet das Tragen einer Kontaktlinse über mehr als 24 Stunden ohne Unterbrechung. Zugelassen sind diese Linsen für bis zu 7 Tage Dauertragen. Einzelne Modelle wie die Air Optix Night & Day Aqua besitzen in den USA eine Zulassung der Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration (FDA) für bis zu 30 Tage und Nächte am Stück. Diese Zulassung bedeutet nicht Risikofreiheit. Die großen Studien von Fiona Stapleton und Kollegen (2008 und 2013) zeigten, dass moderne Silikon-Hydrogel-Linsen das Infektionsrisiko bei Nachttragen trotz hoher Sauerstoffdurchlässigkeit nicht senken. Im Vergleich zu herkömmlichen Hydrogel-Linsen leitet Silikon-Hydrogel zwar deutlich mehr Sauerstoff an die Hornhaut, die mechanische Barriere der Linse bleibt aber bestehen. Auch mit Extended-Wear-Linsen bleibt nächtliches Tragen der Hauptrisikofaktor für Keratitis. Dauertragen gehört deshalb immer in augenärztliche Kontrolle.


Nachtlinsen (Orthokeratologie) sind eine Sonderform der formstabilen Kontaktlinse und werden gezielt über Nacht getragen. Orthokeratologie bezeichnet die vorübergehende Umformung der Hornhautoberfläche durch eine nachts getragene Linse: Sie sehen tagsüber ohne Sehhilfe scharf. Die FDA stuft Nachtlinsen als Medizinprodukt der höchsten Risikoklasse ein (Klasse 3). Anpassung und regelmäßige Kontrollen durch einen spezialisierten Augenarzt oder Kontaktlinsenspezialisten sind zwingend, weil auch unter Orthokeratologie Infektionen vorkommen.


Das Wichtigste: "Für die Nacht geeignet" heißt nicht "ungefährlich". Beide Ausnahmen setzen ärztliche Begleitung voraus.


Wie lange darf man Kontaktlinsen am Tag tragen?


Die zulässige Tragedauer richtet sich nach dem Linsentyp. Der Unterschied zwischen den Typen liegt in Material und Nutzungsdauer. Tageslinsen sind die hygienischste Linsenform und werden nach einem Tag entsorgt. Monatslinsen sind Mehrweglinsen mit täglicher Reinigung. Langzeitlinsen sind ausdrücklich für den Dauergebrauch zertifiziert. Die folgende Übersicht fasst die üblichen Empfehlungen zusammen:


LinsentypMaximale TragezeitÜber Nacht?
Tageslinsen1 Tag, danach entsorgenNein
Zwei-Wochen- und Monatslinsen12 bis 14 Stunden täglichNein
Langzeitlinsen (Silikon-Hydrogel)Bis zu 7 Tage, nur zertifizierte ModelleJa, unter ärztlicher Kontrolle
Nachtlinsen (Orthokeratologie)Nur nachtsJa, ärztlich angepasst und kontrolliert


Tageslinsen gelten als hygienischste Variante, weil Keimbelastung und Ablagerungen mit dem täglichen Wechsel entfallen. Monatslinsen benötigen dagegen eine konsequente Pflege mit geeigneten Pflegemitteln. Wie viele Jahre Kontaktlinsen insgesamt verträglich sind und woran Sie eine schleichende Unverträglichkeit erkennen, erklärt unser Beitrag zur Tragedauer von Kontaktlinsen über die Jahre. Bei anhaltend trockenen Augen unter Linsen hilft der Ratgeber zu Kontaktlinsen und trockenen Augen.


Folgen des nächtlichen Kontaktlinsen-Tragens für den Alltag


Die Risiken des Schlafens mit Kontaktlinsen folgen im Alltag einem festen Muster: Gerötete und schmerzende Augen am Morgen, Pausen von der Bildschirmarbeit, abgesagte Termine und Verzicht auf Sport. Eine akute Keratitis erfordert mehrere Tage Schonung und augenärztliche Behandlung. Wer beruflich auf gute Sicht angewiesen ist, verliert im Krankheitsfall Arbeitszeit.


Der Linsenalltag bringt außerdem laufende Pflichten mit sich: Behälter reinigen, Pflegemittel nachkaufen, Ersatzlinsen einplanen. Zwei Gründe sprechen aus Sicht vieler Linsenträger für eine dauerhafte Lösung: dieser tägliche Pflegeaufwand und die Sorge vor dem vergessenen Herausnehmen am Abend. Auch das Tragen beim Schwimmen ist ein eigener Risikobereich, den wir im Ratgeber zu Kontaktlinsen und Schwimmen gesondert behandeln.


Augenlasern als dauerhafte Alternative zu Kontaktlinsen


Augenlasern ist der Oberbegriff für die laserbasierten Verfahren der refraktiven Chirurgie. Refraktive Chirurgie ist der Fachbegriff für Eingriffe, die eine Fehlsichtigkeit dauerhaft korrigieren. Diese Verfahren machen Kontaktlinsen damit überflüssig. Lasermed in Berlin bietet 4 bewährte Methoden der refraktiven Chirurgie an.


ReLEx SMILE Pro (Small Incision Lenticule Extraction, kurz SMILE) ist der jüngste Vertreter der Laser-Verfahren bei Lasermed. Der Femtosekundenlaser präpariert ein Gewebeplättchen (Lentikel) in der Hornhaut, das der Operateur über einen wenige Millimeter kleinen Zugang entfernt. Ein Flap entfällt. Das Verfahren korrigiert Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung und gilt als besonders gewebeschonend. Mehr dazu auf unserer Seite zur ReLEx SMILE Pro Behandlung.


Femto-LASIK (Laser-in-situ-Keratomileusis, kurz LASIK) korrigiert Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung. Ein Femtosekundenlaser erzeugt zunächst einen dünnen Hornhautflap, der nach der eigentlichen Laserkorrektur zurückgeklappt wird. Details zum Ablauf erklärt die Seite zur Femto-LASIK.


PRK (Photorefraktive Keratektomie) ist die Oberflächenbehandlung ohne Flap und eignet sich für Patienten mit dünnerer Hornhaut sowie für Sportler und Berufsgruppen mit erhöhtem Verletzungsrisiko am Auge. Mehr zur PRK-Behandlung.


ICL-Linsen sind eine Alternative zum Lasern: ICL ist die Abkürzung für Implantable Collamer Lens. Diese implantierbaren Kontaktlinsen verbleiben dauerhaft im Auge, ohne dass die Hornhaut verändert wird. Sie sind die Option bei sehr hoher Fehlsichtigkeit, bei der ein Laserverfahren nicht infrage kommt. Wer unter wiederkehrender Linsenunverträglichkeit leidet, findet weitere Informationen im Beitrag zur ICL bei Kontaktlinsenunverträglichkeit und auf der Seite zu ICL-Linsen.


Welches Verfahren infrage kommt, entscheidet sich in der Voruntersuchung. Dabei messen wir Fehlsichtigkeit, Hornhautdicke und Hornhautstabilität und berücksichtigen Ihren Alltag, von Sport bis Bildschirmarbeit.


  1. 01

    Voruntersuchung

    Augenärztliche Vermessung von Fehlsichtigkeit, Hornhautdicke und -stabilität.

  2. 02

    Beratung

    Individuelle Empfehlung des geeigneten Verfahrens auf Basis der Untersuchungsergebnisse.

  3. 03

    Behandlung

    Durchführung des gewählten Verfahrens (ReLEX SMILE Pro, Femto-LASIK, PRK oder ICL).

  4. 04

    Nachsorge

    Regelmäßige Kontrolltermine nach dem Eingriff in der Post-OP-Phase.


Beratung bei Lasermed in Berlin


Wer regelmäßig mit Kontaktlinsen einschläft, hat meist kein Disziplinproblem, sondern ein Alltagsproblem: Linsen passen schlicht nicht zu jedem Lebensrhythmus. Ob und welches Augenlaser-Verfahren für Sie infrage kommt, prüfen wir in einer kostenfreien Erstberatung mit Voruntersuchung. Sie erhalten eine ehrliche Einschätzung, auch dann, wenn wir von einem Eingriff abraten. Vereinbaren Sie Ihren Beratungstermin bei Lasermed.


Häufige Fragen zum Schlafen mit Kontaktlinsen


Ist es schlimm, einmal mit Kontaktlinsen eingeschlafen zu sein?

Ein einmaliges versehentliches Einschlafen mit Kontaktlinsen ist in der Regel unbedenklich. Typisch sind trockene, gereizte Augen und eine Linse, die vorübergehend festsitzt. Beobachten Sie das Auge: Bleiben Rötung, Schmerzen oder verschwommenes Sehen über Stunden bestehen, suchen Sie einen Augenarzt auf.


Kann man mit Tageslinsen schlafen?

Nein. Keine Tageslinse besitzt eine Zulassung für das Tragen im Schlaf, unabhängig vom Dk/t-Wert des Materials. Tageslinsen sind ein Einwegprodukt für genau 1 Tag und am Abend zu entsorgen. Das dünne Material trocknet auf der Hornhaut zudem schnell fest. Das gilt auch für ein kurzes Nickerchen.


Darf man mit Monatslinsen über Nacht schlafen?

Nein. Gewöhnliche Monats- und Zwei-Wochen-Linsen sind für eine Tragedauer von 12 bis 14 Stunden am Tag konzipiert, nicht für die Nacht. Nur ausdrücklich dafür zertifizierte Langzeitlinsen dürfen im Schlaf getragen werden, und selbst dann nur nach ausdrücklicher Freigabe durch Ihren Augenarzt.


Was passiert bei einem einstündigen Mittagsschlaf mit Kontaktlinsen?

Auch bei 1 Stunde Mittagsschlaf sinkt die Sauerstoffversorgung der Hornhaut deutlich, weil das geschlossene Lid und die Linse die Zufuhr gemeinsam drosseln. Einmalig ist das meist harmlos. Wer regelmäßig mit Linsen nickert, summiert jedoch die Belastung und erhöht das Risiko für Reizungen und Infektionen. Besser: Linse vorher herausnehmen.


Kann eine Kontaktlinse hinter dem Auge verschwinden?

Nein. Bindehaut und Lidrand schließen den vorderen Augenabschnitt vollständig ab, eine Linse kann nicht hinter den Augapfel gelangen. Sie kann sich unter das Oberlid verschieben und dort Druck verursachen. Blinzeln, Befeuchten und vorsichtiges Massieren des geschlossenen Lids holen sie zurück. Bei Schmerzen oder einer unbeweglichen Linse hilft der Augenarzt.


Was mache ich, wenn die Kontaktlinse festklebt?

Befeuchten Sie das Auge großzügig mit steriler Kochsalzlösung oder Benetzungstropfen und warten Sie 5 bis 10 Minuten, bis sich die Linse wieder verschieben lässt. Ziehen Sie niemals an einer trocken festsitzenden Linse, weil dabei Hornhautzellen abgerissen werden können. Löst sie sich nicht, ist der Augenarzt der richtige Weg.


Woran erkenne ich eine Hornhautentzündung (Keratitis)?

Eine Keratitis zeigt sich in einem typischen Symptombild: Starke Rötung, Schmerzen beim Blinzeln, Lichtempfindlichkeit, vermehrtes Tränen, ein Fremdkörpergefühl und verschwommenes oder verzerrtes Sehen. Diese Symptome gehören in augenärztliche Behandlung. Ulcus corneae ist der Fachbegriff für ein Hornhautgeschwür, das eine unbehandelte Keratitis bilden kann und Narben hinterlässt.


Macht Augenlasern Kontaktlinsen dauerhaft überflüssig?

In vielen Fällen ja. ReLEx SMILE Pro, Femto-LASIK und PRK korrigieren Fehlsichtigkeiten per Laser dauerhaft. Bei sehr hoher Fehlsichtigkeit kommen ICL-Linsen als implantierbare Alternative hinzu. Ob ein Verfahren für Ihre Augen geeignet ist, klärt eine augenärztliche Voruntersuchung. Bei Lasermed analysieren wir dabei unter anderem Hornhautdicke, Fehlsichtigkeit und Ihren Lebensstil.