ReLEx SMILE PRO: So funktioniert Augenlasern mit der SMILE-Methode ohne Flap

Juli 30, 2026

ReLEx SMILE ist eine Augenlaser-Methode, bei der ein Femtosekundenlaser im Inneren der Hornhaut ein dünnes Gewebescheibchen formt, das Lentikel. Der Operateur entnimmt es durch einen Zugang von 2 bis 3 Millimetern. Ein Hornhaut-Flap wie bei der LASIK entfällt. Die Methode korrigiert Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung; bei Lasermed liegt der Behandlungsbereich bei bis zu -7 Dioptrien Kurzsichtigkeit und bis zu 2 Dioptrien Hornhautverkrümmung.

Lasermed arbeitet in Berlin, Hamburg und Leipzig mit der aktuellen Gerätegeneration, dem VisuMax 800 von Carl Zeiss Meditec (ZEISS). Das Verfahren heißt dort SMILE pro, bei uns ReLEx SMILE PRO. Die Laserzeit beträgt 8 bis 10 Sekunden pro Auge, der gesamte Termin dauert etwa 15 Minuten. Der Beitrag erklärt die SMILE-Methode Schritt für Schritt: Funktionsweise, Eignung, Grenzen und die Studienlage zu Heilung und Langzeitstabilität.


Nahaufnahme eines Auges mit digitaler Vermessungsgrafik zur Veranschaulichung der minimalinvasiven Kurzsichtigkeitskorrektur mit ReLEx SMILE PRO.

Was ist ReLEx SMILE? Die SMILE-Methode beim Augenlasern erklärt

ReLEx SMILE ist ein Verfahren der refraktiven Chirurgie, bei dem der Laser die Hornhaut nicht abträgt, sondern ein Lentikel im Hornhautinneren freilegt. ReLEx steht für Refractive Lenticule Extraction, SMILE für Small Incision Lenticule Extraction, also Lentikel-Entnahme durch einen kleinen Schnitt. Der Augenchirurg Walter Sekundo beschrieb die Methode 2011 mit Kollegen erstmals an 91 Augen (British Journal of Ophthalmology). In den USA ist sie seit 2016 für Kurzsichtigkeit und seit 2018 zusätzlich für Hornhautverkrümmung zugelassen.

Die SMILE-Methode ist keine Weiterentwicklung der LASIK, sondern eine eigene Verfahrensklasse. Bei der LASIK präpariert der Laser einen Hornhautdeckel (Flap), klappt ihn zur Seite und trägt darunter Gewebe ab. Bei der PRK entfernt der Operateur die oberste Hornhautschicht und lasert die Oberfläche. Bei der ReLEx-SMILE-Methode bleibt die Hornhautoberfläche bis auf den kleinen Zugang geschlossen. Die Hornhaut ändert ihre Form allein dadurch, dass das Lentikel fehlt. So treffen Lichtstrahlen wieder scharf auf die Netzhaut.

Unter einer Deckschicht (Cap) aus intaktem Hornhautgewebe liegt das Lentikel. Der Zugang für die Entnahme misst 2 bis 3 Millimeter (Übersichtsarbeit Reinstein et al., 2014). Ein LASIK-Flap legt dagegen einen großen Teil der Hornhautoberfläche frei.

ReLEx SMILE PRO

Schnittgröße

ca. 2 mm

Hornhaut-Flap

Nein

Korrigierbare Kurzsichtigkeit

bis ca. -7 Dioptrien

LASIK

Schnittgröße

großflächiger Flap

Hornhaut-Flap

Ja

Korrigierbare Kurzsichtigkeit

abhängig von Hornhautdicke

ReLEx SMILE oder SMILE PRO: Was ist der Unterschied?

SMILE pro ist der Name, den ZEISS der SMILE-Methode auf dem Lasergerät VisuMax 800 gibt. Das Verfahren selbst bleibt gleich: Lentikel anlegen, Lentikel entnehmen. Neu ist die Gerätegeneration. Der VisuMax 800 legt das Lentikel laut Hersteller in unter 10 Sekunden an, das Vorgängermodell VisuMax 500 brauchte dafür deutlich länger. Dazu kommen eine Zentrierhilfe für die Ausrichtung auf die optische Achse und ein Ausgleich der Augenrotation (Zyklotorsion), der vor allem bei Hornhautverkrümmung wichtig ist.

Die Begriffe „ReLEx SMILE" und „SMILE pro" bezeichnen also dieselbe Methode in zwei Gerätegenerationen. Lasermed behandelt ausschließlich mit dem VisuMax 800 und nennt das Verfahren ReLEx SMILE PRO. Die technischen Unterschiede im Detail beschreibt unser Beitrag SMILE Pro vs. ReLEx SMILE.

Ablauf der SMILE-Behandlung Schritt für Schritt

Die Behandlung mit ReLEx SMILE PRO dauert bei Lasermed etwa 15 Minuten. Der Laser selbst arbeitet davon 8 bis 10 Sekunden pro Auge. Vorher steht die Voruntersuchung, nachher die Nachsorge. So läuft es ab:

  1. Voruntersuchung (2 bis 3 Stunden): Wir messen Fehlsichtigkeit, Hornhautdicke, Hornhautform, Tränenfilm, Pupillengröße und Augeninnendruck. Pupillenerweiternde Tropfen schalten die Akkommodation aus, damit die Sehstärke exakt bestimmt wird. Vor dem Termin tragen Sie 2 Wochen keine weichen und 4 Wochen keine formstabilen Kontaktlinsen. Die Voruntersuchung endet mit der Ergebnisbesprechung und dem Behandlungsplan. Das Beratungsgespräch ist kostenfrei.
  2. Vorbereitung am Behandlungstag: Augentropfen betäuben das Auge, auf Wunsch erhalten Sie vorher ein leichtes Beruhigungsmittel. Ein Kontaktglas stabilisiert das Auge sanft, Sie fixieren einen Lichtpunkt.
  3. Lentikel anlegen: Der Femtosekundenlaser formt in 8 bis 10 Sekunden das Lentikel im Inneren der Hornhaut und den kleinen Zugang. Bei stärkeren Augenbewegungen stoppt der Laser automatisch innerhalb von Millisekunden.
  4. Lentikel entnehmen: Der Operateur löst das Lentikel und entnimmt es durch den 2 bis 3 Millimeter kleinen Zugang. Die Hornhaut hat nun die berechnete Form.
  5. Direkt danach: Ein Verband ist nicht nötig. Nach einer kurzen Erholungsphase verlassen Sie die Praxis; selbst fahren dürfen Sie nicht, kommen Sie deshalb in Begleitung. Die Sicht ist am Anfang noch leicht verschwommen und bessert sich in den meisten Fällen noch am selben Tag deutlich.
  1. 01

    Lentikel präparieren

    Der ZEISS VisuMax 800 Femtosekundenlaser formt berührungsfrei ein winziges Scheibchen (Lentikel) im Inneren der Hornhaut.

  2. 02

    Lentikel entnehmen

    Über einen ca. 2 mm kleinen Zugang wird das Lentikel schonend entfernt, sodass Lichtstrahlen wieder exakt auf die Netzhaut treffen.

  3. 03

    Heilung ohne Nähte

    Da kein Hornhaut-Flap angelegt wird, heilt das Auge ohne Nähte ab und die natürliche Hornhautstruktur bleibt erhalten.

Die Behandlung ist in der Regel schmerzfrei, weil die Tropfen die Hornhaut betäuben; ein Druckgefühl durch das Kontaktglas ist normal. In den ersten Stunden danach können die Augen brennen, tränen und lichtempfindlich reagieren, das klingt meist innerhalb weniger Stunden ab.

Vorteile der SMILE-Methode gegenüber Femto-LASIK und PRK

Zwei Vorteile der SMILE-Methode sind belegt: Sie kommt ohne Flap aus, und trockene Augen treten seltener auf als nach Femto-LASIK. Die Erholung verläuft ähnlich schnell wie nach Femto-LASIK, die Stabilität der Hornhaut ist in der Forschung umstritten. Ob SMILE für Sie besser ist als Femto-LASIK oder PRK, hängt von Ihren Augen ab, nicht von der Methode allein. Die Tabelle zeigt die Unterschiede mit den Behandlungsbereichen, die bei Lasermed gelten.

MerkmalReLEx SMILE PROFemto-LASIKPRK (Trans-PRK)
Zugang zur HornhautÖffnung 2 bis 3 mm, kein Flapgroßflächiger Flapoberste Schicht (Epithel) wird abgetragen
Kurzsichtigkeitbis -7 dptbis -7 dptbis -4 dpt
Weitsichtigkeitneinbis +4 dptbis +2 dpt
Hornhautverkrümmungbis 2 dptjabis 2 dpt
Laserein Femtosekundenlaser, 8 bis 10 Sekunden pro AugeFemtosekundenlaser für den Flap, Excimerlaser für den AbtragExcimerlaser
Scharfes Sehennach 1 bis 2 Tagennach 1 Tagnach 1 bis 2 Wochen
Trockene Augenseltener als nach Femto-LASIK (Metaanalysen)in den ersten Monaten häufigervorübergehend möglich
Kontaktsport, Beruf mit Verletzungsrisikogeeignet, kein FlapFlap kann sich nach einem Schlag aufs Auge verschieben (sehr selten)geeignet, kein Flap
Nachkorrekturnicht mit derselben MethodeFlap kann erneut geöffnet werdenerneute Oberflächenbehandlung

Trockene Augen. Eine Metaanalyse von 11 Studien mit 1.101 Augen (Zhang et al., 2016) fand nach SMILE seltener Zeichen und Symptome trockener Augen als nach Femto-LASIK. Eine zweite Auswertung (Kobashi et al., 2017) bestätigt das mit zwei Messwerten. Sechs Monate nach dem Eingriff lagen die Beschwerden im Fragebogen OSDI (Ocular Surface Disease Index) niedriger. Einen Monat nach dem Eingriff waren mehr Nervenfasern in der Hornhaut erhalten. Der Grund liegt im Zugang: Eine Öffnung von 2 bis 3 Millimetern durchtrennt weniger Hornhautnerven als ein großflächiger Flap.

Erholung. Ein direkter Vergleich (Liu et al., BMC Ophthalmology 2019, 120 Augen) fand 24 Stunden nach dem Eingriff keinen Unterschied mehr zwischen SMILE und Femto-LASIK. In den ersten zwei Stunden lag die Femto-LASIK vorn.

Hornhautstabilität. Weil der Cap intakt bleibt, gilt SMILE als schonender für die Biomechanik der Hornhaut. Eine Metaanalyse von 22 Studien (Guo et al., 2019) stützt diese Annahme. Eine neuere Auswertung von 16 Studien (Chen et al., 2023) fand drei Monate nach dem Eingriff keinen Vorteil gegenüber LASIK. Die American Academy of Ophthalmology (AAO) bewertet die Ektasie-Rate nach SMILE als wahrscheinlich niedriger als nach LASIK, aber nicht als null. Die Hornhautstabilität gilt deshalb als Tendenz, nicht als belegter Vorteil.

Welche Methode zu Ihnen passt, klärt die Voruntersuchung. Unsere Seiten zu Femto-LASIK und PRK zeigen die Alternativen, der Methodenvergleich stellt alle Verfahren nebeneinander.

Nachteile und Grenzen von ReLEx SMILE

Vor der Entscheidung zählen vier Grenzen der SMILE-Methode. Sie korrigiert keine Weitsichtigkeit, startet in den ersten Stunden langsamer, lässt keine Nachkorrektur mit derselben Methode zu und hat wie jeder Eingriff seltene Komplikationen.

  • Keine Weitsichtigkeit: SMILE pro ist seit 2024 in Europa auch für Weitsichtigkeit zugelassen, in Deutschland aber bislang kaum verbreitet. Wir behandeln Weitsichtigkeit mit Femto-LASIK oder PRK; bei Alterssichtigkeit kommt PRESBYOND infrage.
  • Langsamerer Start: Zwei Stunden nach dem Eingriff sahen in der Vergleichsstudie von Liu et al. 60 % der SMILE-Augen und 75 % der Femto-LASIK-Augen über der Messschwelle. Nach 24 Stunden war der Unterschied verschwunden.
  • Nachkorrektur: Die Kommission Refraktive Chirurgie (KRC) weist darauf hin, dass eine Nachoperation nach SMILE mit einem anderen Verfahren erfolgen muss. Nötig wird sie bei 1,5 bis 4,4 % der Augen (Moshirfar et al., 2022, und weitere Serien). Welche Methode dann infrage kommt, besprechen wir vor dem Eingriff.
  • Seltene Komplikationen: Ein SMILE-spezifisches Risiko ist ein Saugverlust des Kontaktglases während des Laserns. In großen Serien mit 3.000 bis 8.500 Augen trat er bei 0,4 bis 0,9 % auf. Der Operateur unterbricht dann und entscheidet nach dem Befund, wie es weitergeht. Ein Einriss des Lentikels kam in einer Serie von 3.004 Augen bei 0,27 % vor (Wang et al., 2017). Eine Ektasie, also eine Vorwölbung der Hornhaut, ist nach SMILE nur in Einzelfällen beschrieben.

In den ersten Wochen sind trockene Augen, Lichtempfindlichkeit und leichte Sehschwankungen üblich. Sie lassen sich mit den verordneten Tropfen behandeln und klingen in der Regel ab. Die Häufigkeiten aller Nebenwirkungen je Verfahren stehen im Beitrag Augen lasern Risiken, die Langzeitdaten unter Langzeitfolgen beim Augenlasern.

Eignung: Wer kommt für ReLEx SMILE infrage?

Für ReLEx SMILE PRO geeignet sind Erwachsene mit Kurzsichtigkeit bis -7 Dioptrien und Hornhautverkrümmung bis 2 Dioptrien. Die Werte müssen seit zwei Jahren stabil sein, die Hornhaut mindestens 500 Mikrometer dick. Das sind die Kriterien bei Lasermed. Die Kommission Refraktive Chirurgie (KRC, Stand Mai 2024) steckt den Rahmen etwas weiter. Sie nennt Kurzsichtigkeit von -1 bis -8 Dioptrien mit einem Grenzbereich bis -10, Hornhautverkrümmung bis 5 Dioptrien und eine Hornhautdicke ab 480 Mikrometern. Das Reststroma, also die Hornhautschicht unter dem Cap, muss mindestens 250 Mikrometer dick bleiben. Die Lasermed-Kriterien liegen innerhalb des KRC-Rahmens. Die amerikanische Zulassung (FDA, 2018) reicht bis -10 Dioptrien Kurzsichtigkeit und 3 Dioptrien Hornhautverkrümmung, setzt aber ein Mindestalter von 22 Jahren.

Unsere Voraussetzungen im Überblick:

  • Mindestalter 18 Jahre
  • Kurzsichtigkeit bis -7 dpt, Hornhautverkrümmung bis 2 dpt
  • Sehstärke seit 2 Jahren stabil (Schwankung höchstens 0,5 dpt)
  • Hornhautdicke mindestens 500 µm, Reststroma mindestens 250 µm
  • gesunde Augen ohne akute Erkrankung

Ausgeschlossen ist SMILE bei Keratokonus und anderen Hornhauterkrankungen, bei grauem Star, unkontrolliertem Glaukom und unbehandelten Erkrankungen der Augenoberfläche. Auch Schwangerschaft und Stillzeit sind Ausschlussgründe, ebenso Erkrankungen, die die Wundheilung stören, etwa unkontrollierte Autoimmunerkrankungen oder Diabetes. Bei Weitsichtigkeit bieten wir SMILE nicht an; hier sind Femto-LASIK oder PRK die etablierten Verfahren.

Ob Ihre Werte passen, zeigt erst die Voruntersuchung mit Hornhauttopografie und Dickenmessung. Liegen Sie außerhalb des SMILE-Bereichs, prüfen wir Femto-LASIK, PRK oder eine implantierbare Kontaktlinse (ICL). Die allgemeinen Kriterien fürs Augenlasern erklärt der Beitrag Augen lasern Voraussetzungen; Details zur Kurzsichtigkeit lasern finden Sie auf der Verfahrensseite.

Wann wir ReLEx SMILE PRO empfehlen und wann nicht

Besonders gut passt ReLEx SMILE PRO, wenn der fehlende Flap einen konkreten Nutzen hat. Das gilt in drei Situationen: bei Kontaktsport oder einem Beruf mit Verletzungsrisiko, bei einer Neigung zu trockenen Augen und wenn ein möglichst kurzer Laserschritt gewünscht ist. In allen drei Fällen zählt, dass ohne Flap nichts verrutschen kann und trockene Augen seltener auftreten.

Eine andere Methode als SMILE kommt in vier Fällen infrage:

  • Weitsichtigkeit oder Alterssichtigkeit: SMILE korrigiert beides nicht. Hier prüfen wir Femto-LASIK, PRK oder PRESBYOND.
  • Kurzsichtigkeit über -7 Dioptrien: Das liegt außerhalb des Lasermed-Bereichs für SMILE. Die implantierbare Kontaktlinse (ICL) lässt die Hornhaut unverändert und kommt hier in Betracht.
  • Hornhaut unter 500 Mikrometern oder auffällige Topografie: Das erfüllt die Lasermed-Kriterien für SMILE nicht; die KRC lässt 480 Mikrometer zu. Je nach Befund bleiben PRK oder ICL.
  • Hohe Ansprüche an den ersten Tag: Wer am Tag nach dem Eingriff wieder voll arbeiten muss, ist mit Femto-LASIK in den ersten Stunden etwas schneller. Nach dem ersten Tag gleicht sich das aus.

Die Entscheidung fällt mit den Messwerten der Voruntersuchung, nicht mit dem Wunsch nach einer bestimmten Methode.

Heilung und Sehschärfe nach ReLEx SMILE

Nach ReLEx SMILE PRO sehen die meisten Patienten schon am selben Tag deutlich besser. Scharfes Sehen stellt sich nach 1 bis 2 Tagen ein, Alltag und Arbeit sind nach 2 bis 3 Tagen möglich. Die volle Stabilität ist nach etwa 3 Monaten erreicht. Weil kein Flap anliegt und keine Nähte nötig sind, ist die Wundfläche klein.

ZeitpunktWas Sie erwarten könnenWas zu beachten ist
BehandlungstagSicht leicht verschwommen; Brennen, Tränen und Lichtempfindlichkeit klingen meist innerhalb weniger Stunden ab; das Sehen bessert sich in den meisten Fällen noch am selben Tag deutlichSonnenbrille tragen, keine Bildschirmarbeit, ausruhen, nicht selbst fahren
Tag 1Erste Nachkontrolle; scharfes Sehen nach 1 bis 2 Tagen, Alltag und Arbeit ab Tag 2 bis 3Augen nicht reiben, kein Make-up, Tropfplan einhalten
Woche 1Zweite Nachkontrolle; in der amerikanischen Zulassungsstudie sahen 97,9 % der Augen ohne Brille mindestens 0,5Körperliche Belastung reduzieren
Monat 1Dritte Nachkontrolle; Sehschärfe weitgehend stabil (100 % der Augen mindestens 0,5 in der Zulassungsstudie)Leichte Lichtempfindlichkeit und trockene Augen können noch auftreten, Augentropfen helfen
Monat 3 bis Jahr 1Volle Stabilität nach etwa 3 Monaten; Nachkontrolle nach 1 JahrTrockene Augen mit Tropfen behandeln, bis der Tränenfilm stabil ist

Wann Sport, Schwimmbad, Sauna und Bildschirmarbeit wieder erlaubt sind, steht mit allen Fristen im Beitrag Augenlasern Heilungsdauer; was bei trockenen Augen nach dem Augenlasern hilft, steht dort im Detail. Die vier Nachkontrollen sind im Preis enthalten.

Langzeitergebnisse: Wie stabil ist die Korrektur?

Die Korrektur durch ReLEx SMILE hält nach den bisher längsten Studien über zehn Jahre weitgehend stabil. Die Erstbeschreiber um Walter Sekundo untersuchten 56 Augen zehn Jahre nach dem Eingriff. Sie fanden eine mittlere Rückbildung von 0,35 Dioptrien (Blum et al., 2019). Eine zweite Zehnjahresstudie mit 32 Augen (Xia et al., 2024) fand 81 % der Augen innerhalb von 0,5 Dioptrien um den Zielwert. 94 % lagen innerhalb von 1 Dioptrie. Nach fünf Jahren lagen in einer Serie mit 60 Augen 82 % innerhalb von 0,5 Dioptrien (Lang et al., 2021).

Die Langzeitdaten haben zwei Einschränkungen. Die Fallzahlen der Studien sind mit 32 bis 69 Augen klein. Und die Stabilität hängt von der Ausgangsstärke ab: Bei hoher Kurzsichtigkeit lagen nach sieben Jahren nur 59 % der Augen innerhalb von 0,5 Dioptrien (Damgaard et al., 2021, 69 Augen). Lasermed behandelt mit ReLEx SMILE PRO bis -7 Dioptrien und damit unterhalb der Obergrenzen von KRC und FDA.

Unabhängig von der Methode verändert sich das Auge mit dem Alter. Ab etwa 45 Jahren lässt die Nahsicht nach (Alterssichtigkeit), das betrifft auch gelaserte Augen. Was das für die Haltbarkeit bedeutet, erklärt der Beitrag Wie lange hält Augenlasern?.

Was kostet ReLEx SMILE?

ReLEx SMILE PRO kostet bei Lasermed ab 1.890 Euro pro Auge, inklusive Voruntersuchung, Behandlung und aller Nachkontrollen. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht, weil die Behandlung außerhalb des Leistungskatalogs liegt. Was den Preis beeinflusst und wie sich die Behandlung finanzieren lässt, erklärt der Beitrag ReLEx SMILE Kosten. Die aktuellen Preise und den Beratungstermin finden Sie auf unserer ReLEx SMILE Seite.

ReLEx SMILE PRO bei Lasermed

Lasermed behandelt mit ReLEx SMILE PRO an den Standorten Berlin, Hamburg und Leipzig, jeweils mit dem ZEISS VisuMax 800. Der Weg beginnt mit einem kostenfreien Beratungsgespräch und der Voruntersuchung. Sie klärt, ob SMILE zu Ihren Augen passt oder eine andere Methode besser ist. Die Voruntersuchung ist ein eigener Termin; die Entscheidung für eine Methode fällt nach der Ergebnisbesprechung, nicht am Behandlungstag. Alle Informationen zur Behandlung finden Sie auf unserer Seite zu ReLEx SMILE. Vereinbaren Sie dort Ihren Beratungstermin.

Häufige Fragen zu ReLEx SMILE

Was ist der Unterschied zwischen ReLEx SMILE und LASIK?

Bei der LASIK legt der Laser einen Hornhautdeckel (Flap) an, der zur Seite geklappt wird, bevor der Laser darunter Gewebe abträgt. Bei ReLEx SMILE bleibt die Oberfläche geschlossen: Der Femtosekundenlaser formt im Inneren der Hornhaut ein Lentikel, das durch einen 2 bis 3 Millimeter kleinen Zugang entnommen wird. SMILE korrigiert nur Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung, LASIK auch Weitsichtigkeit.

Ist ReLEx SMILE besser als LASIK?

Keine der beiden Methoden ist pauschal besser. SMILE verursacht seltener trockene Augen und kommt ohne Flap aus, der sich bei Kontaktsport verschieben könnte. Femto-LASIK korrigiert zusätzlich Weitsichtigkeit, lässt sich leichter nachkorrigieren und liefert in den ersten Stunden etwas schneller klare Sicht. Welche Methode passt, entscheiden Ihre Messwerte in der Voruntersuchung.

Welche Nachteile hat ReLEx SMILE?

SMILE korrigiert keine Weitsichtigkeit. Die Sicht klart in den ersten Stunden etwas langsamer auf als nach Femto-LASIK, und eine Nachkorrektur ist nur mit einem anderen Verfahren möglich. Seltene Komplikationen sind ein Saugverlust während des Laserns (0,4 bis 0,9 % in großen Serien) und ein Einriss des Lentikels (0,27 %).

Für wen ist ReLEx SMILE geeignet?

Für Erwachsene ab 18 Jahren mit Kurzsichtigkeit bis -7 Dioptrien und Hornhautverkrümmung bis 2 Dioptrien, sofern die Werte seit zwei Jahren stabil sind und die Hornhaut mindestens 500 Mikrometer misst. Ausgeschlossen sind unter anderem Keratokonus, grauer Star, Schwangerschaft und Stillzeit.

Bis wie viel Dioptrien ist ReLEx SMILE möglich?

Bei Lasermed bis -7 Dioptrien Kurzsichtigkeit und bis 2 Dioptrien Hornhautverkrümmung. Die Kommission Refraktive Chirurgie nennt als Anwendungsbereich -1 bis -8 Dioptrien mit einem Grenzbereich bis -10, die amerikanische Zulassung reicht bis -10 Dioptrien. Lasermed behandelt bis -7 Dioptrien und bleibt damit unter beiden Obergrenzen.

Was ist der Unterschied zwischen ReLEx SMILE und SMILE PRO?

SMILE pro ist die SMILE-Methode auf dem ZEISS VisuMax 800, der aktuellen Gerätegeneration. Der Laser legt das Lentikel laut Hersteller in unter 10 Sekunden an; eine Zentrierhilfe und ein Ausgleich der Augenrotation unterstützen die Ausrichtung. Das Prinzip der Behandlung ist bei beiden gleich. Lasermed arbeitet mit dem VisuMax 800.

Wie lange dauert die Behandlung mit ReLEx SMILE?

Der Termin dauert etwa 15 Minuten, der Laser selbst arbeitet 8 bis 10 Sekunden pro Auge. Hinzu kommen die Voruntersuchung an einem eigenen Termin und vier Nachkontrollen innerhalb eines Jahres.

Tut ReLEx SMILE weh?

In der Regel nicht: Augentropfen betäuben die Hornhaut, Sie spüren nur einen leichten Druck durch das Kontaktglas. In den ersten Stunden danach können die Augen brennen, tränen oder lichtempfindlich sein; das klingt meist innerhalb weniger Stunden ab.

Kann man nach ReLEx SMILE nachlasern?

Ja, aber nicht mit derselben Methode. Die Kommission Refraktive Chirurgie weist darauf hin, dass eine Nachoperation nach SMILE mit einem anderen Verfahren erfolgt. Nötig wird das bei 1,5 bis 4,4 % der Augen. Welche Option infrage kommt, besprechen wir vor dem Eingriff.

Korrigiert ReLEx SMILE auch Weitsichtigkeit?

ReLEx SMILE pro ist seit 2024 in Europa auch für Weitsichtigkeit zugelassen, in Deutschland aber bislang kaum verbreitet. Wir behandeln Weitsichtigkeit mit Femto-LASIK oder PRK, bei Alterssichtigkeit ab etwa 45 Jahren mit dem PRESBYOND-Verfahren.