Wer sich die Augen lasern lassen will, wägt ein einmaliges Eingriffsrisiko gegen Jahre mit Brille oder Kontaktlinsen ab. Wie sicher Augenlasern wirklich ist, zeigen die Fakten aus 97 Studien mit 67.893 behandelten Augen (Sandoval et al., Journal of Cataract and Refractive Surgery, 2016). 99,5 % der Augen sehen nach einer LASIK (Laser-in-situ-Keratomileusis) unkorrigiert besser als 20/40, 1,2 % der Patienten sind mit dem Ergebnis unzufrieden. Der Ratgeber nennt die häufigen Nebenwirkungen der ersten Wochen und die seltenen Komplikationen. Er vergleicht das Risikoprofil von Femto-LASIK, ReLEx SMILE Pro (Small Incision Lenticule Extraction) und PRK (photorefraktive Keratektomie) und listet die Warnzeichen nach dem Eingriff (Stand: September 2026).

Augen lasern Risiken: das Wichtigste auf einen Blick
Augenlasern trägt zwei Arten von Risiken: häufige, vorübergehende Nebenwirkungen und seltene Komplikationen, die eine Behandlung erfordern. Mindestens ein neues visuelles Symptom wie Blendung, Halos, Starbursts oder Doppelbilder berichten in den ersten 3 Monaten 43 bis 46 % der Patienten, neue Trockenheitssymptome etwa 28 %. Eine Hornhautektasie tritt nach LASIK bei 0,04 bis 0,60 % der Augen auf (American Academy of Ophthalmology, AAO, Preferred Practice Pattern 2024).
- Nebenwirkungen: Die PROWL-Studien (Patient-Reported Outcomes with LASIK) der amerikanischen Arzneimittel- und Medizinproduktebehörde FDA (Food and Drug Administration) befragten 574 LASIK-Patienten. Nach 3 Monaten berichteten 43 bis 46 % mindestens ein neues visuelles Symptom, etwa Halos oder Blendung (Eydelman et al., JAMA Ophthalmology, 2017). Die meisten Symptome nahmen im weiteren Verlauf ab.
- Komplikationen: Infektionen, Flap-Verschiebungen und Hornhautektasie sind selten. Eine Flap-Verschiebung trat bei 10 von 81.238 Augen auf, das sind 0,012 % (AAO 2024).
- Nachkorrektur: 10,5 % der LASIK-Augen erhielten in einer Kohorte mit 2.485 Augen innerhalb eines Jahres eine Nachbehandlung (Hersh et al., Ophthalmology, 2003).
- Zufriedenheit: 95,4 % der Patienten waren in einer Auswertung von 19 Studien mit dem Ergebnis zufrieden (Solomon et al., Ophthalmology, 2009).
Wie hoch das Risiko im Einzelfall ist, hängt von der Hornhaut, der Höhe der Fehlsichtigkeit, Vorerkrankungen und dem gewählten Verfahren ab. Die Voruntersuchung bei Lasermed misst Hornhaut, Fehlsichtigkeit und Vorerkrankungen und schließt Patienten aus, für die der Eingriff ungeeignet ist. Welche Kriterien dabei gelten, erklärt unser Ratgeber zu den Voraussetzungen fürs Augenlasern.
Ist Augenlasern gefährlich?
Augenlasern ist ein Eingriff mit geringem Risiko für bleibende Schäden und hohem Risiko für vorübergehende Beschwerden. In der Auswertung von 67.893 Augen verloren 0,61 % zwei oder mehr Zeilen ihrer bestkorrigierten Sehschärfe (Sandoval et al., 2016). Eine vollständige Erblindung führt die Auswertung nicht auf. Die FDA weist trotzdem darauf hin, dass schwere Infektionen oder Komplikationen im Extremfall zu dauerhaftem Sehverlust führen können. Der Eingriff gilt deshalb als sicher, aber nicht als risikofrei.
Das Risiko im Einzelfall bestimmen Patientenauswahl, Erfahrung des Zentrums und Nachsorge:
- Patientenauswahl. Die Kommission Refraktive Chirurgie (KRC) von Deutscher Ophthalmologischer Gesellschaft und Berufsverband der Augenärzte nennt für LASIK und SMILE klare Ausschlusskriterien. Dazu gehören eine Hornhautdicke unter 480 µm und ein Alter unter 18 Jahren.
- Erfahrung des Zentrums. In einer Serie mit 8.493 SMILE-Augen kam es bei 31 Augen zum Saugverlust während der Operation, das sind 0,37 %. Im zweiten Jahr der Serie lag die Rate bei 2,13 %, in den vier Folgejahren zwischen 0,22 und 0,34 % (Huang et al., BMC Ophthalmology, 2020).
- Nachsorge. Infektionen und Entzündungen entstehen in den ersten Tagen. Die Nachkontrollen am ersten Tag und nach einer Woche dienen dazu, sie früh zu erkennen.
Wie sicher die Verfahren im Vergleich sind, zeigt unser Beitrag zur sichersten Augenlaser-Methode.
Nebenwirkung oder Komplikation: der Unterschied
Eine Nebenwirkung ist eine erwartbare, meist vorübergehende Begleiterscheinung der Heilung. Eine Komplikation ist ein unerwartetes Ereignis, das eine ärztliche Behandlung erfordert. Trockene Augen nach einer Femto-LASIK sind eine Nebenwirkung. Eine Infektion der Hornhaut ist eine Komplikation. Die Unterscheidung hilft bei der Einordnung jeder Zahl in diesem Ratgeber.
Zur Orientierung ordnen wir die belegten Raten in die Häufigkeitsklassen ein, wie sie Packungsbeilagen verwenden:
| Klasse | Häufigkeit | Belegte Rate beim Augenlasern |
|---|---|---|
| Sehr häufig | mehr als 1 von 10 Behandelten | mindestens ein neues visuelles Symptom nach LASIK, etwa Blendung, Halos, Starbursts oder Doppelbilder (43 bis 46 %, PROWL), neue Trockenheitssymptome (28 %, PROWL), Nachkorrektur im ersten Jahr (10,5 %, Hersh 2003) |
| Häufig | 1 bis 10 von 100 | Verlust von 2 oder mehr Zeilen Sehschärfe nach PRK bei hoher Myopie (6 %, AAO 2024) |
| Gelegentlich | 1 bis 10 von 1.000 | Verlust von 2 oder mehr Zeilen Sehschärfe nach LASIK (0,61 %, Sandoval 2016), Hornhautektasie am oberen Ende der Schätzung (0,60 %, AAO 2024) |
| Selten | 1 bis 10 von 10.000 | Hornhautektasie am unteren Ende der Schätzung (0,04 %, AAO 2024), Flap-Verschiebung (0,012 %, AAO 2024) |
Für Infektionen stuft die AAO die Häufigkeit ohne Zahl als „uncommon“ ein, die KRC führt die Infektion mit starker Narbenbildung unter den sehr seltenen Nebenwirkungen.
Häufige Nebenwirkungen nach dem Augenlasern
Häufige Nebenwirkungen nach dem Augenlasern sind trockene Augen, Blendung und Halos, Lichtempfindlichkeit und schwankende Sehschärfe. In den PROWL-Studien der FDA mit 574 LASIK-Patienten berichteten 43 % (PROWL-1) und 46 % (PROWL-2) nach 3 Monaten mindestens ein neues visuelles Symptom (Eydelman et al., 2017). Weniger als 1 % der Teilnehmer beider Studien fühlten sich dadurch im Alltag eingeschränkt (Angabe nach AAO 2024).
Trockene Augen. Der Laser durchtrennt beim Flap-Schnitt Hornhautnerven, die Tränenproduktion sinkt vorübergehend. Von den Patienten, die vor der LASIK beschwerdefrei waren, hatten in den PROWL-Studien etwa 28 % nach 3 Monaten Trockenheitssymptome. Der Anteil mit normalem Trockenheits-Score stieg in PROWL-1 von 55 % vor der Operation auf 73 % nach 6 Monaten. Schon vor dem Eingriff hatten also 45 % der Teilnehmer einen auffälligen Trockenheits-Score, nach 6 Monaten waren es 27 %. Der Rückgang belegt keine Wirkung der LASIK gegen trockene Augen: Ein Teil der Trockenheit bestand schon vor dem Eingriff und nahm im Verlauf ab. Nach ReLEx SMILE Pro treten Trockenheitssymptome seltener auf als nach LASIK, das zeigt eine Metaanalyse von 11 randomisierten Studien mit 1.101 Augen (AAO 2024). Ursachen, Verlauf und Behandlung beschreibt unser Ratgeber zu trockenen Augen nach dem Augenlasern.
Blendung, Halos und Starbursts. Lichthöfe um Lampen und Scheinwerfer entstehen, weil die Hornhaut in den ersten Wochen leicht geschwollen ist. Zusätzlich muss die Übergangszone der Behandlung glatt einheilen. Die Symptome zeigen sich besonders nachts bei weiter Pupille und nehmen über Wochen bis Monate ab. Welche Halos zur Heilung gehören, erklärt der Beitrag zum Nachtsehen nach dem Augenlasern.
Lichtempfindlichkeit und Sehschwankungen. In den ersten Tagen blenden helle Räume und Sonnenlicht, eine Sonnenbrille gleicht das aus. Die Sehschärfe schwankt im ersten Monat über den Tag, morgens ist das Bild oft unschärfer. Nach PRK dauert diese Phase länger als nach Femto-LASIK oder SMILE, weil die Oberfläche erst nachwachsen muss. Die Zeiträume je Verfahren stehen im Ratgeber zur Heilungsdauer nach dem Augenlasern.
Beschwerden nach dem Eingriff klingen bei den meisten Patienten innerhalb von 3 bis 6 Monaten ab. Bleiben trockene Augen oder Halos länger bestehen, behandeln wir sie gezielt, etwa mit konservierungsmittelfreien Tränenersatzmitteln oder einer Prüfung der Restfehlsichtigkeit.
Augen lasern Risiken je nach Verfahren
Die Risiken unterscheiden sich je Verfahren, weil Femto-LASIK, ReLEx SMILE Pro und PRK die Hornhaut auf drei Arten öffnen. Die Femto-LASIK schneidet einen Flap. ReLEx SMILE Pro entnimmt ein Gewebescheibchen durch einen 2 bis 3 mm kleinen Zugang. Die PRK trägt die oberste Hornhautschicht ab. Daraus folgt je Verfahren ein eigenes Risikoprofil:
| Risiko | Femto-LASIK | ReLEx SMILE Pro | PRK |
|---|---|---|---|
| Trockene Augen | häufig, etwa 28 % neue Symptome nach 3 Monaten (PROWL) | seltener als nach LASIK (Metaanalyse, 11 Studien, AAO 2024) | möglich, Rate in den ausgewerteten Quellen nicht beziffert |
| Flap-Komplikationen | Verschiebung 0,012 %, Epitheleinwachsung selten (AAO 2024) | kein Flap | kein Flap |
| Hornhautektasie | 0,04 bis 0,60 % (AAO 2024) | laut AAO offenbar seltener als nach LASIK, aber möglich | möglich, Rate in der AAO-Leitlinie nicht beziffert |
| Verfahrensspezifisch | Nachkorrektur durch erneutes Anheben des Flaps möglich | Saugverlust 0,37 % in 8.493 Augen (Huang 2020); Nachkorrektur mit demselben Verfahren laut KRC ausgeschlossen | Haze (oberflächliche Narbe), schmerzhafte erste 1 bis 3 Tage (Klinikangabe), langsamere Seherholung |
| Seherholung | 88 % mit voller Sehschärfe nach 1 Monat (AAO 2024) | nach 24 Stunden gleichauf mit Femto-LASIK (Vergleichsstudie BMC Ophthalmology 2019), Ein-Monats-Wert in den Quellen nicht beziffert | 48 % nach 1 Monat, 94 % nach 6 Monaten (AAO 2024) |
Femto-LASIK (LASIK): Risiken und Komplikationen
Femto-LASIK ist das Verfahren mit den meisten Langzeitdaten und dem Flap als spezifischem Risiko. Der Femtosekundenlaser präpariert eine dünne Hornhautlamelle, den Flap, darunter korrigiert der Excimer-Laser die Fehlsichtigkeit. Flap-Verschiebungen sind mit 0,012 % sehr selten. Sie treten nach Schnitten mit dem mechanischen Mikrokeratom häufiger auf als nach dem Femtosekundenlaser (AAO 2024). Eine Epitheleinwachsung unter den Flap ist nach einer ersten LASIK selten. Sie wird häufiger, wenn der Flap für eine Nachkorrektur erneut angehoben wird. Als sehr seltene Nebenwirkungen nennt die KRC sterile Entzündungen der Wundheilung, in der Fachsprache diffuse lamelläre Keratitis (DLK), Infektionen mit Narbenbildung und die Keratektasie. Mehr zum Flap steht im Beitrag zum Femtosekundenlaser und Flap.
ReLEx SMILE Pro: Risiken und Nebenwirkungen
ReLEx SMILE Pro kommt ohne Flap aus und verursacht deshalb seltener trockene Augen als die Femto-LASIK. Der Laser formt im Hornhautinneren ein Lentikel, das der Augenarzt durch den kleinen Zugang entfernt. Das spezifische Risiko ist der Saugverlust während der Laserphase. In der Serie mit 8.493 Augen kam er bei 0,37 % vor. Eine kleine Einzelzentrumsstudie mit 282 Augen meldete 6,4 % (Hamed et al., International Journal of Ophthalmology, 2019). Der Unterschied zeigt, wie stark die Erfahrung des Zentrums zählt. Nach 10 Jahren lag die Restfehlsichtigkeit bei 56 nachuntersuchten Augen im Mittel bei −0,35 Dioptrien. Kein Auge hatte zwei oder mehr Zeilen Sehschärfe verloren (Blum et al., Journal of Refractive Surgery, 2019). Eine Nachkorrektur mit demselben Verfahren schließt die KRC aus, Lasermed korrigiert dann mit der PRK oder einer Femto-LASIK.
PRK: Risiken und Nebenwirkungen
PRK verzichtet auf jeden Schnitt in die Hornhaut und hat dafür die längste Heilung. Weil das Epithel nachwachsen muss, sind nach unserer Erfahrung die ersten 1 bis 3 Tage schmerzhaft, und die Sehkraft erholt sich langsamer. Nach einem Monat sahen 48 % der PRK-Augen 20/20, nach Femto-LASIK 88 %. Nach 6 Monaten lagen beide Verfahren über 90 % (AAO 2024). Das verfahrenstypische Risiko ist der Haze, eine oberflächliche Narbenbildung der Hornhaut. Mitomycin C während des Eingriffs senkt die Haze-Rate deutlich, das belegt eine Metaanalyse mit 3.536 Augen (Chang et al., Acta Ophthalmologica, 2021). Bei hoher Myopie verloren nach PRK 6 % der Augen zwei oder mehr Zeilen bestkorrigierter Sehschärfe, bei niedriger und mittlerer Myopie 0 bis 1 % (AAO 2024). Deshalb setzt Lasermed die PRK bis etwa −4 Dioptrien ein, etwa bei dünner Hornhaut oder Kontaktsport. Die verwandte LASEK (Laser-epitheliale Keratomileusis) arbeitet ebenfalls an der Oberfläche und teilt das Risikoprofil der PRK.
PRESBYOND: Risiken der Laser Blended Vision
PRESBYOND (Laser Blended Vision) ist eine Femto-LASIK-Variante für die Alterssichtigkeit ab etwa 45 Jahren und teilt deren Risikoprofil einschließlich Flap. Hinzu kommt die Gewöhnung an die unterschiedliche Einstellung beider Augen: Ein Auge sieht in der Ferne schärfer, das andere in der Nähe, das Gehirn verbindet beide Bilder. Wie die Eingewöhnung an PRESBYOND verläuft und wer sie gut verträgt, beschreibt unser Ratgeber zu Monovision und PRESBYOND.
Seltene Komplikationen: Infektion, Ektasie und Nachkorrektur
Seltene Komplikationen beim Augenlasern sind die Infektion der Hornhaut, die Hornhautektasie, Flap-Komplikationen und eine Unter- oder Überkorrektur, die eine Nachbehandlung erfordert. Voruntersuchung, Operationstechnik und Nachsorge zielen auf alle vier, ausschließen lässt sich keine.
Infektion. Eine Keratitis, also eine Entzündung der Hornhaut durch Keime, entsteht in den ersten Tagen nach dem Eingriff. Die AAO stuft sie als selten ein, die KRC führt die Infektion mit starker Narbenbildung unter den sehr seltenen Nebenwirkungen. Antibiotische Augentropfen nach der Operation gehören zum Tropfplan bei Lasermed, dazu der Verzicht auf Schwimmbad, Sauna und Augenreiben in den ersten Wochen.
Hornhautektasie. Eine Ektasie ist eine fortschreitende Vorwölbung der Hornhaut, weil das verbliebene Gewebe dem Augeninnendruck nachgibt. Die AAO schätzt die Häufigkeit nach LASIK auf 0,04 bis 0,60 %. Als wichtigsten Risikofaktor nennt sie eine auffällige Hornhauttopographie, dazu eine dünne Hornhaut, einen hohen Abtrag und ein junges Alter. Lasermed behandelt mit Femto-LASIK und ReLEx SMILE Pro ab einer Hornhautdicke von 500 µm und lässt ein Restbett von mindestens 250 µm stehen. Die KRC setzt die Untergrenze bei 480 µm. Zusammenhänge zwischen Dicke und Verfahren erklärt der Beitrag zur Hornhautdicke beim Augenlasern.
Unter- und Überkorrektur. Bleibt eine Restfehlsichtigkeit, lässt sie sich nach Abschluss der Heilung nachkorrigieren. In der Hersh-Studie (2003) erhielten 10,5 % der LASIK-Augen innerhalb eines Jahres eine Nachbehandlung, am häufigsten bei hoher Ausgangsfehlsichtigkeit, Restastigmatismus und einem Alter über 40 Jahren. Ablauf, Voraussetzungen und Kosten stehen im Ratgeber zum Nachlasern nach Femto-LASIK. Verschlechtert sich die Sehschärfe Jahre später wieder, sprechen Augenärzte von Regression. Die Ursachen erklärt der Beitrag zur Sehschwäche nach dem Lasern.
Warnzeichen nach dem Augenlasern
Ein Warnzeichen nach dem Augenlasern ist ein Symptom, das über die normale Heilung hinausgeht und am selben Tag ärztlich abgeklärt gehört. Dazu zählen zunehmende Schmerzen, eine plötzliche Sehverschlechterung, eitriger Ausfluss und eine starke Rötung des Auges. Schmerzen, Sehverlust, Ausfluss und Rötung sprechen für eine Infektion, eine Entzündung oder eine Flap-Verschiebung. Rufen Sie bei einem der vier Warnzeichen am selben Tag in Ihrem Lasermed-Zentrum an.
Normal sind dagegen ein Fremdkörpergefühl, tränende Augen und Lichtempfindlichkeit am Behandlungstag, leichte Schwankungen der Sehschärfe im ersten Monat und Halos bei Nacht in den ersten Wochen. Ob Schmerzen noch zur Heilung gehören, ordnet unser Ratgeber zu Schmerzen beim und nach dem Augenlasern ein. Die Nachkontrollen bei Lasermed am ersten Tag, nach einer Woche, nach einem Monat und nach einem Jahr dienen genau dazu, Komplikationen früh zu erkennen.
Augen lasern Nachteile jenseits der Medizin
Augenlasern hat neben den medizinischen Risiken vier praktische Nachteile: eine Heilungsphase mit Einschränkungen, strenge Eignungskriterien, die Möglichkeit einer Nachkorrektur und die Kosten als Selbstzahlerleistung.
- Heilungsphase. In den ersten Wochen entfallen Schwimmen, Sauna, Kontaktsport und Augen-Make-up, Bildschirmarbeit strengt in den ersten Tagen an. Welche Tätigkeit wann wieder erlaubt ist, listet der Beitrag Was Sie nach dem Augenlasern beachten sollten.
- Eignung. Eine dünne Hornhaut, instabile Werte, unkontrollierte Autoimmunerkrankungen, ausgeprägt trockene Augen sowie ein visuell relevanter Grauer Star oder ein unkontrolliertes Glaukom schließen den Eingriff nach der AAO-Leitlinie aus. Wer ausgeschlossen ist, hat mit ICL-Linsen (implantierbaren Kontaktlinsen) und dem refraktiven Linsentausch zwei Alternativen.
- Nachkorrektur. Rund jede zehnte LASIK-Behandlung wurde in der Hersh-Studie innerhalb eines Jahres nachjustiert. Ob und wann eine Nachkorrektur bei Lasermed möglich ist, klärt die Nachkontrolle nach Abschluss der Heilung.
- Kosten. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen das Augenlasern bis auf Ausnahmen nicht. Die Preise je Verfahren stehen auf unserer Seite zu den Kosten des Augenlaserns.
Wer ein erhöhtes Risiko trägt
Ein erhöhtes Risiko beim Augenlasern tragen Patienten mit dünner oder unregelmäßig geformter Hornhaut, hoher Fehlsichtigkeit, vorbestehend trockenen Augen, gestörter Wundheilung, instabilen Werten oder weiteren Augenerkrankungen. Die AAO-Leitlinie 2024, die FDA und die KRC nennen folgende Faktoren:
- Hornhaut: Eine auffällige Topographie oder ein Keratokonus im Frühstadium ist der wichtigste Risikofaktor für eine Ektasie. Unter 480 µm Dicke schließt die KRC LASIK und SMILE aus. Wann ein Keratokonus behandelbar ist, erklärt der Beitrag zu Keratokonus und Laser.
- Hohe Fehlsichtigkeit: Je höher der Abtrag, desto dünner das Restbett und desto größer das Risiko für Ektasie, Nachkorrektur und Halos. Bei einer Hornhautverkrümmung kommt das Risiko einer Unterkorrektur des Zylinders hinzu. Welche Werte sich lasern lassen, steht auf der Seite zum Lasern bei Hornhautverkrümmung.
- Trockene Augen vor dem Eingriff: Die FDA hält fest, dass LASIK bestehende Trockenheit verstärkt, und die AAO führt ein unzureichend kontrolliertes trockenes Auge als relative Kontraindikation. Bei kontrollierbarer Trockenheit prüfen wir ReLEx SMILE Pro, das laut Metaanalyse seltener Trockenheitssymptome verursacht als LASIK.
- Wundheilung: Autoimmunerkrankungen wie Lupus oder rheumatoide Arthritis, ein schlecht eingestellter Diabetes und Medikamente wie Isotretinoin oder Steroide stören die Heilung. Ob ein gut eingestellter Diabetes ein Ausschluss ist, klärt unser Ratgeber zu Augenlasern bei Diabetes.
- Instabile Werte: Schwangerschaft, Stillzeit und hormonelle Schwankungen verändern die Refraktion vorübergehend. Lasermed behandelt erst, wenn sich die Werte ein Jahr lang um höchstens 0,5 Dioptrien verändert haben. Mehr dazu im Beitrag zu Augenlasern in der Schwangerschaft.
- Weitere Augenerkrankungen: Ein visuell relevanter Grauer Star schließt den Laser-Eingriff aus (AAO; KRC: symptomatische Katarakt), ebenso ein unkontrolliertes Glaukom (AAO) beziehungsweise ein Glaukom mit ausgeprägten Gesichtsfeldschäden (KRC). Beim Grauen Star ersetzt der Linsentausch die Laserkorrektur, mehr dazu auf unserer Seite zum Grauen Star.
Die Pupillengröße gehört bei Lasermed zu den sechs Messwerten der Voruntersuchung. Die AAO merkt allerdings an, dass Studien keinen belegten Zusammenhang zwischen Pupillengröße und der Sehqualität nach dem Eingriff zeigen. Die FDA führt große Pupillen dagegen weiter als Risikofaktor für Halos. Lasermed nutzt den Wert deshalb zur Planung der Behandlungszone, nicht als Ausschlusskriterium.
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Zum Augenlasern‑EignungstestWas Langzeitstudien und Statistiken zeigen
Langzeitstudien zum Augenlasern belegen stabile Ergebnisse. Die längste ausgewertete Nachbeobachtung umfasst 10 Jahre an 56 SMILE-Augen (Blum et al., 2019). Über 19 Studien mit 2.198 LASIK-Patienten lag die Zufriedenheit bei 95,4 % (Solomon et al., 2009). Für LASIK reichen die ausgewerteten Operationen bis 1995 zurück, für ReLEx SMILE bis 2008. Für PRESBYOND liegen in den ausgewerteten Quellen keine Langzeitdaten vor.
| Studie | Datenbasis | Kernergebnis |
|---|---|---|
| Solomon et al., Ophthalmology 2009 | 19 Studien, 2.198 LASIK-Patienten | 95,4 % zufrieden (Spanne 87,2 bis 100 %) |
| Sandoval et al., J Cataract Refract Surg 2016 | 97 Studien, 67.893 Augen | 99,5 % der Augen sehen unkorrigiert besser als 20/40, 90,9 % liegen innerhalb ± 0,5 Dioptrien, 0,61 % verlieren 2 oder mehr Zeilen, 1,2 % der Patienten (129 von 9.726) unzufrieden |
| Eydelman et al., JAMA Ophthalmology 2017 (PROWL) | 574 LASIK-Patienten, FDA | 43 bis 46 % neue visuelle Symptome nach 3 Monaten, Unzufriedenheit mit dem Sehen 1 bis 4 % |
| Blum et al., J Refract Surg 2019 | 56 SMILE-Augen nach 10 Jahren | Restfehlsichtigkeit im Mittel −0,35 Dioptrien, kein Verlust von 2 oder mehr Zeilen |
| Hersh et al., Ophthalmology 2003 | 2.485 LASIK-Augen | 10,5 % Nachbehandlung im ersten Jahr |
Die Studien messen die Stabilität der Hornhautkorrektur, nicht die Alterung des Auges. Eine Alterssichtigkeit ab etwa 45 Jahren und ein Grauer Star im höheren Alter entstehen unabhängig davon, ob die Augen gelasert wurden. Wie lange das Laserergebnis hält, erklärt der Ratgeber Wie lange hält Augenlasern. Außerdem berichten die Studien Mittelwerte großer Gruppen. Eine dünne Hornhaut oder eine hohe Myopie verschiebt das persönliche Risiko nach oben, wie der Abschnitt zu den Risikofaktoren zeigt. Welche Spätfolgen nach Jahren dokumentiert sind, fasst der Beitrag zu den Langzeitfolgen des Augenlaserns zusammen.
Wie Lasermed die Risiken senkt
Lasermed senkt das Risiko beim Augenlasern mit einer Voruntersuchung aus sechs Messparametern, der Wahl des Verfahrens nach Hornhaut und Fehlsichtigkeit und einem festen Nachsorgeplan.
- Voruntersuchung. In 2 bis 3 Stunden messen wir Fehlsichtigkeit, Hornhautdicke, Hornhautform, Tränenfilm, Pupillengröße und Augeninnendruck und untersuchen die Netzhaut bei erweiterter Pupille. Weiche Kontaktlinsen bleiben vorher 14 Tage, formstabile 28 Tage aus dem Auge, damit die Hornhaut ihre natürliche Form zeigt. Den Ablauf beschreibt der Beitrag zur Voruntersuchung vor der Augenlaser-Behandlung.
- Verfahrenswahl. ReLEx SMILE Pro bei Kurzsichtigkeit bis −7 Dioptrien und Neigung zu trockenen Augen, Femto-LASIK bei Weitsichtigkeit bis +4 Dioptrien, PRK bei dünner Hornhaut bis −4 Dioptrien, PRESBYOND bei Alterssichtigkeit. Die Grenzwerte im Detail stehen auf den Verfahrensseiten zu ReLEx SMILE, Femto-LASIK, PRK und PRESBYOND.
- Nachsorge. Kontrollen am ersten Tag, nach einer Woche, nach einem Monat und nach einem Jahr, dazu ein Tropfplan mit antibiotischen und befeuchtenden Augentropfen. Was der Plan enthält, steht im Ratgeber zur Nachsorge nach der Augenlaser-Behandlung.
Die KRC verlangt zusätzlich, dass Aufklärung und Entscheidung über das Verfahren vor dem Operationstag stattfinden, damit Bedenkzeit bleibt. Bei Lasermed endet die Voruntersuchung deshalb mit der Ergebnisbesprechung und dem Behandlungsplan.
Häufige Fragen zu Risiken beim Augenlasern
Wie gefährlich ist Augenlasern?
Eine Augenlaser-Behandlung führt bei 0,61 % der Augen zu einem Verlust von zwei oder mehr Zeilen bestkorrigierter Sehschärfe. Das zeigt die Studienauswertung mit 67.893 Augen (Sandoval et al., 2016). Vorübergehende Nebenwirkungen sind dagegen häufig: Mindestens ein neues visuelles Symptom wie Blendung, Halos, Starbursts oder Doppelbilder berichten nach 3 Monaten 43 bis 46 % der Patienten, neue Trockenheitssymptome etwa 28 % (PROWL-Studien, 2017).
Was kann beim Augenlasern schiefgehen?
Beim Augenlasern kann eine Infektion, eine Flap-Verschiebung, eine Hornhautektasie oder eine Unter- beziehungsweise Überkorrektur auftreten. Die Flap-Verschiebung liegt bei 0,012 %, die Ektasie bei 0,04 bis 0,60 % (AAO 2024). Eine Nachkorrektur war in einer Kohorte bei 10,5 % der Augen nötig (Hersh et al., 2003).
Kann man durch Augenlasern erblinden?
Erblindung durch Augenlasern führt die Studienauswertung mit 67.893 Augen nicht auf. Sie berichtet einen Verlust von zwei oder mehr Zeilen Sehschärfe bei 0,61 % der Augen. Die FDA weist darauf hin, dass eine schwere Infektion oder Komplikation im Extremfall zu dauerhaftem Sehverlust führen kann. Das Risiko ist damit sehr gering, bleibt aber bestehen.
Welche Nebenwirkung ist beim Augenlasern am häufigsten?
Trockene Augen sind die häufigste Nebenwirkung beim Augenlasern. In den PROWL-Studien hatten etwa 28 % der vorher beschwerdefreien LASIK-Patienten nach 3 Monaten Trockenheitssymptome (Eydelman et al., 2017). Nach ReLEx SMILE Pro treten sie seltener auf als nach LASIK.
Wie lange dauern die Nebenwirkungen nach dem Augenlasern?
Nebenwirkungen nach dem Augenlasern klingen bei den meisten Patienten innerhalb von 3 bis 6 Monaten ab. In den PROWL-Studien stieg der Anteil der Patienten ohne Trockenheitssymptome von 55 % vor der Operation auf 73 % nach 6 Monaten. Halos bessern sich über Wochen bis Monate.
Was ist eine Hornhautektasie und wie häufig ist sie?
Eine Hornhautektasie ist eine fortschreitende Vorwölbung der Hornhaut nach einem Laser-Eingriff. Die AAO schätzt die Häufigkeit nach LASIK auf 0,04 bis 0,60 %. Eine auffällige Hornhauttopographie ist der wichtigste Risikofaktor, deshalb misst die Voruntersuchung die Hornhautform mit.
Wie oft ist eine Nachkorrektur nötig?
Eine Nachkorrektur war in der Hersh-Studie (2003) bei 10,5 % der LASIK-Augen im ersten Jahr nötig, häufiger bei hoher Ausgangsfehlsichtigkeit und einem Alter über 40 Jahren. Nach ReLEx SMILE Pro schließt die KRC eine Nachkorrektur mit demselben Verfahren aus, Lasermed nutzt dann PRK oder Femto-LASIK.
Ist das Lasern bei Hornhautverkrümmung riskanter?
Lasern bei Hornhautverkrümmung trägt ein höheres Risiko einer Restfehlsichtigkeit, weil der Zylinder exakt in der Achse korrigiert werden muss. Restastigmatismus zählt in der Hersh-Studie (2003) zu den Faktoren, die eine Nachbehandlung wahrscheinlicher machen. Bei Lasermed korrigieren ReLEx SMILE Pro und PRK bis −2 Dioptrien Hornhautverkrümmung. Welche Werte die Femto-LASIK abdeckt, klärt die Voruntersuchung. Die KRC nennt für LASIK einen Anwendungsbereich bis 5 Dioptrien.
Welche Risiken hat die Femto-LASIK gegenüber ReLEx SMILE und PRK?
Die Femto-LASIK hat als einziges Verfahren ein Flap-Risiko und verursacht häufiger trockene Augen als ReLEx SMILE. Dafür erholt sich die Sehschärfe schneller als nach PRK: 88 % gegenüber 48 % mit 20/20 nach einem Monat (AAO 2024). Eine Nachkorrektur ist über den Flap möglich.
Ihr nächster Schritt: Beratung bei Lasermed
Die Voruntersuchung bei Lasermed dauert 2 bis 3 Stunden. Hornhauttopographie, Dickenmessung und Tränenfilmanalyse zeigen, ob Ihr persönliches Risiko im Bereich der Statistik liegt oder darüber. Im kostenfreien Beratungsgespräch an den drei Standorten Berlin, Hamburg und Leipzig besprechen wir Ihre Werte, das passende Verfahren und die Risiken, die für Sie zählen. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Beratungstermin.
