Keine Augenlaser-Methode ist für alle Menschen gleichermaßen die beste und sicherste. Entscheidend sind Hornhautdicke, Art und Höhe der Fehlsichtigkeit, Ihr Alter und eine mögliche Alterssichtigkeit, trockene Augen sowie Beruf und Sport. Lasermed bietet vier Laserverfahren an: PRK, Femto-LASIK, ReLEx SMILE PRO und PRESBYOND. Dazu kommt die implantierbare Kontaktlinse ICL als Alternative ohne Laser. Die Augenlaser-Methoden unterscheiden sich im Zugang zur Hornhaut, in ihren Grenzwerten und im Heilungsverlauf. Welches Verfahren zu Ihren Augen passt, zeigt erst die Voruntersuchung. Der Ratgeber zu den Augenlaser-Methoden erklärt Wirkung, Grenzen und Studienlage, bevor Sie sich die Augen lasern lassen.

Wie funktioniert Augenlasern? Drei Wirkprinzipien im Überblick
Alle Methoden beim Augenlasern verändern die Hornhaut, jede auf eigene Weise. Sie unterscheiden sich vor allem im Zugang zum behandelten Gewebe; es gibt drei Wirkprinzipien.
- Oberflächenabtrag: Das Epithel (die oberste Hornhautschicht) wird entfernt, dann trägt ein Excimerlaser Gewebe direkt an der Oberfläche ab. So arbeitet die PRK. Die Kommission Refraktive Chirurgie (KRC) fasst PRK, LASEK und Trans-PRK gemeinsam als Oberflächenbehandlung zusammen.
- Flap-Verfahren: Ein dünner Hornhautdeckel (Flap) wird angelegt und aufgeklappt. Der Excimerlaser formt das Gewebe darunter, dann wird der Flap zurückgelegt. So arbeiten Femto-LASIK und PRESBYOND.
- Lentikelextraktion: Ein Femtosekundenlaser bildet ein linsenförmiges Gewebescheibchen (Lentikel) innerhalb der Hornhaut. Es wird über einen kleinen Zugang entfernt, ganz ohne Flap. So arbeitet ReLEx SMILE PRO, fachlich Femtosekunden-Lentikel-Extraktion genannt.
| Wirkprinzip | Verfahren | Zugang |
|---|---|---|
| Oberflächenabtrag | PRK | Epithel entfernt |
| Flap-Verfahren | Femto-LASIK, PRESBYOND | Hornhautdeckel ca. 20 mm Schnittlänge |
| Lentikelextraktion | ReLEx SMILE PRO | Zugang 2 bis 3 Millimeter |
Augenlaser-Methoden bei Lasermed: vier Verfahren und eine Linsen-Alternative
Lasermed deckt mit vier Laser-Verfahren und der ICL Linse Fehlsichtigkeiten von −20 bis +10 Dioptrien (dpt) ab. Die Grenzen sind Lasermed-Angaben; Fachgesellschaften nennen teils weitere Rahmenbereiche.
- Die PRK (Photorefraktive Keratektomie) behandelt bei Lasermed Kurzsichtigkeit bis −4 dpt, Weitsichtigkeit bis +2 dpt und Hornhautverkrümmung bis 2 dpt. Sie ist seit Anfang der 1990er Jahre im Einsatz; eine Langzeitstudie mit 85 Augen umfasst Eingriffe von 1991 bis 1998 (Cennamo et al. 2020).
- Die Femto-LASIK (Laser-in-situ-Keratomileusis) behandelt bei Lasermed Kurzsichtigkeit bis −7 dpt, Weitsichtigkeit bis +4 dpt und Hornhautverkrümmung bis 4 dpt.
- ReLEx SMILE PRO behandelt bei Lasermed Kurzsichtigkeit bis −7 dpt und Hornhautverkrümmung bis 2 dpt. Weitsichtigkeit behandelt Lasermed mit Femto-LASIK, PRK oder PRESBYOND.
- PRESBYOND korrigiert Alterssichtigkeit und behandelt bei Lasermed Kurzsichtigkeit bis −7 dpt, Weitsichtigkeit bis +4 dpt und Hornhautverkrümmung bis 4 dpt.
- Die ICL ist keine Laser-Methode. Eine Linse wird zwischen Iris und Augenlinse eingesetzt, die Hornhaut bleibt unverändert. Bei Lasermed reicht der Bereich bis −20 dpt Kurzsichtigkeit, +10 dpt Weitsichtigkeit und 6 dpt Hornhautverkrümmung. Sie kommt infrage, wenn die Fehlsichtigkeit über die Grenzen der Laserverfahren hinausgeht.
Wenn kein Laser-Verfahren passt oder Sie keine Laserbehandlung möchten, bieten sich Alternativen zum Augenlasern an.
PRK: das Oberflächenverfahren ohne Flap
Die PRK (Photorefraktive Keratektomie) ist das Oberflächenverfahren ohne Hornhautschnitt: Der Excimerlaser trägt Gewebe direkt an der Oberfläche ab, nachdem das Epithel entfernt wurde.
Bei Lasermed wird zunächst das Epithel entfernt; der Excimerlaser modelliert die Hornhaut nach Ihren Messwerten, pro Dioptrie etwa 2 bis 3 Sekunden. Eine therapeutische Schutzkontaktlinse bleibt auf dem Auge, bis das Epithel nach etwa 2 bis 4 Tagen verschlossen ist. Die Behandlungsdauer beträgt 15 bis 20 Minuten.
In den ersten 2 bis 4 Tagen können Schmerzen auftreten. Bis zur vollen Sehschärfe vergehen bei den meisten Patienten etwa 1 bis 2 Wochen.
Die PRK eignet sich bei Lasermed ab einer Hornhautdicke von 450 µm. Flap-Verfahren erfordern dort mindestens 500 µm. Weil die PRK ohne Flap arbeitet, ist eine Flap-Verschiebung ausgeschlossen. Das macht die PRK für Kontaktsport, Polizei, Feuerwehr und Bundeswehr relevant, siehe Augenlasern bei Bundeswehr, Feuerwehr und Polizei.
Die KRC nennt drei mögliche Nebenwirkungen der Oberflächenbehandlung. Dazu zählen eine oberflächliche Narbenbildung der Hornhaut (Haze) und eine teilweise Rückbildung des Operationserfolgs in den ersten Wochen und Monaten. Auch das Sehen bei Dämmerung und Nacht kann sich verschlechtern. LASEK und Trans-PRK sind laut KRC Varianten der Oberflächenbehandlung; Lasermed führt die PRK als Oberflächenbehandlung durch.
In der Langzeitstudie von Cennamo et al. (2020) trat an 85 Augen nach 20 Jahren keine späte Hornhautvorwölbung (Ektasie) und kein Haze auf.
Femto-LASIK: Flap mit dem Femtosekundenlaser
Die Femto-LASIK (Laser-in-situ-Keratomileusis) ist ein Flap-Verfahren: Ein Femtosekundenlaser legt einen Hornhautdeckel mit etwa 20 mm Schnittlänge an, der Excimerlaser formt das Gewebe darunter.
Bei Lasermed erzeugt der Femtosekundenlaser den Flap in wenigen Sekunden; ein Saugring stabilisiert das Auge, ein leichter Druck ist spürbar. Nach dem Aufklappen formt der Excimerlaser die Hornhaut nach Ihren Messwerten. Der Flap wird zurückgelegt und haftet ohne Naht auf dem darunterliegenden Hornhautgewebe. Für beide Augen sind bei Lasermed insgesamt etwa 20 Minuten vorgesehen.
Der Unterschied zur klassischen LASIK liegt im Schnitt: Dort arbeitet ein Mikrokeratom, also eine mechanische Klinge. Bei der Femto-LASIK schneidet der Femtosekundenlaser den Flap. Die KRC setzt als Untergrenze für die Hornhautdicke 480 µm beim Femtosekundenlaser und 500 µm beim Mikrokeratom an. Laut American Academy of Ophthalmology (AAO) trat eine Flap-Verschiebung bei 0,012 % der Augen auf, also bei 10 von 81.238 Augen innerhalb von 12 Monaten. Sie kam häufiger nach Mikrokeratom als nach Femtosekundenlaser vor. Lasermed setzt für die Femto-LASIK mindestens 500 µm Hornhautdicke voraus.
Die Sehschärfe verbessert sich meist schon am nächsten Tag deutlich; Brennen, Tränen und Lichtempfindlichkeit in den ersten Stunden klingen meist innerhalb weniger Stunden ab.
Bei Lasermed behandelt die Femto-LASIK Kurzsichtigkeit bis −7 dpt, Weitsichtigkeit bis +4 dpt und Hornhautverkrümmung bis 4 dpt. Die KRC nennt als Rahmen für LASIK-Verfahren Kurzsichtigkeit bis −8 dpt, Astigmatismus bis 5 dpt und Weitsichtigkeit bis +3 dpt. Mehr zu Hornhautdeckel und Lasertechnik: Flap und Femtosekundenlaser.
ReLEx SMILE PRO: Lentikel über einen kleinen Zugang
ReLEx SMILE PRO formt mit dem Femtosekundenlaser VisuMax 800 von ZEISS ein Lentikel (ein linsenförmiges Gewebescheibchen) in der Hornhaut. Der Arzt entnimmt es über einen Zugang von 2 bis 3 Millimetern. Das Verfahren arbeitet ohne Flap.
SMILE PRO zentriert die Behandlung automatisch auf die optische Achse und gleicht die Augenrotation aus (Zyklotorsion). Das ist bei Hornhautverkrümmung relevant. Wie sich SMILE PRO vom Vorgängerverfahren unterscheidet, zeigt der Vergleich Unterschied zwischen SMILE PRO und ReLEx SMILE.
Bei Lasermed liegt die Mindest-Hornhautdicke bei 500 µm. Behandelbar sind Kurzsichtigkeit bis −7 dpt und Hornhautverkrümmung bis 2 dpt. Weitsichtigkeit behandelt Lasermed mit Femto-LASIK, PRK oder PRESBYOND.
Die Behandlung dauert bei Lasermed 15 bis 20 Minuten und ist in der Regel schmerzfrei. Die Sehverbesserung tritt oft noch am selben Tag ein. Der kleine Zugang verschließt sich von selbst.
Eine Nachoperation mit demselben Verfahren ist laut Kommission Refraktive Chirurgie (KRC) nicht möglich. Darüber muss vorher aufgeklärt werden. Eine Nachkorrektur nach ReLEx SMILE PRO führt Lasermed mit PRK oder Femto-LASIK durch.
Alle Voraussetzungen und den Ablauf im Detail finden Sie unter ReLEx SMILE bei Lasermed.
PRESBYOND: Augenlasern bei Alterssichtigkeit
PRESBYOND ist das Verfahren Laser Blended Vision von ZEISS und basiert auf der Femto-LASIK mit Flap. Das dominante Auge wird für die Ferne auf nahezu 0 Dioptrien korrigiert, das nicht-dominante Auge für die Nähe auf −1,5 Dioptrien.
Zielgruppe sind Menschen, die eine Lesebrille benötigen. Alterssichtigkeit tritt in der Regel ab etwa 45 auf; bei Lasermed gilt ein Mindestalter von über 40 Jahren. Die Grenzen bei Lasermed liegen bei −7 dpt Kurzsichtigkeit, +4 dpt Weitsichtigkeit und 4 dpt Hornhautverkrümmung. Die Hornhautdicke muss mindestens 500 µm betragen.
Die Behandlung dauert bei Lasermed 20 bis 30 Minuten. Laut Lasermed können Sie bereits ein oder zwei Tage danach fast komplett scharf sehen. Danach folgt eine Eingewöhnungsphase.
Als Nachteile nennt Lasermed temporäre Blendempfindlichkeit oder leichte Sehschwankungen. Für PRESBYOND bestehen laut Lasermed keine Langzeitdaten. Technisch ist PRESBYOND ein Flap-Verfahren wie die Femto-LASIK; die flapbezogenen Risiken gelten deshalb ebenso.
Wie das Prinzip der unterschiedlichen Korrektur beider Augen funktioniert, erklärt der Beitrag zu Monovision und PRESBYOND. Alle Details zum Verfahren: PRESBYOND bei Lasermed.
Augenlaser-Methoden im direkten Vergleich
Die vier Augenlaser-Methoden unterscheiden sich unter anderem beim Zugang zur Hornhaut, bei den Behandlungsgrenzen und bei der Seherholung. Die PRK reicht bis −4 dpt, die anderen drei Verfahren bis −7 dpt.
| Verfahren | Zugang zur Hornhaut | Lasermed-Grenzen (Kurz / Weit / Verkrümmung) | Sehen danach laut Lasermed |
|---|---|---|---|
| PRK | Epithel-Abtragung, ohne Flap | −4 / +2 / 2 dpt | volle Sehschärfe meist nach 1 bis 2 Wochen |
| Femto-LASIK | Flap, Schnittlänge ca. 20 mm | −7 / +4 / 4 dpt | volle Sehschärfe meist am nächsten Tag |
| ReLEx SMILE PRO | Zugang von 2 bis 3 mm, ohne Flap | −7 / nicht angeboten / 2 dpt | laut Lasermed deutliche Sehverbesserung oft am selben Tag |
| PRESBYOND | Flap wie bei Femto-LASIK | −7 / +4 / 4 dpt | nach 1 bis 2 Tagen fast komplett scharf möglich |
| Verfahren | Mindest-Hornhautdicke bei Lasermed | Behandlungsdauer laut Lasermed | Beschwerden danach (Lasermed und KRC) |
|---|---|---|---|
| PRK | 450 µm | 15 bis 20 Minuten | Schmerzen 2 bis 4 Tage; laut KRC in den ersten Tagen reduziertes Sehen |
| Femto-LASIK | 500 µm | ca. 20 Minuten | Brennen, Tränen, Lichtempfindlichkeit meist wenige Stunden; laut KRC in den ersten Stunden mäßige Beschwerden |
| ReLEx SMILE PRO | 500 µm | 15 bis 20 Minuten | Brennen, Tränen, Lichtempfindlichkeit meist wenige Stunden; laut KRC in den ersten Tagen häufig reduziertes Sehen und mäßige Beschwerden |
| PRESBYOND | 500 µm | 20 bis 30 Minuten | Brennen, Tränen, Fremdkörpergefühl meist wenige Stunden |
Die Werte sind eine Orientierung. Welche Methode für Ihre Augen infrage kommt, entscheidet die Voruntersuchung bei Lasermed. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Hornhautdicke beim Augenlasern.
Welche Augenlaser Methode ist die sicherste?
Keine Augenlaser-Methode ist pauschal die sicherste. Entscheidend sind die Eignungskriterien und das individuelle Risikoprofil. Dazu gehören die Messwerte aus der Voruntersuchung. Lasermed setzt für Femto-LASIK und ReLEx SMILE PRO eine Hornhautdicke von mindestens 500 µm voraus. Erst nach der vollständigen Voruntersuchung lässt sich beurteilen, welches Verfahren für Ihre Augen infrage kommt.
Jedes Verfahren hat typische Einzelrisiken, die in Studien oder von Fachgesellschaften beschrieben sind. Die folgenden Befunde sind wegen unterschiedlicher Endpunkte, Beobachtungszeiten und Patientengruppen nicht direkt miteinander vergleichbar und erlauben keine Rangfolge der Verfahren.
| Risiko | Betrifft | Befund mit Quelle |
|---|---|---|
| Flap-Verschiebung | LASIK-Verfahren mit Flap; für PRESBYOND keine eigene Rate belegt | 0,012 %, 10 von 81.238 LASIK-Augen in 12 Monaten; die Quelle trennt Femto-LASIK und Mikrokeratom-LASIK nicht (American Academy of Ophthalmology, AAO) |
| Keratektasie (Vorwölbung der Hornhaut) | LASIK, SMILE, PRK | LASIK: Inzidenz laut AAO unbestimmt, Schätzungen 0,04 bis 0,60 %. SMILE: laut AAO scheinbar seltener als nach LASIK und PRK, aber kein Schutz vor Ektasie. Für SMILE gibt es nur Fallserien, keine Populationsinzidenz. |
| Haze (oberflächliche Narbenbildung der Hornhaut) | PRK | von der KRC genannte Nebenwirkung; Mitomycin C senkt die Haze-Rate (Metaanalyse mit 3.536 Augen, Chang 2021) |
| Trockene Augen | alle Verfahren | nach SMILE seltener als nach Femto-LASIK (Metaanalyse aus 11 Studien mit 1.101 Augen, Zhang 2016); 16,1 % der LASIK-Augen nach 12 Monaten (IRIS-Register, 48.892 Augen) |
| Nachbehandlung | LASIK, SMILE, PRK | LASIK: 10,5 % im ersten Jahr (2.485 Augen, Hersh 2003). SMILE: 1,5 bis 4,4 % in Primärserien. LASIK oder PRK bei gemischtem Astigmatismus: 5,2 % über 20 Jahre, ohne Unterschied (785 Augen, Sorkin 2024). |
Sandoval et al. werteten 2016 insgesamt 97 Studien aus den Jahren 2008 bis 2015 mit 67.893 Augen aus. Darin verloren im ersten Jahr 0,61 % der Augen zwei oder mehr Zeilen bestkorrigierter Sehschärfe. Gemeint ist das Sehvermögen mit bestmöglicher Brille oder Kontaktlinse.
Ausschlusskriterien und die Voruntersuchung sollen vermeidbare Risiken begrenzen. Zu den Ausschlusskriterien zählen laut KRC unter anderem eine zu geringe Hornhautdicke, fortschreitende Hornhauterkrankungen wie ein Keratokonus und ein Alter unter 18 Jahren. Eine instabile Refraktion und eine unkontrollierte Erkrankung der Augenoberfläche nennt die AAO als Kontraindikation; bei Lasermed müssen die Werte zwei Jahre stabil sein. Zusätzlich muss das Reststroma (die verbleibende Hornhautschicht) mindestens 250 µm betragen.
Augen lasern gilt als sehr sichere Behandlung. Unser Erfolgsmaßstab: Die Sehkraft nach dem Eingriff soll maximal um 0,5 Dioptrien von der Normalsicht abweichen.
Vertiefende Informationen finden Sie in den Beiträgen zu den Risiken beim Augenlasern und zu trockenen Augen nach dem Augenlasern.
Welche Methode passt zu welcher Ausgangslage?
Ihre Ausgangslage grenzt ein, welche Verfahren bei der Voruntersuchung geprüft werden. Beispiele sind die PRK bei dünner Hornhaut ab 450 µm und die ICL bei Kurzsichtigkeit über −7 dpt.
| Ausgangslage | Mögliche Methode bei Lasermed | Grund |
|---|---|---|
| Dünne Hornhaut (450 bis unter 500 µm) | PRK | PRK setzt bei Lasermed nur 450 µm Hornhautdicke voraus. |
| Kontaktsport oder Einsatzberuf | PRK | Es entsteht kein Flap, der sich bei einem Schlag aufs Auge verschieben könnte. |
| Neigung zu trockenen Augen | je nach Befund ReLEx SMILE PRO oder ICL | Nach SMILE treten trockene Augen seltener auf als nach Femto-LASIK; ein unkontrolliertes trockenes Auge kann gegen einen Lasereingriff sprechen. |
| Weitsichtigkeit | Femto-LASIK bis +4 dpt, PRK bis +2 dpt; bei Alterssichtigkeit PRESBYOND bis +4 dpt | ReLEx SMILE PRO bietet Lasermed bei Weitsichtigkeit derzeit nicht an. |
| Hornhautverkrümmung über 2 dpt | Femto-LASIK oder PRESBYOND bis 4 dpt; ICL bis 6 dpt | Welche Option passt, hängt unter anderem von Alter, Fehlsichtigkeit und Vorderkammertiefe ab. |
| Kurzsichtigkeit über −7 dpt | ICL (bis −20 dpt) | Die ICL deckt bei Lasermed bis −20 dpt ab. |
| Alterssichtigkeit ab etwa 45 | PRESBYOND oder Linsentausch mit Multifokallinse | PRESBYOND korrigiert beide Augen für unterschiedliche Entfernungen; die Multifokallinse ersetzt die eigene Linse. |
| Grauer Star | Linsentausch statt Laser | Der Operateur tauscht die getrübte Linse statt die Hornhaut zu lasern. |
Die Tabelle zur Ausgangslage ersetzt keine Untersuchung. Erst die Messwerte Ihrer Augen entscheiden, welche Methode infrage kommt. Aktive Menschen finden Details beim Augenlasern bei Sportlern. Welche Dioptrien für das Augenlasern infrage kommen, lesen Sie im Dioptrien-Ratgeber. Patienten mit Alterssichtigkeit finden Details unter Augen lasern über 50.
Ablauf der Methodenwahl bei Lasermed
Die Methodenwahl bei Lasermed folgt vier Schritten: kostenfreies Beratungsgespräch, 2 bis 3 Stunden Voruntersuchung, Behandlungstag und vier Nachkontrollen im ersten Jahr.
- Kostenfreies Beratungsgespräch. Das Erstgespräch dauert 20 bis 30 Minuten und ist keine Voruntersuchung. Wir besprechen Fehlsichtigkeit, Alltag und Erwartungen und stellen den Ablauf beim Augenlasern vor.
- Voruntersuchung. Die Voruntersuchung dauert im Schnitt 2 bis 3 Stunden. Sie umfasst sechs Messgrößen: Fehlsichtigkeit, Hornhautdicke (Pachymetrie), Hornhautform (Topographie), Tränenfilm, Pupillengröße und Augeninnendruck. Vor dem Termin gilt für weiche Linsen eine Kontaktlinsenpause von mindestens 14 Tagen und für formstabile Linsen von mindestens 28 Tagen. Pupillenerweiternde Tropfen gehören zur Untersuchung, Autofahren ist danach nicht möglich. Erst nach der Ergebnisbesprechung planen wir die Behandlung.
- Behandlungstag. Wir behandeln standardmäßig beide Augen in einer Sitzung. Rechnen Sie mit etwa 2 bis 3 Stunden in der Praxis.
- Nachkontrollen. Wir sehen Sie nach 1 Tag, 1 Woche, 1 Monat und 1 Jahr, alle Termine sind im Behandlungspreis enthalten. Das Wichtigste zum Verhalten nach dem Augenlasern steht in einem eigenen Ratgeber.
Beratung bei Lasermed: welches Verfahren zu Ihren Augen passt
Lasermed bietet vier Laserverfahren und die ICL an; unsere Standorte sind Berlin, Hamburg und Leipzig. Die Beratung umfasst ein kostenfreies Gespräch von 20 bis 30 Minuten. Eine Empfehlung geben wir erst nach der Voruntersuchung, weil die Messwerte über die Methode entscheiden. Allgemeine Voraussetzungen für das Augenlasern sind ein Mindestalter von 18 Jahren und eine Sehstärke, die in den letzten zwei Jahren stabil war. Einen Überblick über die Kosten fürs Augenlasern je Verfahren finden Sie auf unserer Kosten-Seite. Vereinbaren Sie ein kostenfreies Beratungsgespräch und klären Sie, welches Verfahren zu Ihren Augen passt.
Häufige Fragen zu Augenlaser-Methoden
Welche Augenlaser Methode ist die beste?
Eine pauschal beste Augenlasermethode gibt es nicht. Jedes Verfahren hat eigene Einsatzbereiche, etwa die PRK bei dünner Hornhaut ab 450 µm oder die ICL bei Kurzsichtigkeit über −7 dpt. Welche Methode für Sie infrage kommt, zeigen die Messwerte der Voruntersuchung, etwa Hornhautdicke, Fehlsichtigkeit und Tränenfilm.
Gibt es eine objektiv sicherste Augenlaser-Methode?
Nein. Die Fachgesellschaften und Studien, die wir ausgewertet haben, benennen kein Verfahren als das sicherste. Die Studienlage zeigt nur unterschiedliche Risikoprofile: Flap-bedingte Komplikationen betreffen ausschließlich Verfahren mit Flap, während bei der PRK eine oberflächliche Narbenbildung (Haze) vorkommen kann. Entscheidend sind die Eignung des Auges und die sorgfältige Voruntersuchung.
Was ist der Unterschied zwischen LASIK und Femto-LASIK?
LASIK steht für Laser-in-situ-Keratomileusis. Beim klassischen LASIK entsteht der Flap (ein dünner Hornhautdeckel) mit einem mechanischen Mikrokeratom, bei der Femto-LASIK mit einem Femtosekundenlaser. Bei Lasermed kommt der Femtosekundenlaser zum Einsatz. Er formt den Flap präzise und lautlos in wenigen Sekunden.
Was sind LASEK und Trans-PRK?
LASEK, Trans-PRK und PRK sind Oberflächenverfahren ohne Flap. Die Kommission Refraktive Chirurgie (KRC) führt PRK, Trans-PRK und LASEK gemeinsam. Eine Vergleichsarbeit von 2022 fand nach der Trans-PRK eine längere Erholung als nach LASIK und SMILE. Bei Lasermed wird die PRK durchgeführt.
Welche Augenlaser-Methode eignet sich bei trockenen Augen?
Bei einer Neigung zu trockenen Augen prüft die Voruntersuchung zuerst den Tränenfilm. Zhang et al. werteten 2016 insgesamt 11 Studien mit 1.101 Augen aus: Zeichen und Beschwerden trockener Augen waren nach SMILE seltener als nach Femto-LASIK. Je nach Befund kommen deshalb ReLEx SMILE PRO oder die ICL infrage, die die Hornhaut nicht verändert. Ein unkontrolliertes trockenes Auge kann laut AAO gegen einen Lasereingriff sprechen.
Welche Augenlaser-Methoden eignen sich bei starker Kurzsichtigkeit?
Bei Lasermed korrigieren Femto-LASIK und ReLEx SMILE PRO Kurzsichtigkeit bis −7 dpt. Über −7 dpt hinaus kommt die ICL infrage, eine Kunstlinse zwischen Iris und eigener Linse, die bei Lasermed bis −20 dpt abdeckt. Welche Methode passt, hängt zusätzlich von Hornhautdicke und Hornhautform ab.
Welche Methode hilft bei Alterssichtigkeit?
PRESBYOND korrigiert Alterssichtigkeit in der Regel ab etwa dem 45. Lebensjahr. PRESBYOND verteilt die Sehaufgaben auf beide Augen: Ein Auge übernimmt die Ferne, das andere die Nähe. Eine Alternative ist der Linsentausch mit einer Multifokallinse. Bei beginnendem Grauem Star kommt der Linsentausch statt eines Laserverfahrens infrage.
Wie lange hält das Ergebnis der Augenlaser-Methoden?
Langzeitstudien mit kleinen Fallzahlen umfassen 10 Jahre für SMILE und LASIK sowie 12 und 20 Jahre für PRK. Für SMILE berichtet eine 10-Jahres-Nachuntersuchung von 56 Augen eine mittlere Restfehlsichtigkeit von −0,35 ± 0,66 dpt (Blum 2019). Kein Auge verlor dort 2 oder mehr Zeilen Sehschärfe. Nach LASIK lagen nach 10 Jahren 73 % von 97 Augen innerhalb von ± 1,0 dpt (Alió 2008). Nach PRK blieb die Refraktion in einer Studie mit 68 Patienten über 12 Jahre stabil (Rajan 2004).
